Special: A Mystical Land
Handwerk hat spaßigen Boden
Insektenkunde, eine sprechende Bogenschützen-Zielscheibe und eine merkwürdige Audiotour: Das Fantasy-Online-Rollenspiel A Mystic al Land nimmt sich selbst nicht ganz ernst – und macht deshalb erst recht Spaß. Grund genug es im Free2Play-Sommer vorzustellen.
Von
Martin Deppe
|
Datum:
21.07.2011
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Gameplay und Trailer zum Spiel
Interessanter Ansatz:
A Mystical Land
nennt sich selbst zwar Browserspiel, ist aber eigentlich gar keines. Denn nach dem Spielstart saugt das Fantasy-Epos jede Menge Leveldaten aus dem Internet – und belegt schließlich fast so viel Festplattenplatz wie ein Client-Titel.
Technisch ist das vielleicht nicht brillant, allerdings hat A Mystical Land einen ganz eigenen Stil, der sich optisch am besten als Mix aus
Battlefield Heroes
und
Siedler 7
beschreiben lässt. Und tatsächlich fühlen wir uns schnell als Wuselsiedler, denn A Mystical Land hat ein riesiges Handwerker-System in petto.
Szenario und Spielprinzip
Krieger oder Priester, Jäger oder Zauberer, Männchen oder Weibchen? Die Charakterwahl ist bei A Mystical Land nicht gerade ausufernd. Und wo andere Spiele von der Sommersprossenfärbung bis zum Dreifachkinn exzessives Styling anbieten, geht’s hier ebenfalls bescheiden zu: Haarfarbe, eine Handvoll Frisuren, ein paar Gesichtsbausteine, fertig. Aber das macht nichts, denn die Stärken liegen hier ganz woanders – dazu gleich mehr.
A Mystical Land beginnt wie viele andere Online-Rollenspiele auch. Wir steuern mit den WASD-Tasten (alternativ per Linksklick ins Gelände), quatschen mit Questgebern, hauen Monster um, sammeln Beute und so weiter. Obwohl vieles haargenau wie in anderen Spielen funktioniert, machen schon die ersten Tutorialmissionen Laune: Wir werden auf den Arm genommen, müssen NPCs davon überzeugen, dass es in der Gruppe wirklich sicherer ist als alleine, wir müssen einen Test über das Gelernte bestehen und erleben, wie die Fluchduelle von Monkey Island verhohnepiepelt werden.
Aber auch nach den ersten Aufgaben geht es so cool weiter. Ein Bürger zeigt uns zum Beispiel ganz stolz das Sightseeing-„Audiosystem“ seiner Fantasy-Stadt. Als wir nachfragen, warum überall nur Schilder mit Texten stehen, aber nix von einem Audiosystem zu sehen sei, erklärt er lapidar: „Die Leute lesen sich die Schilder immer laut durch. Also ist es ein Audiosystem“. An anderer Stelle können wir eine Bogenschützen-Zielscheibe ansprechen. Weil sie ein verzauberter Mensch ist, dem wir helfen sollen. Doch als wir ihn befreien wollen, klemmt der Reisverschluss der Stoffverkleidung, wir müssen erst einen Schmiermitteltrank brauen.