Wen interessiert's? :

Unnützes Wissen lohnt sich. Nicht nur, weil man damit angeben kann, sondern weil hinter fast jedem Gaming-Thema oder Spiel eine kuriose, spannende oder interessante Geschichte steckt, die man als Spieler oft nur teilweise oder sogar gar nicht mitbekommt.

Unser neues Format Wen interessiert's? pickt sich deshalb jeden Mittwoch eine solche Geschichte raus und präsentiert sie in 15 handlichen Fakten. Den Anfang macht passend zum PlayStation Meeting Sonys geschichtsträchtige Konsole mit diesen 15 Dingen, die Sie (wahrscheinlich) noch nicht wussten. Kennen Sie selbst noch kuriose Anekdoten zu Spiele-Themen oder haben Sie ein interessantes Thema für uns? Lassen Sie es uns wissen!

Der große PlayStation-Rückblick: Was bisher geschah

1. Ein missglückter Deal

Sony und Nintendo wollten eigentlich gemeinsam eine Konsole entwickeln - genauer gesagt ein Disk-Peripherie für für das SNES, um den Speicherplatz zu erhöhen. Sony durfte parallel aber an einer eigenen Konsole arbeiten, die in der Lage sein würde, zukünftige SNES-Titel abzuspielen. Dieser Einfluss auf den Markt war Nintendo dann aber wohl doch zu groß, einen Tag nach der Enthüllung der Nintendo PlayStation, ließ man den Deal platzen und wendete sich stattdessen an Philipps. Letztendlich wurde aber auch der Philipps-Deal eingestampft und Sony entwickelte seine eigene Konsole: die erste PlayStation.

2. Mehr als ein Button

Die Button-Symbole auf dem Controller sind nicht zufällig gewählt worden: Das Dreieck steht für die Blickrichtung des Spieler, das Viereck für ein Stück Papier, also ein Dokument oder ein Menü und das »X« und der Kreis für »Ja« und »Nein«, mit den entsprechenden Farben. Das sollte Entwicklern beim Design ihrer Spiele helfen. In Japan ist die Bedeutung der beiden Antwort-Knöpfe übrigens vertauscht, was in manchen Spielen für Verwirrung sorgt.

3. Playstation Speziale

Mit der Net Yaroze erschien 1997 eine spezielle Variante der PlayStation. Als Promotion-Aktion mit besonderer Software sollte sie junge Hobby-Programmierer motivieren, Spiele für die Konsole zu entwickeln. Der Preis betrug 750 Dollar.

Nintendo PlayStation (Fotos: Dan Diebold)

4. Endlose Weiten

Das blaue Logo der PlayStation 2 auf schwarzem Hintergrund hat tatsächlich eine Bedeutung: Die blaue Schrift symbolisiert die Erde umgeben von der Schwärze des Weltalls.

5. Mehr als eine Konsole

Wer wollte, konnte die Playstation 2 sogar als Heimcomputer verwenden - mit der Unterstützung von Sony. Es gab ein offizielles Linux-Installations-Kit mit Betriebssystem, 40-GB-Festplatte, Ethernet-Adapter und sogar Maus und Tastatur).

6. Streaming auf der PS2

Tatsächlich war Streaming auf der PS2 möglich, allerdings nur in Brasilien. Dort konnten Spieler eine spezielle Netflix-Disc (kein Scherz) erwerben, die das Streamen von Filmen und Fernsehshows noch vor der PlayStation 3 möglich machte.

7. Die Bedeutung der Türme

Wer sich an den Startbildschirm der PlayStation 2 erinnert, dem kommen vermutlich auch die weißen Türme darauf in den Sinn. Und die waren tatsächlich mehr als Deko: Die Konsole hat hier in Echtzeit die Speicherdaten von der Memory Card des Spielers gerendert und als Türme dargestellt.

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8. Nomen est omen

Die PlayStation 2 war so erfolgreich, dass der Brite Dan Holmes seinen Namen offiziell in PlayStation 2 ändern durfte. Sein zweiter Wunsch wurde dafür nicht anerkannt: Er hatte den Antrag gestellt seine Lieblingskonsole auch gleich heiraten zu dürfen.

9. Seltsame Werbespots mit Botschaft

Manch einer erinnert sich vielleicht an die eigenartigen Werbespots für die PS2. Die ergaben auf den ersten Blick wenig Sinn, sollten aber eine tiefere Botschaft vermittelt: Erdacht wurden die kurzen Clips von niemand geringerem als David Lynch (Twin Peaks), der die PS2 als Tor zu einer anderen Welt, dem »Third Place« etablieren sollte, der alle Erwartungen übersteigt. Das lassen wir mal so stehen.

Sony PlayStation VR

10. Ein langes Leben

Die PS2 ist die wohl langlebigste Konsole der Welt: Noch 2014, also bereits zum Release der PlayStation 4, wurden die beiden letzten offiziellen PS2-Spiele veröffentlicht. Zur Freude von Sportfans - dabei handelte es sich nämlich um PES 2014 und Fifa 14.

11. Playstation-Man

Bei ihrer Enthüllung wurde das Logo der PlayStation 3 kritisiert: Es sollte zu sehr dem Schriftzug des Spiderman-Films von 2002 ähneln.

12. Ein Interview bitte!

Kevin Butler machte als fiktiver Sony-Mitarbeiter lange Werbung für die PlayStation und war dabei so überzeugend, dass sogar Interviews mit ihm gefordert wurden. Blöd nur, dass das PlayStation-Gesicht gar nicht wirklich existierte.

13. Wenn das Halo wüsste

Nach jahrelanger treuer Arbeit an Halo, wendete sich der Entwickler Bungie für Destiny auch der PlayStation zu. Und nicht nur das: Auch das Design des PlayStation-4-Controllers haben wir zumindest teilweise den Halo-Erfindern zu verdanken, die Teil des Entwickler-Teams waren.

14. Für immer vereint

Jede PS4 trägt noch einen zweiten Namen: Kazuya Sakakihara. Wer das ist, fragen Sie sich? Der ehemals bei Sony angestellte Software-Ingenieur wird tatsächlich namentlich mitten in den Daten des Betriebssystems der Konsole erwähnt, und das völlig unverschlüsselt - allerdings falsch geschrieben. Ob es sich dabei um Absicht oder ein Versehen handelt, ist nicht bekannt.

15. Zurück zu den Anfängen

Zum 20-jährigen Jubiläum der Playstation brachte Sony ein PS4-Modell im Look der ersten PlayStation heraus, limitiert auf 12.300 Exemplare. Auf der standardmäßig 500 GB großen Festplatte der PS4 hätten übrigens alle 1.500 PS-One-Titel Platz, die zwischen 1995 und 2004 in den USA veröffentlicht wurden.

Wie alles begann: Das ist die erste Konsole der Welt

Infamous: Second Son
Auch im dritten Teil der PlayStation-exklusiven Superhelden-Reihe erkunden wir wieder eine offene urbane Spielwelt und setzen allerlei Superkräfte ein, um Gegner aus dem Weg zu räumen. Der neue Protagonist in Infamous: Second Son namens Delsin Rowe gerät mit der Organisation D.U.P. aneinander, die Personen mit übermenschlichen Fähigkeiten als Bio-Terroristen brandmarkt, jagt und einsperrt.

Abhängig von unseren Entscheidungen entwickelt sich Delsin entweder zum Helden oder zum Schurken von Seattle, was sich wiederum auf die Reaktionen der Bürger und anderer Mutanten auswirkt - von letzteren erhält er außerdem neue Kräfte. Und auch wenn spielerisch fast alles an die Vorgänger erinnert, bildet das altbewährte Gameplay zusammen mit der grandiosen Grafik ein sehr gelungenes Gesamtpaket.