Artikel

Die Artikel-Übersicht auf GameStar.de mit Previews, Hintergrund-Berichten, Reports, Kolumnen, Interviews, Kinofilm-Kritiken und mehr.
Seite 1 2 3 4

Report: Sackgasse 3D-Grafik | Seite 4

Wo bleibt die nächste Grafik-Revolution?

Falsches Ziel

Sackgasse 3D-Grafik : Arma 2 setzt auf realistische Grafik, ist aber durch den hohen Detailgrad auf kleinen Monitoren kaum spielbar. Arma 2 setzt auf realistische Grafik, ist aber durch den hohen Detailgrad auf kleinen Monitoren kaum spielbar. Vielen Entwicklern gibt zudem zu denken, dass ein Spiel auch ohne zeitgemäße Grafiktechnologie hochgradig erfolgreich sein kann. Die Marschrichtung für den Massenmarkt gibt Blizzard vor. Mit World of Warcraft hat das Erfolgsunternehmen bewiesen, dass ein charakteristischer Stil zeitlos sein kann und wenig Rechenkraft verlangt. Immerhin läuft das Online- Rollenspiel sogar auf manchen Netbooks und wird so der immer weiter auseinanderklaffenden Leistungsschere bei den PCs gerecht. Mit sporadischen Schönheitskorrekturen hält Blizzard das Spiel trotzdem frisch.

»Wir haben ein technisches Plateau erreicht, jetzt beginnt die Suche nach Stil«, meint Andre Weißflog. Andere Firmen folgen dem Trend, wie Dice mit Mirror’s Edge und verabschieden sich von der klassischsten Grafik-Zielsetzung überhaupt, vom Fotorealismus. Erst vor wenigen Wochen verwarf der Brothers in Arms- Entwickler Gearbox den realistischen Grundton von Borderlands und wechselte für das Actionspiel in Richtung Comic-Look.

Welche Probleme der Fotorealismus aufwirft, zeigt aktuell die Militärsimulation Arma 2. Darin sehen die Umgebungen bei Tag in einigen Situationen täuschend echt aus. Gleichzeitig wird der realitätsbetonende Taktik-Shooter ohne Hilfsanzeigen fast unspielbar. Denn der Detailgrad ist im wahrsten Sinne des Wortes überwältigend, und die Entwickler können die eingeschränkte Wahrnehmung, die sich zwangsläufig aus dem Blick auf einen Monitor ergibt, nicht ausgleichen.

Ferne Hoffnung

Sackgasse 3D-Grafik : Parabellum setzt um den Netzcode nicht zu überlasten nur auf zerstörbare Deckungen. Parabellum setzt um den Netzcode nicht zu überlasten nur auf zerstörbare Deckungen. Die gefühlte Stagnation der 3D-Grafik wird noch einige Zeit anhalten, wohl mindestens solange, bis die nächste Konsolengeneration erscheint. »Und auch dann wird der Sprung nicht mehr so offensichtlich sein, wie wir es von früheren Technikwechseln gewohnt sind«, glaubt Dag Frommhold. Trotzdem steht fest: Die Grafik wird immer besser werden, auch weil die Entwickler auf alternative Ressourcen zugreifen. »Jeder Fahrzeughersteller baut seine Autos heute in 3D-Programmen. Noch können wir diese Daten nicht 1:1 für Spiele übernehmen, dafür sind sie zu komplex.

Aber das wird sich bald ändern«, versichert Thomas Schleischitz vom Grafik-Spezialisten Rabcat. Kleine 3D-Objekte werden zudem immer seltener komplett von Hand am Computer gebaut, sondern per Laser eingescannt. »Außerdem kaufen sich die Entwicklerteams vermehrt die Rechte an ganzen Asset-Sammlungen, um Kosten zu senken«, so Schleichschitz.

Echte Wogen

Sackgasse 3D-Grafik : Wasser in Crysis von Crytek. Wasser in Crysis von Crytek. Der größte Hoffnungsträger für Grafikfans heißt DirectX 11, und das aus vielen Gründen. Die nächste Generation von Mircosofts Technik-Schnittstelle wird den Spiele-Programmierern nicht nur neue Möglichkeiten liefern, um 3D-Modelle dank dynamischer Polygonerweiterung noch detaillreicher darzustellen. DirectX 11 soll endlich auch einheitliche Routinen für Physikberechnungen auf den Prozessoren der Grafikkarten liefern, denn »während sich die Texturqualität und die Effekte über die letzten zwei Jahrzehnte drastisch verbessert haben, hinkt die glaubwürdige Physikdarstellung noch deutlich hinterher«, urteilt Tony Tamasi, Vizepräsident im Bereich Technologie und Anwendungen bei Nvidia.

Als Hardware- Anbieter hat der Grafikkartenhersteller ein nachvollziehbares Interesse an möglichst aufwändig berechneten Spielewelten. Und optische Qualität ist beim Computerspiel eben nicht nur eine Frage von hohen Auflösungen und Polygonzahlen, sondern auch von Interaktionsmöglichkeiten. Eine der wichtigsten Grafik-Revolutionen wird uns vielleicht genau dort erwarten, wo wir seit Crysis nicht mehr viel Neues gesehen haben: beim Wasser. »Bei der Darstellung von Flüssigkeiten wird sich noch einiges tun«, sagt Crytek-Mitbegründer Cevat Yerli und meint damit auch deren physikalisch korrekte Simulation. Der Branchenkenner weiß: »Es gibt Ansätze für einen ganz großen Technologiesprung. Der ist zwar meiner Meinung nach noch ein gutes Stück entfernt, so etwa zwei bis drei Jahre, und ich weiß auch nicht genau, wie er aussehen wird. Aber glaubt mir: Da kommt noch einiges auf euch zu!«

Diesen Artikel:   Kommentieren (57) | Drucken | E-Mail
FACEBOOK:
TWITTER:
 
WEITERE NETZE: Weitersagen
Sagen Sie Ihre Meinung (» alle Kommentare)
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten!
» Zum Login

Sie sind noch nicht in der GameStar-Community angemeldet?
» Zur kostenlosen Anmeldung
Erster Beitrag  |  » Neuester Beitrag
1 2 3 ... 6 weiter »
Avatar kruemel184
kruemel184
#1 | 19. Jun 2009, 10:56
wie mal wieder die news fehlt ^^
rate (4)  |  rate (55)
Avatar Necrol
Necrol
#2 | 19. Jun 2009, 11:25
Netter Bericht, sollte man den ganzen "Die Scheiß Konsolen"-schreiern mal zukommen lassen ;)
rate (33)  |  rate (104)
Avatar PbVeritas
PbVeritas
#3 | 19. Jun 2009, 11:54
Das Stopp-Schild passt ja gerade recht gut^^
rate (62)  |  rate (2)
Avatar squieky
squieky
#4 | 19. Jun 2009, 12:00
Vergesst die Grafik, gebt uns KI.
Besonders im Strategie Sektor ist das was geboten wird einfach ein Witz.
Da müssen Cheats her weil die KI nicht nachkommt :/
rate (158)  |  rate (3)
Avatar NickHaflinger
NickHaflinger
#5 | 19. Jun 2009, 12:05
Ich habe gerade erst Crysis und Crysis Warhead gespielt. An der Grafik muss eigentlich nichts mehr gemacht werden. Wie schon gesagt könnte die KI besser sein und noch mehr Physikeffekte eingebaut werden. Vor allem aber sollte Crytek mal jemanden einstellen, der Geschichten erzählen kann, das fehlt den Spielen nämlich ganz gewaltig. Deus Ex konnte das doch auch schon. In dieser Hinsicht begeistert war ich zuletzt von Mass Effect und Fallout 3, die zwar beide ein mieses Rollenspielsystem als Basis haben aber tolle Geschichten erzählen.
rate (157)  |  rate (7)
Avatar GothofCookie
GothofCookie
#6 | 19. Jun 2009, 12:21
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar Husl
Husl
#7 | 19. Jun 2009, 12:22
Guter Artikel!

Ich persönlich finde es auf der einen Seite ein bisschen Schade, dass die sich die Branche im technischen Bereich nur schleichend weiterentwickelt (da ich zumindest ein wenig ein Technikfreak bin mich der Fortschritt begeistert), aber im Endeffekt zählt für mich als Gamer nur der Spielspaß. Und was hilft mir ein wunderschönes FarCry2, wenn ich es nach 3 Stunden wiederverkaufe und eine Runde DotA zocke, obwohl die WC3 Grafik mittlerweile absolut grottig (aber funktionell!) ist?
rate (23)  |  rate (2)
Avatar Weingeist
Weingeist
#8 | 19. Jun 2009, 12:39
Ich ziehe guten Content auch der Grafik vor.
Wobei ich glaube die Konsolen könnte von der Texturschärfe einiges nachziehen, wenn zB. MS erlauben würde Games auf der Festplatte zu installieren. DVD sind einfach zu langsam um solche Texturmengen schnell genug laden zu können. Der Herr Carmack von Id hat da ein gutes Interview zum Thema gegeben.

http://www.gametrailers.com/video/quake-co n-08-id-software/37903

Bei Mintue 02:00

Eines der besten Interview zu xbox und ps3.
rate (7)  |  rate (11)
Avatar Dementor
Dementor
#9 | 19. Jun 2009, 12:45
Ich bin auch für graphische Revolution. Versteht das jetzt nicht falsch, Graphik ist nicht alles, jedoch ist sie genau wie bei der Partnerwahl das erste was man sieht.
Was wohl noch unterschätzt wird, ist der Sound. Kaum jemand wird ein Sennheiser 7.1 Soundsystem haben, dennoch wünsche ich mir bessere Implementierung dieses wichtigen Elementes. Stalker und FEAR währen ohne der grandiosen Soundkulisse Schrott wert.
Dann darf es auch nicht an KI fehlen und eine schlecht erzählte Geschichte kann auch das beste Spektakel zerstören.

So viel zu den Singleplayerspielen. Denn was zählt Story in einem Spiel wie Counterstrike oder Unrealtournament? Da zählt Gameplay, Sound und vor allem Graphik. Warum die Graphik so wichtig ist? Weil es zur Zeit für mich das einzige Element ist, was diese ganzen MP-only Games noch unterscheidet. Gameplay wird von Mods ausreichend geliefert und Sound ist letzten Endes eine Frage der Leveldesigner (und somit auch von den Mods).

Am Ende sitze ich hier an meinem Arbeitslaptop mit einer 8400G m 128mb und kann gerade so Source Spiele zocken. Zum Glück funktioniert LegacyDoom einwandfrei auf meinem Vista, da krieg ich auch noch >30fps bei maximalen Details ;)
rate (57)  |  rate (7)
Avatar HOT
HOT
#10 | 19. Jun 2009, 12:53
Der Artikel ist echt ziemlich blöde - die ganze Herangehensweise ist ziemlich falsch. Die 3D-Grafik leidet nicht unter DX10 oder zu wenig Verbesserungen, sondern schlicht und ergreifend daran, dass wir jetzt schon seit Jahren an dem scheiss 32-Bit-Limit hängen. Damit werden Grafiktreiber limitert, es kann nicht mehr als 512MB VRAM sinnvoll genutzt werden, die Texturgrössen sind limitiert, die Feinheit der Geometrie ist limitiert usw usw. Mit dem Fall dieser Grenzen und der Möglichkeit 2GB VRAM und 8GB RAM zu nutzen ist ein erheblicher Sprung drin, der jetzt kaum zu ermessen ist. Dank der 32Bit Grenze ist der PC zur Konsole geworden, weil er am gleichen Speicherlimit leidet. Das wird sich aber ändern, langsam aber bestimmt.
rate (40)  |  rate (44)
1 2 3 ... 6 weiter »


PROMOTION
 
top Top
Suchen
GAMEPRO MEDIA © IDG Entertainment Media GmbH - alle Rechte vorbehalten GAMEPRO MEDIA