Zum Thema » Verlosung zum Film Surround-Headset zu gewinnen » Alle Kino-Trailer Videos zu kommenden Filmen » Filmkritiken auf GameStar.de Unser Kanal zu aktuellen Kinofilmen Der klassische Action-Film steckt in der Krise: Wo in den 80er Jahren noch kernige Männer wie Arnold Schwarzenegger und Sylvester Stallone Kugeln und Testosteron über die Leinwand verballerten, dominieren heutzutage Comic-Helden nahezu jedes Lichtspieltheater, in dem Action geboten wird. So gut wie kein Studio traut sich heute noch, Muskelpakete in Kampfgebiete zu schicken, die keinen Umhang tragen oder mindestens zwölf schwerwiegende psychische Probleme zu lösen haben.

Erfolgreiche Ausnahmen waren in den letzten Jahren vor allem die beiden Expendables-Streifen und die Fast & Furious-Reihe, die sich von einem »Autorennen mit vereinzelten Action-Szenen«-Franchise in das neue Genre der »automobilen Kriegsführung« gewandelt haben. Dass in »Fast and the Furious 6« nicht unbedingt Cineasten auf ihre Kosten kommen, die sonst zwischen Citizen Kane-Matinée und Ingmar Bergman-Retrospektive pendeln, sollte der Trailer oder die fünf Vorgänger bereits klar gemacht haben. Der sechste Teil schließt nun nahtlos an Teil fünf an, der mit über 200 Millionen Dollar Einspielergebnis der erfolgreichste der Reihe war und spinnt die Geschichte um Dominic Toretto (Vin Diesel) und seiner Gang fort.

Fast & Furious 6 : Dominic Torretto (Vin Diesel, Mitte) und seine Spießgesellen. Dominic Torretto (Vin Diesel, Mitte) und seine Spießgesellen.

Die haben keinen Grund zu klagen, denn das Leben meint es offensichtlich gut mit Dom und seiner Crew: Nachdem sie im Vorgänger einen brasilianischen Drogendealer um 100 Millionen Dollar erleichtert haben, genießen sie das sonnige Leben in Spanien. Der einzige Schönheitsfehler, unter dem vor allem der junge Vater Brian O`Conner (Paul Walker) leidet, ist die Tatsache, dass sie in den USA noch als Straftäter gesucht werden und daher eine Rückkehr in das Land der Barbecues und Muscle-Cars damit vorerst ausgeschlossen ist.

Zum Glück dauert es nicht lange, bis Luke Hobbs (Dwayne »The Rock« Johnson, der körperlich derart auf der Höhe ist, das Vin Diesel neben ihm wie ein magersüchtiger Chorknabe aussieht) auf der Finka auftaucht und Dom einen interessanten Auftrag anbietet: Er soll den ehemaligen SAS-Offizier Owen Shaw (Luke Evans) zur Strecke bringen, der mit seiner Auto-Gang gerade in Europa auf Diebestour ist. Um den ganzen Auftrag etwas schmackhafter zu machen, bietet Luke außerdem Fotos von Letty Ortiz (Michelle Rodriguez), vor der Dom wie alle Zuschauer von Teil Vier eigentlich dachten, dass sie tot wäre. Damit sich der Rest der Bande auch noch anschließt, wird noch kurzerhand eine General-Amnestie für den Fall der Ergreifung von Owen Shaw ausgehandelt und ab geht die Reise nach London.

Was folgt ist die übliche Proll-Version von Oceans Eleven. Und das ist als Kompliment gemeint. Denn das Team von Dom, zu dem auch der Japaner Han (Sung Kang, dessen Schicksal in Tokyo Drift bereits eine unangenehme Wendung nahm) und die beiden Zoten-Schwarzen Roman Pearce (Tyrese Gibson) und Tej Parker (Ludacris) gehören sorgen für jede Menge Unterhaltung, während sich das Team an die Fährte von Shaw begibt. Verstärkt werden sie zusätzlich durch einen Neuzugang in Hobbs Team, der Polizistin Riley, verkörpert durch die toughe Schauspielerin / Kickboxerin Gina Carano, der Steven Soderbergh mit »Haywire« einen gelungenen Prügelstreifen auf den Leib schrieb.