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Report: Krieg spielen | Seite 5

Können Spieler am PC das Töten lernen?

Alles ist möglich

Krieg spielen : Der von Microsoft entwickelte Flight Simulator gilt als das erfolgreichste Spiel im Militäreinsatz. Angehende Piloten haben durch das Training später bessere Flugnoten erzielt. Die PC-Flugsimulationen gerieten durch die Terroranschläge des 11. September 2001 in die Kritik, weil auch die Flugzeug-Kidnapper vorher mit dem Spiel geübt haben sollen. Die Navy benutzt aber weiterhin eine abgeänderte Version des Flight Simulators. Der von Microsoft entwickelte Flight Simulator gilt als das erfolgreichste Spiel im Militäreinsatz. Angehende Piloten haben durch das Training später bessere Flugnoten erzielt. Die PC-Flugsimulationen gerieten durch die Terroranschläge des 11. September 2001 in die Kritik, weil auch die Flugzeug-Kidnapper vorher mit dem Spiel geübt haben sollen. Die Navy benutzt aber weiterhin eine abgeänderte Version des Flight Simulators. Die entscheidende Motivation des US-Militärs, mit digitalen Trainingsumgebungen zu experimentieren, dürfte denn auch eine ganz profane sein: Geld. In zahlreichen Publikationen zum Thema wird stets darauf hingewiesen, wieviel günstiger es sei, Soldaten mit Software auszubilden statt mit teurem Realgerät. Computer und Simulationsprogramme sind im Vergleich zu echten Flugzeugen, Panzern und Munition spottbillig. Zudem sind sie wetterunabhängig, können relativ leicht verändert werden, und Misserfolge lassen sich viel genauer auswerten. Videospiele unterbieten den Preis nochmals.

Hinzukommt, dass die US-Armee in den letzten 50 Jahren keinen Versuch unterlassen hat, technologische Entwicklungen für ihre Zwecke zu verwenden. Einer der ersten grafikfähigen Computer (Project Wirlwind) wurde zusammen mit IBM nach dem Zweiten Weltkrieg für Bombersimulationen entwickelt. Das Internet und die Satellitenortung GPS entstanden aus Militärprojekten, und selbst Laserwaffen im Weltraum schienen den Amerikanern im Kalten Krieg nicht abwegig genug, um im Star- Wars-Programm unzählige Milliarden Dollar zu versenken. Kein Technik-Trend darf verschlafen werden, egal wie sinnvoll oder logisch er sein mag, scheint das Credo des Pentagons zu sein. Also mussten früher oder später auch die Videospiele eingespannt werden.

Krieg spielen : Das Spiel wurde 2002 von der US Army selbst veröffentlicht und verwendete die damals sehr fortschrittliche Unreal-Engine, wodurch es mit Spielen der Unterhaltungsindustrie konkurrieren konnte. America’s Army dient vor allem für Werbezwecke. 2004 kaufte der französische Publisher Ubisoft die Lizenz und veröffentlichte bisher zwei mäßig erfolgreiche Konsolenspiele. Eine neue Version soll bald mit der modernen Unreal-Engine 3 erscheinen. Das Spiel wurde 2002 von der US Army selbst veröffentlicht und verwendete die damals sehr fortschrittliche Unreal-Engine, wodurch es mit Spielen der Unterhaltungsindustrie konkurrieren konnte. America’s Army dient vor allem für Werbezwecke. 2004 kaufte der französische Publisher Ubisoft die Lizenz und veröffentlichte bisher zwei mäßig erfolgreiche Konsolenspiele. Eine neue Version soll bald mit der modernen Unreal-Engine 3 erscheinen. Mittlerweile sieht das Verteidigungsministerium die Lage etwas nüchterner: Ende 2007 wurde das Training and Doctrine Command Project Office of Gaming (kurz TPO-Gaming) gegründet. Dessen Chef, Colonel Jack Millar, stellte in einem Interview klar: »Ich habe bisher kein für die Unterhaltungsindustrie entwickeltes Spiel gesehen, das eine Trainingslücke [bei der Armee] schließen würde.« In die gleiche Richtung gehen andere Untersuchungen, die kritisieren, dass zwar viel ausprobiert und teilweise auch viel Geld investiert wurde, die Trainingsergebnisse aber bisher kaum bis gar nicht kontrolliert würden.

TPO-Gaming will die eher angestaubten Militärsimulationen grafisch aufhübschen und so realistischer aussehen lassen. Das amerikanische Marine Corps setzt bereits auf modernere Simulationstechnik und verwendet unter anderem Virtual Battlespace 2 von Bohemia Interactive, die mit ihrem tschechischen Studio als Entwickler von Operation Flashpoint und Armed Assault bekannt wurden.

Krieg spielen : Wie technikgläubig die Amerikaner sind, zeigen auch die jüngsten Bemühungen des Pentagons, quasi eine Art »Sim Irak« zu entwickeln. Mit virtuellen Städtesimulationen will das Militär nicht nur Soldaten im Einsatz ohne Waffe schulen, sondern gleichzeitig auch verstehen lernen, wie Kommunikation in der Bevölkerung funktioniert und wie Bewohner auf bestimmte äußere Einflussfaktoren reagieren.

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Avatar Testuser
Testuser
#1 | 18. Mrz 2008, 18:09
Dies hat mich weitergebracht
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Avatar Silverhawk170485
Silverhawk170485
#2 | 13. Apr 2008, 13:00
Ich finde die Argumentation, dass jemand aus Computerspieln das Zielen lernen kann sowieso als totalen Murks. Ich spiel Egoshooter und und hatte auch schon mal eine richtige Waffe in der Hand. Das ist volkommen etwas Anderes. Wer es nicht glaubt, kann das ja mal selbst an einer Schießbude ausprobieren. Außerdem ging es bei den Amokläufen um Hinrichtungen bestimmter Personen, welche aus nächster Nähe erschossen wurden. Dazu muss man nicht zielen können. In den Spielen geht es hauptsächlich um die taktischen Elemente. Da sollen "was wäre wenn" Situationen simuliert werden. Die Spiele ersetzen kein Schießtraining. Es ist aber klar, dass viele die Spiele für Amokläufe verantwortlich machen wollen, weil das leichter ist, als alle andere Aspekte wie z.B. das soziale Umfeld zu analysieren. Außerdem: Wie können Politiker, die noch nie ein Spiel gespielt haben das beurteilen? Aber es weiß ja jeder: Was der Bauer nicht kennt...
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Avatar Hellhound32
Hellhound32
#3 | 24. Nov 2008, 15:09
ich stimme Silverhawk170485 vollkommen zu.
spiele sind eher einmittel um frust abzubauen. wer egoshooter spielt, lernt nicht den umgang mit waffen und schon garnicht das zielen. ich bin soldat und kann dies recht gut beurteilen. mir ist bisher kein spiel untergekommen, das einem das zielen beibringt. dazu muss man schon an einer echten waffe hantieren. wer also glaubt das spiele das töten antrainieren, der sollte wohl zuerst alle sportschützen vereine, die bundeswehr und die polizei verbieden. denn nur dort kann man dies in der theorie erlernen. ob man praktisch zu diesem erleben kommen wird, ist ein ganz andere sache. und die simulatoren die das militär verwendet hab ich auch schon nutzen dürfen. die haben mit einem computer wirklich nichts gemein. außer daß man auf pixel schießt. vllt, sollte man politiker zwingen egoshooter zuspielen und hinterher eine waffe geben, um das "erlernte" auszuprobieren. Ich glaub da haben wir viel zulachen. ^^
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Avatar skp
skp
#4 | 13. Mrz 2009, 19:02
Ich finde es eine Interresante Ausführung da ich auch selbst aktiver Gamer bin und gerne spiele!

Ich bin tief betroffen über die jüngsten Ereignisse in Deutschland! Mein mitgefühl gilt den Opfern und den Angehörigen der Opfer!

Ich kann nur sagen das ich in keiner Form glaube das Spiele beim "zielen lernen " oder "bedienen einer Waffe" förderlich sind!
Ich habe selbst meinen Wehrdienst hier in Österreich absolviert und wurde an der Waffe ausgebildet und ich wüsste nicht was mir dabei ein Computerspiel geholfen hätte.
So dumm das jetz klingen mag aber das es Bum macht wenn man den Abzug betätigt weiß ja leider dank anderer Medien nahezu jedes Kind!

Taktisches Vorgehn ist auch unrealistisch den wer glaubt in echt so agieren zu können wie in einem Computerspiel wird sehr schnell eines bessern belehrt werden!
Ob Paintball so etwas kann sehe ich auch differenziert weil ich selbst aktiv in einem Bundesligateam spiele!
Aber man braucht Monate wenn nicht Jahre um trainiert oder besser zu werden als der Otto Normalverbraucher!!

Jeder Politiker oder Mensch der das also behauptet Computerspiele helfen bei Zieübungen oder Taktiktraining soll es selbst ausprobiern!

mfg Stefan Königstorfer aus Österreich
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Avatar Mischa87
Mischa87
#5 | 16. Mrz 2009, 22:28
Ich bin selber seit vielen Jahren Computerspiel-spieler und habe auch viele "Ballerspiele" gespielt. Natürlich stimme ich auch darin überein, dass man durch das Spielen nicht das schießen lernen kann (ich war 2 Jahre beim Bund und muss es wissen).
Was man allerdings durchaus solchen Spielen vorwerfen kann ist, dass sie die Hemmschwelle gegenüber Gewalt senken.
Ich will damit nicht behaupten, dass jeder Spieler automatisch gewalttätig wird, denn die meisten Menschen können durchaus zwischen Spiel und realität unterscheiden, aber ein Mensch der bereits ein geschwächtes soziales Umfeld hat (keine Freunde, wenig Bestätigung etc.) kann so ein Spiel zwar als Puffer dienen, aber nicht wenn sich diese Zustände nicht ändern.
Das Thema "Killerspiel" (ich verwende absichtlich die extreme Bezeichnung) gehört meiner Meinung nach mehr in den Bereich "Symptom" und nicht "Auslöser".
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Avatar skelett
skelett
#6 | 17. Mrz 2009, 21:57
Der Amoklauf auf den Babara Supp sich zurückruft war nicht in Bad Reichenhall sondern zum damals gerade aktuellen in Erfurt.
Die andere Sache ist das man verstärkt erwähnen muss, dass dies eine
"spezielle" Form des Suizid ist.
Der Schütze begeht dabei immer Selbstmord und will sich dabei noch ander Gesellschaft rächen.
Der Hass ist nachvollziehbar wenn man Betrachtet das die ersten beiden Gewalten so einen Schwachsinn erzählen und damit durchkommen und die vierte Gewalt (die Medien) das auch noch aufpuchen.
Und das dumme Volk womit ich auch die Akademiker mit einbeziehe das schlicht glauben.
In diesem Land muss man lernen das man sich nicht auf die Medien verlassen kann. Sein Wissen muss man sich von der Quelle holen.
Am meisten entaüchen mich dabei die Medien die vorgeben seriös zu sein wie die öffentlich rechtlichen und Zeitungen und Zeitschriften wie "Welt" oder "Spiegel".
Dies ist nicht nur bei diesem leidigen Thema der Fall sondern auch bei anderen.
So stand in der Welt einmal das in einem Kernkraftwerk mit kontrollierten Atombombenexplosionen erzeuge dabei ist ein KW eine überdimensionierte Dampfmachine die zum erhitzen die Brennstäbe benutzt.
Sry das es vom Theama abgekommen ist.
Alleine ist der Mensch schlau in der Gruppe dumm.
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