Pimp my PC : Dieses Fass wurde seines schmackhaften Inhalts beraubt. Innen sorgt ein aber ein Stroboskoplicht für tolle Effekte. Dieses Fass wurde seines schmackhaften Inhalts beraubt. Innen sorgt ein aber ein Stroboskoplicht für tolle Effekte. Als am 16. April die Dortmunder Westfalenhalle der Austragungsort für die 4. Deutsche Casemodding Meisterschaft (DCMM) ist, spielen nebenan im Stadion die Bundesligaclubs Dortmund und Bielefeld eines der legendären Lokalderbys. Sowohl die Halle 3 auf der Hobbytronic 2005 als auch das Fußballstadion sind gut gefüllt. Noch vor der Abteilung mit den Computerdevotionalien haben es sich die Teilnehmer einer Modellbaumesse gemütlich gemacht, schwärmen für Details an U-Booten und sonstigem Kriegsgerät. Keine Frage: An diesem Samstag haben zahlreiche Muttis die männlichen Familienmitglieder zum Ausflug in die Westfalenhalle abkommandiert. Entsprechend gedrängt geht es am Ausstellungsstand der DCMM zu, wo die insgesamt 50 Wettbewerber ihre Kreationen vorstellen. Eine achtköpfige Jury bestimmt am Nachmittag die Gewinner in den Kategorien »Bestes Casemod« sowie »Beste Casecon«. Wer sich in der Szene nicht auskennt, stutzt kurz, doch die Erklärung ist einfach: Casemods sind umgebaute PC-Gehäuse von der Stange, beispielsweise mit Neonröhren und bei UV-Licht leuchtenden Kabeln ausgestattet. Casecons sind einmalige Gehäusekonstruktionen, von den Machern selbst entworfen und in die Praxis umgesetzt. In den teils sehr ungewöhnlichen Casecons stecken oft nur schwache PC-Komponenten, die einen Rechner maximal fürs Surfen im Internet oder Briefeschreiben brauchbar machen. Denn in vielen Fällen sind die Konstruktionen zu klein und zu eng, als dass sie eine effektive Kühlung für leistungsfähige Grafikkarten und Prozessoren garantieren könnten.