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Filmkritik zu Fast & Furious 6

Brachiale Action ohne Bodenhaftung

Mit Fast & Furious 6 bietet Regisseur Justin Lin ein erneutes Blech, Blut und Beulen-Spektakel, dass nach einem vielversprechenden Anfang leider viel zu schnell jeden Ansatz von Glaubwürdigkeit im Rückspiegel zurücklässt.

Von Alexander Voigt |

Datum: 23.05.2013


Zum Thema » Verlosung zum Film Surround-Headset zu gewinnen » Alle Kino-Trailer Videos zu kommenden Filmen » Filmkritiken auf GameStar.de Unser Kanal zu aktuellen Kinofilmen Der klassische Action-Film steckt in der Krise: Wo in den 80er Jahren noch kernige Männer wie Arnold Schwarzenegger und Sylvester Stallone Kugeln und Testosteron über die Leinwand verballerten, dominieren heutzutage Comic-Helden nahezu jedes Lichtspieltheater, in dem Action geboten wird. So gut wie kein Studio traut sich heute noch, Muskelpakete in Kampfgebiete zu schicken, die keinen Umhang tragen oder mindestens zwölf schwerwiegende psychische Probleme zu lösen haben.

Erfolgreiche Ausnahmen waren in den letzten Jahren vor allem die beiden Expendables-Streifen und die Fast & Furious-Reihe, die sich von einem »Autorennen mit vereinzelten Action-Szenen«-Franchise in das neue Genre der »automobilen Kriegsführung« gewandelt haben. Dass in »Fast and the Furious 6« nicht unbedingt Cineasten auf ihre Kosten kommen, die sonst zwischen Citizen Kane-Matinée und Ingmar Bergman-Retrospektive pendeln, sollte der Trailer oder die fünf Vorgänger bereits klar gemacht haben. Der sechste Teil schließt nun nahtlos an Teil fünf an, der mit über 200 Millionen Dollar Einspielergebnis der erfolgreichste der Reihe war und spinnt die Geschichte um Dominic Toretto (Vin Diesel) und seiner Gang fort.

Fast & Furious 6 : Dominic Torretto (Vin Diesel, Mitte) und seine Spießgesellen. Dominic Torretto (Vin Diesel, Mitte) und seine Spießgesellen.

Die haben keinen Grund zu klagen, denn das Leben meint es offensichtlich gut mit Dom und seiner Crew: Nachdem sie im Vorgänger einen brasilianischen Drogendealer um 100 Millionen Dollar erleichtert haben, genießen sie das sonnige Leben in Spanien. Der einzige Schönheitsfehler, unter dem vor allem der junge Vater Brian O`Conner (Paul Walker) leidet, ist die Tatsache, dass sie in den USA noch als Straftäter gesucht werden und daher eine Rückkehr in das Land der Barbecues und Muscle-Cars damit vorerst ausgeschlossen ist.

Zum Glück dauert es nicht lange, bis Luke Hobbs (Dwayne »The Rock« Johnson, der körperlich derart auf der Höhe ist, das Vin Diesel neben ihm wie ein magersüchtiger Chorknabe aussieht) auf der Finka auftaucht und Dom einen interessanten Auftrag anbietet: Er soll den ehemaligen SAS-Offizier Owen Shaw (Luke Evans) zur Strecke bringen, der mit seiner Auto-Gang gerade in Europa auf Diebestour ist. Um den ganzen Auftrag etwas schmackhafter zu machen, bietet Luke außerdem Fotos von Letty Ortiz (Michelle Rodriguez), vor der Dom wie alle Zuschauer von Teil Vier eigentlich dachten, dass sie tot wäre. Damit sich der Rest der Bande auch noch anschließt, wird noch kurzerhand eine General-Amnestie für den Fall der Ergreifung von Owen Shaw ausgehandelt und ab geht die Reise nach London.

Was folgt ist die übliche Proll-Version von Oceans Eleven. Und das ist als Kompliment gemeint. Denn das Team von Dom, zu dem auch der Japaner Han (Sung Kang, dessen Schicksal in Tokyo Drift bereits eine unangenehme Wendung nahm) und die beiden Zoten-Schwarzen Roman Pearce (Tyrese Gibson) und Tej Parker (Ludacris) gehören sorgen für jede Menge Unterhaltung, während sich das Team an die Fährte von Shaw begibt. Verstärkt werden sie zusätzlich durch einen Neuzugang in Hobbs Team, der Polizistin Riley, verkörpert durch die toughe Schauspielerin / Kickboxerin Gina Carano, der Steven Soderbergh mit »Haywire« einen gelungenen Prügelstreifen auf den Leib schrieb.

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Avatar LooP
LooP
#1 | 23. Mai 2013, 13:53
'"Besser, Größer, Unglaubwürdiger"-Falle' - Das ist (leider) das große Problem heutiger Action-Filme. Filme wie Stirb Langsam (die alten), Last Boy Scout und Bad Boys haben es auch hinbekommen, eine attraktive Rahmenhandlung mit einigermaßen glaubwürdigen Actionszenen ohne besonderen Computereinsatz abzubilden.
Heutzutage gibt es viel zu wenige dieser "Hirn aus"-Filme, die nicht komplett überzogen sind und eine gewisse Spannung aufweisen.
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Avatar KingLamer
KingLamer
#2 | 23. Mai 2013, 14:00
Zitat von :
Glaubwürdigkeit

F&F hatte nie vor, glaubwürdig zu sein und war's seit der 1.minute des 1.teils auch nie. darum wäre es schon sehr erstaunlich, wenn sie im 6.teil damit anfangen würden.

eins muss man dem 6.teil lassen: er hat, für meinen geschmack, die schönsten autos bislang. escort RS, interceptor, charger daytona, G60, etc.
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Avatar Gr1Ng0
Gr1Ng0
#3 | 23. Mai 2013, 14:04
keine ahnung, ich empfand den film jetzt nicht schlecht, aber auch nicht sonderlichgut....


was mich total geflasht hatte war dieser mila superstar effekt.. im showdown .......

DIE WOHL MIT ABSTAND LÄNGSTE LANDEBAHN DER WELT !!! oO...
200 sachen .. gerade aus... nich einma abbiegen... ..

ja ne is klar :)
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Avatar Punknein
Punknein
#4 | 23. Mai 2013, 14:09
Zitat von LooP:

Heutzutage gibt es viel zu wenige dieser "Hirn aus"-Filme, die nicht komplett überzogen sind und eine gewisse Spannung aufweisen.


Da hat jemand letztes Jahr Dredd verpasst ;)
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Avatar Senekha
Senekha
#5 | 23. Mai 2013, 14:13
Zitat von Gr1Ng0:
keine ahnung, ich empfand den film jetzt nicht schlecht, aber auch nicht sonderlichgut....


was mich total geflasht hatte war dieser mila superstar effekt.. im showdown .......

DIE WOHL MIT ABSTAND LÄNGSTE LANDEBAHN DER WELT !!! oO...
200 sachen .. gerade aus... nich einma abbiegen... ..

ja ne is klar :)


Ich kenne den Film jetzt nicht, aber die durchschnittliche Start- und Landebahn (SLB) bei halbwegs großen Flughäfen ist 3 bis 3,4 km lang. (+ teilweise "kleine Auslaufzonen" an beiden Seiten mit je 100-200m).
Da bekommt man problemlos 1 meile Rennen hin.
Die SLBen in München sind z.B. jeweils 4 km lang und 60m breit.
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Count-Zero
#6 | 23. Mai 2013, 14:13
Zitat von KingLamer:

F&F hatte nie vor, glaubwürdig zu sein und wars seit der 1.minute des 1.teils auch nie. darum wäre es schon sehr erstaunlich, wenn sie im 6.teil damit anfangen würden.


Ja, wenn das Wort "Glaubwürdigkeit" in einer Kritik zu dem Film fällt, krankt die Kritik irgendwie an dem selben Problem.

Ist euch übrigens mal aufgefallen, dass fast jedes Fazit bei den Filmkritiken hier in die Richtung "Wer auf den Film steht, wird ihn gut finden" geht?
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Avatar Neew
Neew
#7 | 23. Mai 2013, 14:16
Ich fand die erste Hälfte der Films ganz gut, allerdings wird es ab dem Spanienteil echt hirnlos.
Die sonst so smarten Helden und der angeblich so kluge Bösewicht begehen riesige, vorhersehbare Fehler nur um den Film noch 30 Minuten in die Länge zu ziehn und ein paar Actionszenen einbauen zu können.

Die Szene mit dem Panzer der einen Autofahrer nach dem anderen überrollt fand ich total unpassend und unnötig, hätte man sich echt sparen können.

Edit + SPOILER SPOILER SPOILER:
Zum Thema Flugzeug:
Wenn die am Ende 15 min mit 200 hm/h rumrasen muss die Strecke 50km geradeaus gehen. Also es muss ja echt nicht viel logisch sein aber da dachte ich mir echt: Wollt ihr mich verarschen?
Abgesehen davon, dass die Autos so aerodymanisch gebaut sind, dass sie die Turbinen einfach ignorieren können und das Flugzeug zuerst ewig nicht startet und dann ewig nur 10 Meter über dem Boden rumfliegt, damit sie noch die Möglichkeit haben das Flugzeug doch noch runter zu holen, also im Ernst, das ist der größte Schwachsinn.
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Avatar jutsch80
jutsch80
#8 | 23. Mai 2013, 14:25
Ich fand den Film eben wegen der überzogenen Action viel besser als den 5. Teil. Klar sind die Actionszenen überdreht, aber genau das macht den Unterhaltungsfaktior aus. Vielleicht habe ich auch einen besseren Eindruck vom Film weil keinen einzigen Trailer gesehen habe.
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Avatar LooP
LooP
#9 | 23. Mai 2013, 14:26
Zitat von Punknein:


Da hat jemand letztes Jahr Dredd verpasst ;)


"zu wenige" bedeutet nicht, "keine"... Dennoch hat Dredd meinen Geschmack nicht bedient. ;-)
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Avatar nImA
nImA
#10 | 23. Mai 2013, 14:31
ich habe brachiale action ohne hodenhaftung gelesen -.-
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