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Special: E3 2012-Gespräch

Trends und Luftblasen

Gemeinsam mit den Kollegen unserer Schwestermagazine Krawall und Onlinewelten lästern wir über die E3 2012, Gewalt und Doppelbildschirme.

Von GameStar Redaktion |

Datum: 11.06.2012


Zum Thema » Die E3 2012 Alle Bilder, Videos & Artikel » Expert Talks zur E3 2012 Fünf Sondersendungen zur Messe Wenn in Los Angeles die Abendsonne hinter den Smogbergen versinkt, versammeln sich unsere E3-Fahrer am Hotelpool und plaudern über die Trend und Erkenntnisse der Messe. Mit dabei sind natürlich die Chefredakteure: Michael Trier von GameStar und GamePro, André Peschke von unserem Schwestermagazin Krawall und Michael Günther von unserem zweiten Schwestermagazin Onlinewelten.

Inmitten Chefredakteursherde mischt zudem noch Tobias Veltin mit, Redakteur bei GamePro. Gemeinsam plaudert die Runde über die Enttäuschungen und Highlights der E3 2012, aber auch über übertriebene Gewaltdarstellung, den Trend zum Call of Duty-Szenario und die wundersame Bildschirm-Vermehrung bei den Konsolen.

Krawall und Onlinewelten
Unsere beiden Schwestermagazine Krawall und Onlinewelten gehören wie GameStar und GamePro zu IDG Entertainment. Wer also wissen möchte, was unsere große IDG-Familie noch so alles macht, sollte mal bei den Kollegen reinschnuppern!

E3 2012 - Impressionen
Unser E3-Team von links nach rechts: Michael Günther (OW), David Bhulapatna, Tobias Veltin, Daniel Matschijewsky, Michael Trier (alle GS). Nicht im Bild: André Peschke (Krawall)

Enttäuschungen und Highlights

André Peschke: Ich stelle mal eine Meinung in den Raum und danach halte ich nur noch das Diktiergerät, okay? Also: Ich bin von der E3 in diesem Jahr ein wenig enttäuscht. Sie war so ... vorhersehbar. Ging euch das auch so?

Michael Günther: Ich war überrascht davon, wie wenig Nintendo abgeliefert hat. Als sie dieses Vorab-Video angekündigt haben, da dachte ich: »Okay. Entweder es wird der Knaller, oder sie wollen wenigstens noch ein paar Artikel für sich retten, bevor sie gar keiner mehr wahrnimmt.« Letzteres traf zu. Für mich steht Nintendo zurzeit wirklich hinten in der Schlange.

Tobias Veltin: Für mich ist es ja erst die zweite E3. Im vergangenen Jahr war ich noch ganz aufgeregt und dachte: »Boah, die größte Videospielmesse der Welt! Juhu!«. Da war ich dann schon ernüchtert, weil das Ding kaum größer ist, als die Gamescom. Nur nicht so voll. Das schöne ist halt, dass hier immer noch die meisten Neuvorstellungen passieren. Ich stimme aber zu, die Spielabläufe ähneln sich inzwischen doch sehr oft.

Aber man hat zwischendrin immer noch die Highlights. Heute hab ich zum Beispiel Lego City: Undercover . Das hatte einfach diese kindliche Freude. Da konnte man mit seinen Lego-Männchen einfach in einer großen Stadt herumlaufen und Spaß haben. Aber hauptsächlich ist es eher Arbeit, bisher.

Michael Günther: An der Stelle würde ich noch South Park: The Stick of Truth einwerfen. Das Spiel ist wirklich großartig. Ich bin ein Fan der Serie und es ist wirklich, als würde man direkt in einer Episode mitspielen. Das Spiel sticht auch einfach extrem heraus, aus der Masse.

South Park: Der Stab der Wahrheit
Unser Paladin Butters grillt mit der Macht seines heiligen Hammers diese Mitglieder der Gangaufsicht.

Michael Trier: Ich bin mit niedrigen Erwartungen gekommen und wurde nicht enttäuscht. Ein paar von den Pressekonferenzen fand ich ganz ergiebig. Ubisofts Watchdogs zum Beispiel fand ich überraschend und beeindruckend.

Michael Günther: Dem möchte ich beidem übrigens gleich voll zustimmen. Vor allem finde ich es umso beeindruckender, dass zu einem großen Titel wie Watch Dogs tatsächlich im Vorfeld nichts durchgesickert ist. Das gibt es ja kaum noch. Umgekehrt haben sich erstaunlich viele Gerüchte als falsch erwiesen oder sind zumindest nicht wahr geworden. Sony hat keinen »Cloud Service« gekauft, es gab nicht mal eine Andeutung neuer Konsolen und so weiter.

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Avatar DrProof
DrProof
#1 | 11. Jun 2012, 12:12
" »Close Range« von »The Onion«"
ist aber nen Fake oder !
Wenn nicht dann:
"I don't want to live on this planet anymore"
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Avatar UrielVentris
UrielVentris
#2 | 11. Jun 2012, 12:19
Zitat von DrProof:
" »Close Range« von »The Onion«"
ist aber nen Fake oder !
Wenn nicht dann:
"I dont want to live on this planet anymore"


Das ist Satire in ihrer offensichtlichsten Form.

Freut mich aber, dass ich nicht der einzige deutsche bin, der die Seite kennt. :]
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Avatar itisalive
itisalive
#3 | 11. Jun 2012, 12:20
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar Mondlicht
Mondlicht
#4 | 11. Jun 2012, 12:23
Die "große Inovation" gibts doch schon seit Jahren nicht mehr.
Alles wird immer mehr zum Einheitsbrei, der von aufgeblähten PR-Maschinen bis in den Himmer gehypet wird, damit es nur ja viele Spiele den Schrott kaufen. Am Ende des Jahres zählt nur mehr die Bilanz, die Dividende und Boni. Der Mut, abseits des Mainstreams etwas zu versuchen, kann man schon mit der Lupe suchen.

Aber was soll man schon groß erwarten, wenn sich kaum mehr eine Handvoll Unternehmen den Markt teilen.
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Avatar captain_drink
captain_drink
#5 | 11. Jun 2012, 12:28
Auf der einen Seite beschwert man sich, dass alle Spiele zu Call Of Duty werden, auf der anderen Seite vergibt man dafür jährlich Höchstnoten. Dass das eine mit dem anderen zusammenhängt, kommt niemanden in den Sinn.
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Avatar UrielVentris
UrielVentris
#6 | 11. Jun 2012, 12:36
Zitat von Mondlicht:

Alles wird immer mehr zum Einheitsbrei, der von aufgeblähten PR-Maschinen bis in den Himmer gehypet wird, damit es nur ja viele Spiele den Schrott kaufen. Am Ende des Jahres zählt nur mehr die Bilanz, die Dividende und Boni. Der Mut, abseits des Mainstreams etwas zu versuchen, kann man schon mit der Lupe suchen.



Spieleentwicklung ist in den letzten 15~ Jahren halt zu einem teuren Geschäft geworden, und AAA Projekte kosten ihre Millionen an Dollarn. Ist es so verwerflich, in der freien Marktwirtschaft, den Kunden das zu bieten, was sie wollen. Und der Hauptkundenkreis besteht halt eben aus Casuals, die keine Innovation sondern Aktion für zwischendurch wollen, egal wie uns "Core Spielern" das nun gefällt oder nicht. Ist halt nicht wirklich die Schuld der Publisher, nach den Gesetzen des Marktes zu handeln.

Edit: @#7 Mondlicht: Les dir meinen Post nochmal durch und du findest die Antwort.
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Avatar Mondlicht
Mondlicht
#7 | 11. Jun 2012, 13:02
Zitat von UrielVentris:


Spieleentwicklung ist in den letzten 15~ Jahren halt zu einem teuren Geschäft geworden, und AAA Projekte kosten ihre Millionen an Dollarn. Ist es so verwerflich, in der freien Marktwirtschaft, den Kunden das zu bieten, was sie wollen. Und der Hauptkundenkreis besteht halt eben aus Casuals, die keine Innovation sondern Aktion für zwischendurch wollen, egal wie uns "Core Spielern" das nun gefällt oder nicht. Ist halt nicht wirklich die Schuld der Publisher, nach den Gesetzen des Marktes zu handeln.

Ist es also meine Schuld, dass mir die Spiele-Äquivalente von McDonalds und PizzaHut zum Hals raushängen und ich Heißhunger auf richtiges Essen habe?
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Avatar Hirogen
Hirogen
#8 | 11. Jun 2012, 13:35
haha... auf dem Bild 4 steht "just dance 4"... und ich hab "just bang 4" gelesen xD ...
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Avatar hujfredo
hujfredo
#9 | 11. Jun 2012, 13:40
Zitat von Hirogen:
haha... auf dem Bild 4 steht "just dance 4"... und ich hab "just bang 4" gelesen xD ...

wie witzig ...
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Avatar Forsti 13
Forsti 13
#10 | 11. Jun 2012, 14:40
Sehr schöner Artikel und sehr gute, konstruktive Disskusion. Ich würde mir sowas nach jedem Event wünschen. (also auch nach der Gamescom z.B.)
Ich kann den Herren jedenfalls in allen Punkten zustimmen. Wobei ich der Meinung bin, dass man die extreme Gewaltdarstellung einfach nur wegen dem amerikanischen Raum gewählt hat. Bei der Gamescom wird es wahrscheinlich weit unblutiger zugehen.
Das alle Spiele immer ähnlicher werden haben die Trailer leider sehr deutlich gezeigt. Zwar haben sich da auch einige (zum Glück) dagegengestemmt und tolle Innovationen präsentiert. Aber viele andere, alte Serien hingegen wurden ihrer Seele beraubt. Dead Space 3 und Splinter Cell: Blacklist sind für mich die erschreckendsten Beispiele.
Wobei ich die CoD und Gears of War Nachmacher schlimmer finde, als die Uncharted Nachmacher. Nicht weil ich die zwei Ersten weniger mag, sondern weil es einfach viel mehr von denen gibt. Die Uncharted Spielmechanik wurde noch nicht wirklich kopiert. Da tut mir das noch nicht weh. Aber von CoD und Gears of War Klonen wimmelt es ja mittlerweile nur so. Das ist wie früher mit den WW2 Spielen. Irgendwann ist die Schmerzgrenze überschritten.
Insgesamt hoffe ich, dass sich das wirklich wieder ändern wird, sobald die neue Konsolengeneration da ist. Es hat einfach viel zu lange gedauert bis die Neuen fertig waren. Das hat weder der Spielevielfalt, noch der Technik oder gar den Konsolenherstellern gut getan.

@captain_drink

Zitat von captain_drink:
Auf der einen Seite beschwert man sich, dass alle Spiele zu Call Of Duty werden, auf der anderen Seite vergibt man dafür jährlich Höchstnoten. Dass das eine mit dem anderen zusammenhängt, kommt niemanden in den Sinn.


Höchstnoten? Das letze CoD hat eine 82% bekommen. Das ist keine Höchstnote mehr.
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