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| Dienstag, 09.02.2010 Specials - Spiele-Specials Emsdetten und die "Killerspiele" Am Montag, den 20. November 2006 betrat der 18jährige Sebastian B. gegen 9:30 Uhr die Geschwister-Scholl-Realschule in Emsdetten, verletzte mit Rauchbomben und Schusswaffen 36 Personen und tötete sich anschließend selbst. Wenn ein Vorfall von solchem Schrecken geschieht, dann beginnen in den Deutschlands Redaktionen drei Suchen: Die nach den Fakten, die nach den Gründen -- und die nach der Schlagzeile, die beides am griffigsten zusammenfasst. Man kann das so lösen, wie es die Münchener Abendzeitung auf ihrer heutigen Titelseite getan hat: »Er liebte Killerspiele und hasste die Welt«. Man sagt dann aber weniger über die Motive des Täters als über die Erklärungsreflexe zeitgetriebener Medien, die Computerspielen nach wie vor ratlos gegenüber stehen.
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