Zum Thema » Die E3 2012 Alle Bilder, Videos & Artikel » Expert Talks zur E3 2012 Fünf Sondersendungen zur Messe Wenn in Los Angeles die Abendsonne hinter den Smogbergen versinkt, versammeln sich unsere E3-Fahrer am Hotelpool und plaudern über die Trend und Erkenntnisse der Messe. Mit dabei sind natürlich die Chefredakteure: Michael Trier von GameStar und GamePro, André Peschke von unserem Schwestermagazin Krawall und Michael Günther von unserem zweiten Schwestermagazin Onlinewelten.

Inmitten Chefredakteursherde mischt zudem noch Tobias Veltin mit, Redakteur bei GamePro. Gemeinsam plaudert die Runde über die Enttäuschungen und Highlights der E3 2012, aber auch über übertriebene Gewaltdarstellung, den Trend zum Call of Duty-Szenario und die wundersame Bildschirm-Vermehrung bei den Konsolen.

Krawall und Onlinewelten
Unsere beiden Schwestermagazine Krawall und Onlinewelten gehören wie GameStar und GamePro zu IDG Entertainment. Wer also wissen möchte, was unsere große IDG-Familie noch so alles macht, sollte mal bei den Kollegen reinschnuppern!

E3 2012 - Impressionen
Unser E3-Team von links nach rechts: Michael Günther (OW), David Bhulapatna, Tobias Veltin, Daniel Matschijewsky, Michael Trier (alle GS). Nicht im Bild: André Peschke (Krawall)

Enttäuschungen und Highlights

André Peschke: Ich stelle mal eine Meinung in den Raum und danach halte ich nur noch das Diktiergerät, okay? Also: Ich bin von der E3 in diesem Jahr ein wenig enttäuscht. Sie war so ... vorhersehbar. Ging euch das auch so?

Michael Günther: Ich war überrascht davon, wie wenig Nintendo abgeliefert hat. Als sie dieses Vorab-Video angekündigt haben, da dachte ich: »Okay. Entweder es wird der Knaller, oder sie wollen wenigstens noch ein paar Artikel für sich retten, bevor sie gar keiner mehr wahrnimmt.« Letzteres traf zu. Für mich steht Nintendo zurzeit wirklich hinten in der Schlange.

Tobias Veltin: Für mich ist es ja erst die zweite E3. Im vergangenen Jahr war ich noch ganz aufgeregt und dachte: »Boah, die größte Videospielmesse der Welt! Juhu!«. Da war ich dann schon ernüchtert, weil das Ding kaum größer ist, als die Gamescom. Nur nicht so voll. Das schöne ist halt, dass hier immer noch die meisten Neuvorstellungen passieren. Ich stimme aber zu, die Spielabläufe ähneln sich inzwischen doch sehr oft.

Aber man hat zwischendrin immer noch die Highlights. Heute hab ich zum Beispiel Lego City: Undercover . Das hatte einfach diese kindliche Freude. Da konnte man mit seinen Lego-Männchen einfach in einer großen Stadt herumlaufen und Spaß haben. Aber hauptsächlich ist es eher Arbeit, bisher.

Michael Günther: An der Stelle würde ich noch South Park: The Stick of Truth einwerfen. Das Spiel ist wirklich großartig. Ich bin ein Fan der Serie und es ist wirklich, als würde man direkt in einer Episode mitspielen. Das Spiel sticht auch einfach extrem heraus, aus der Masse.

South Park: Der Stab der Wahrheit
Unser Paladin Butters grillt mit der Macht seines heiligen Hammers diese Mitglieder der Gangaufsicht.

Michael Trier: Ich bin mit niedrigen Erwartungen gekommen und wurde nicht enttäuscht. Ein paar von den Pressekonferenzen fand ich ganz ergiebig. Ubisofts Watchdogs zum Beispiel fand ich überraschend und beeindruckend.

Michael Günther: Dem möchte ich beidem übrigens gleich voll zustimmen. Vor allem finde ich es umso beeindruckender, dass zu einem großen Titel wie Watch Dogs tatsächlich im Vorfeld nichts durchgesickert ist. Das gibt es ja kaum noch. Umgekehrt haben sich erstaunlich viele Gerüchte als falsch erwiesen oder sind zumindest nicht wahr geworden. Sony hat keinen »Cloud Service« gekauft, es gab nicht mal eine Andeutung neuer Konsolen und so weiter.