Pokémon Go : Mit dem Poke Radar kann man sich angeblich alle Fundorte in Pokémon Go anzeigen lassen. Mit dem Poke Radar kann man sich angeblich alle Fundorte in Pokémon Go anzeigen lassen.

Die App Poke Rader will eine der größten Fragen der Menschheit lösen: Wo fange ich welches Pokémon in Pokémon Go am besten? Fundorte sind im Netz ein großes Thema, genauso wie die Jagd nach seltenen Pokémon - mittlerweile ist der spektakuläre Launch von Pokémon Go ein Weilchen her, viele Spieler haben die Nase voll von Rattfratz, Rattikarl und Hornliu und streben nach mehr, sogar Mewtu, Zapdos oder Lavados.

Das Problem an der Sache: Die Fundorte der Pokémon bleiben nicht statisch, ändern sich in regelmäßigen Intervallen, werden durch PokéStops und Lockmodule beeinflusst. So wird die Jagd rasch zur gefühlten Glückssache. Der Poke Radar soll das ändern - also schauen wir uns mal an, was hinter der magischen App steckt.

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Poke Radar - Pokémon in der Nähe finden

Der Poke Radar ist gegenwärtig für iOS und auf dem Desktop als App verfügbar, die Android-Version soll allerdings zeitnah erscheinen. Alle Versionen haben im Moment mit extremem Traffic und den daraus folgenden Serverproblemen zu kämpfen, die Entwickler haben nicht mit diesem Sturm an Anfragen gerechnet, arbeiten aber laut eigenen Angaben daran.

Im Prinzip funktioniert der Poke Radar wie Google Maps - man kann die Standort-Abfrage aktivieren oder manuell suchen und kriegt dann in einer Umgebungskarte angezeigt, wo überall Pokémon stecken. Das sieht für München beispielsweise etwa so aus:

Pokémon Go : Poke Radar: In München gibt's einen ganzen Haufen wilder Pokémon zu fangen

Poke Radar: Ganz München...
Poke Radar: In München gibt's einen ganzen Haufen wilder Pokémon zu fangen

Die App funktioniert dabei durch ihre Spieler. Jeder Trainer kann eine Position markieren und festsetzen, welche Pokémon er dort gefunden hat. Und ja: Das können Trolle natürlich ausnutzen, um Quatsch in die Welt zu setzen. Aber dafür gibt's ein handliches Rating-System. Jede Location kann bewertet und jeder Tipp wie bei Ebay für seine Zuverlässigkeit gelobt werden. Man sollte also mit ein bisschen Köpfchen an die Sache herangehen: Wenn derselbe Typ ganz München mit Mewtu-Fundorte vollpflastert, ist er wahrscheinlich ein Betrüger. Und man will schließlich nicht der Tor sein, der dem Tor folgt. Schauen wir mal, ob das Ding auch hält, was es verspricht.

Poke Radar - Wir testen ihn

Wir wären keine ernstzunehmenden Spielejournalisten, wenn wir nicht bereit wären, mittags mit dem Handy vor der Nase durch unsere Nachbarschaft zu laufen, weil wir für ein Experiment Jugong und Kingler suchen. Um den Poke Radar zu testen, haben wir uns eine prominente Position in unserer Nähe ausgesucht - einen PokeStop an der U-Bahn-Station »Westend« und sind mit dem Smartphone losgezogen.

Der Zielort ist eine unscheinbare Skulptur direkt vor einer Seriorenresidenz in direkter Nähe zur Haltestelle. Wir haben alle umliegenden Straßen abgesucht, sind jedem Blätterrascheln nachgegangen und haben sorgfältig die Pokémon-Liste studiert. Das Ergebnis: Kein Glück. Weder Kingler, noch Jugong tauchen an der angezeigten Position auf, nur die Standard-Monsterchen Rattfratz, Taubsi und Co. Wir fragen einen anderen Trainer, der zufällig vorbeiläuft (kaum zu glauben, wie viele Leute Pokémon Go spielen), und auch der findet keine guten Pokémon.

Pokémon Go : Dieses Ziel peilen wir an.

Poke Radar im Test: Das Ziel
Dieses Ziel peilen wir an.

Das heißt allerdings nicht, dass die App nicht funktioniert. Ganz im Gegenteil: Viele Leute berichten weltweit begeistert darüber, dass das Programm ihnen die Arbeit erleichtert. Unser Fehler war ein anderer: Die Angaben zu Kingler und Jugong sind um 02:00 Uhr in der Nacht eingetragen worden, unsere Pirsch fand hingegen um 12 Uhr mittags statt. Man muss auf jeden Fall bedenken, dass die Positionen der Monsterchen nicht statisch sind und sich in regelmäßigen Intervallen ändern.

Außerdem befindet sich die App noch im Aufbau, gerade in Deutschland - die Karten werden in den nächsten Wochen mit Sicherheit deutlich voller. Oh, und die App gemeinsam mit Pokémon Go zu starten, frisst natürlich extrem viel Akku - hier ist es wichtiger denn je, einige Tipps zum Stromsparen zu beachten.

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