Special: Die 10 coolsten Level | Seite 6
GameStar stellt zehn Klassiker vor
The Elder Scrolls 4: Oblivion
Ins Gemälde kommen wir leichter hinein als hinaus.
» Zum Video: Ausschnitt aus »Zusammenstoß mit dem Tod«
Der Pinsel birgt ein Geheimnis. Davon ahnen wir freilich nichts, als wir in Cheydinhals Gassen erste Gerüchte über einen verschwundenen Künstler hören. Seit zwei Tagen ist der Maler Rythe Lythandas wie vom Erdboden verschluckt. Wir versprechen, den Pinselschwinger zu finden, und nehmen dessen Werkstätte in Augenschein. Dabei fällt uns ein ungewöhnlich echt wirkendes Naturbild auf. Wir berühren das Gemälde und stehen plötzlich in einer Welt aus Farbtupfern, über uns leuchtet der Himmel wie in einem impressionistischen Gemälde.
So beginnt eine der ungewöhnlichsten Nebenquests des Rollenspiel-Genres – »Zusammenstoß mit dem Tod«. In der englischen Originalfassung von Oblivion heißt die Mission treffender: »A Brush with Death«. Der »Brush« wird in der wörtlichen Übersetzung zum Pinsel. Und mit dem hat Rythe die Waldlandschaft gezeichnet, in der wir jetzt stehen. Ein paar Meter voraus wartet der Wunderkünstler mit schlechten Neuigkeiten auf uns: Ein Dieb hat sein Malgerät geklaut, und ohne das magische Arbeitsutensil führt kein Weg zurück in die reale Welt.
Die Trolle reagieren empfindlich auf Terpentin-Klingen. Also ziehen wir die terpentingetränkte Klinge, kämpfen uns an ölfarbenen Trollen vorbei und finden den Dieb auf einer Lichtung – tot. Da waren die Trolle wohl schneller. Wir schnappen uns den Pinsel, den der arme Tropf noch bei sich hat, und lassen Ryhte ein Ausgangsportal kritzeln. Wenige Sekunden später stehen wir wieder in dem engen Künstlerstudio und blicken auf das Bild – und einen Level, der einfache technische wie spielerische Variationen mit viel Liebe für Geschichten verbindet.
Oblivion - Zusammenstoß mit dem Tod
Entwickler: Bethesda
Genre: Rollenspiel
Jahr: 2006