Terminator: Future Shock

Noch bevor id Software seinen ersten echten 3D-Shooter veröffentlichte und lange vor Halo und Battlefield schickte uns Bethesda (Elder Scrolls, Fallout 3) mit dem Ego-Shooter Terminator: Future Shock in die düstere Zukunft der Maschinen. Und hier gab es echte 3D-Gegner und -Umgebungen, benutzbare Fahrzeuge, riesige Levels und betretbare Gebäude. So beeindruckend sich diese Liste liest: Future Shock blieb größtenteils unbeachtet. Eines der besten Endzeit-Spiele ist der ungemein stimmungsvolle Ballertitel trotzdem.

Future Shock war der erste Ego-Shooter in dem wir uns frei umgesehen haben; heute der Standard in allen Shootern. Und es gab einiges zu sehen, denn die futuristische Welt des Terminator-Spiels war zwar zerstört aber auch sehr detailreich. In den weitläufigen Levels gabt es überall Häuserruinen, die wir nach nützlichen Waffen und anderem Nachschub durchsuchten. Denn nur wer ein durchschlagskräftiges Arsenal dabei hat, kann gegen die Maschinen von Skynet bestehen. Und das Computernetzwerk schickt uns nicht nur Terminatoren hinterher, sonder auch Walker, Hunter/Killer und andere Drohnen. Die schleichen sich besonders gern von hinten an. Die detaillierte Soundkulisse sorgt dabei regelmäßig für Gänsehaut-Atmoshäre und Angstschweiß.

Während die meisten Endzeit-Spiele viel Freiheit bei der Auslegung des postapokalyptischen Settings haben, war Future Shock durch die Terminator-Lizenz eingeschränkt, weil die Spieler aus den Filmen wussten, was sie erwarten durften. Doch Bethesda hat die Herausforderung bewältigt und liefert in dem Spiel zahlreiche beeindruckend echt wirkende Weltuntergangs-Szenen, von einem halb zerstörten Hotel über Schulbusse, die in strahlenverseuchten Schluchten liegen bis zu einem Abschnitt, in dem wir einen bewaffneten Jeep über und unter die Überreste einer amerikanischen Stadtautobahn fahren.

Terminator: Future Shock