A Story About My Uncle - PC
Action-Adventure  |  Release: 28. Mai 2014  |   Publisher: Coffee Stain Studios
11 von 11 Leser fanden diese Rezension hilfreich

Leser-Rezension zu A Story About My Uncle

Mausakrobatik, Frustmomente...

Von jacosia-sky |

Datum: 23.02.2015 | zuletzt geändert: 27.02.2015, 17:58 Uhr


 ...und..Wo ist eigentlich Fred!?

 

Titel

 

 

Kurzum? Kein Spiel für Jedermann und dennoch gelungen.

 

 

Worum geht es?

Auf dem Weg in eine fantastische Welt spielen wir den namenlosen jungen Neffen von Onkel Frederick Gable, kurz Fred, um ihn auf ein Abenteuer zu begleiten und ihn letztendlich überhaupt erst zu suchen. Das Besondere an diesem Spiel ist, dass die Spielmomente von der inneren Stimme des zu steuernden Charakters erzählt werden, da uns gegenwärtig unsere kleine Tochter um eine Gutenachtgeschichte gebeten hat. In guter Erinnerung an ein gemeinsames Abenteuer mit unserem Onkel fällt es uns nicht schwer ihr diesen Wunsch zu erfüllen. Aufbauend auf die Erinnerungen begeben wir uns in eine bunte, unwirkliche und irreale Welt.

 

Der Einstieg

Das Spiel nimmt uns kurz an die Hand, um uns klar zu machen, was uns die nächsten 5 Spielstunden erwartet. Einfache und anormal hohe Sprünge, ein Enterhaken der mittels Energieseil gesteuert wird und die Möglichkeit im späteren Spielverlauf kurze Flüge zu absolvieren, gehören von nun an zum Spielgeschehen. Ermöglicht wird  uns dies durch ein zuvor angelegten 'Abenteueranzug', der die reale Welt mit der Übernatürlichen vermischt. Alsbald machen wir uns auf die Reise, die mit einer seltsamen Konstruktion von Onkel Fred beginnt.

 

Der AbenteueranzugEnergieseil

Der Abenteueranzug / Energieseil

 

Bedarf es anfangs noch einer kurzen Eingewöhnungsphase, so hangeln wir uns schon bald von Stein zu Stein und von Plattform zu Plattform. Diese sind durch eigenartige Symbole gekennzeichnet, die ebenfalls erscheinen, wenn wir mit unserem Enterhaken auf etwas schießen. Die Symbole weisen uns den Weg und tragen entscheiden zum Hintergrund der Handlung bei. Weiteres verrate ich an dieser Stelle selbstverständlich nicht. In Sachen Gameplay klingt das auf Dauer vielleicht eintönig, ist es zum Teil auch. Nach einer gewissen Spielzeit mag eine bestimmte Monotonie aufkommen, die jedoch durch gekonnten Fähigkeitenwechsel und storyrelevante Spielunterbrechungen unterbunden wird. Diese Unterbrechungen finden in Form von Erzählungen aus der Sicht von unserem 'Ich' statt, Erzählungen, die wir unter anderem erst entdecken und dann durch einen 'Klick' auf verlorengegangene Objekte von Onkel Fred freischalten müssen. Aufgebaut ist es wie eine Art Schnitzeljagd. Auch finden wir des Öfteren Zettel an Wänden oder auf dem Boden - hier lohnt es sich diese näher zu betrachten und sich durchzulesen. Ist mal kein Hinweis zu finden, so unterhält uns Maddi, die uns die meiste Zeit begleitet. Maddi ist eine froschähnliche Figur, die uns im weiteren Spielverlauf hilft Dinge zu verstehen. Unter anderem unterstützt sie uns dabei Schriften zu dechiffrieren, um uns vor lauernden Gefahren zu warnen. Eine schöne Abwechslung, die uns anfangs nicht gegeben ist.

 

Maddi

Das ist Maddi

 

Die Spielwelt

Die Welt um uns herum wirkt unbeweglich und detailarm. Der Weitblick, die Lichter und die liebevolle Umsetzung der vielen kleinen Orte lassen jedoch darüber hinwegsehen. Die funkelnden Lichter und Kristalle  bewegen einen das ein oder andere Mal dazu, staunend rundum zu schauen. Interessant wirkt das Setting auch dadurch, dass wir uns zum Teil in luftiger Höhe (Ihr werdet Augen machen) befinden und uns dem Sternenhimmel so nahe wie selten fühlen. Im weiteren Spielverlauf stoßen wir auf ein paar nicht näher erwähnenswerte NPC's. Diese wirken eher blass, hölzern und lassen es an Mimik vermissen.

Alles in Allem ist das Umfeld schick und originell gestaltet worden, jedoch wäre hier Luft nach oben gewesen. Für einen Platformer ist es aber durchaus gelungen. Durch die oft artistischen Spielverläufe fallen die teils matschigen Texturen nicht weiter ins Gewicht und man kann sich dessen ungeachtet in die Welt hineinfühlen.

 

Spielwelt-01Spielwelt-02

Die Spielwelt

 

Mausakrobatik und Frustmomente

Puuh. Was soll ich sagen?...'Jetzt aber!...NEIN...Jetzt aber!...Wieder nichts...Aber jetzt!!...NEEEEIN!. Oft erging es mir so. 'Ich muss da doch irgendwie rüber kommen...Der Weg ist doch eindeutig!' Angesichts der Geschwindigkeit, die wir mit unserem Anzug erreichen und dem Einsatz des Enterhakens,während des Fluges, ist es vielmals ein Graus sich durch die einzelnen Level-Abschnitte zu hangeln. 8-9 Versuche waren da keine Seltenheit. Seltsamerweise wollte ich das Spiel nie beenden, ganz im Gegenteil. Es hat mich insofern motiviert, als dass ich doch kurz vor dem Erreichen der nächsten Plattform/Ebene eine Möglichkeit sah, sie über einen anderen Weg zu erreichen. Zudem wollte ich das Spiel am Stück durchspielen, um den Spielfluss nicht zu verlieren - ich wusste um die kurze Spielzeit. Ja, ich hatte ein paar Frustmomente, jedoch haben mich diese nur um so mehr angespornt. Bringen solche Momente den einen oder anderen Gamer eventuell schneller in Wallung, muss vielleicht der Controller daran glauben :) . Dieser ist im Übrigen nicht zu empfehlen, da ich mir nicht vorstellen kann, mit ihm die zu fixierenden Ziele in der Bewegung und in der Luft treffen zu können. Ich zumindest könnte das nicht. Tastatur und Maus sind das Nonplusultra.

 

Schlucht

Unter anderem dürfen wir uns entlang dieser Schluchten hangeln

 

Einstellungsmöglichkeiten

Davon gibt es nicht Viele. Sie sind aber auch nicht von Nöten. Wesentliches, wie Texturqualität, Detaillevel, VSync und Antialiasing sind gegeben - die Auflösung sowieso. Mehr verlange ich von einem derartigem Spiel auch nicht. Dass das Sichtfeld editierbar ist, sehe ich als Dreingabe. Performanceprobleme sollten selbst ältere Rechner mit diesem Spiel nicht haben. Alles auf Maximum eingestellt + 8x MSAA brachte mein ca. 3 Jahre alter Rechner (nur die GraKa ist etwas neuer) locker auf den Bildschirm, sodass ich mich sogar dazu hinreißen ließ den Nvidia internen DSR-Faktor um das 2,25 Fache zu erhöhen. Kein Problem! Ein fein sauber programmiertes Spiel.

 

Einstellungen-01

Einstellungen-02

Die Einstellungsmöglichkeiten

 

Fazit

Eher selten kommt es vor, dass ich Momente im Spiel habe, an denen ich verzweifle, deren Eindeutigkeit sich mir nicht erschließt und auf die ich gut und gerne verzichten möchte. Vielleicht ist es aber auch einfach nur die alte Schule ein Spiel knackig, herausfordernd, gar zum Teil schwer und undurchsichtig zu gestalten. Vielleicht werde ich auch einfach nur alt, meine Reaktionen lassen nach und die Erinnerungen an vergangene Abende verblassen. Abende mit Kumpels vor einem kleinen Fernseher, die uns durchaus vor viel schwierigere Situationen in den damaligen Spielen brachten. Nach 'A Story about my Uncle' habe ich mich an jene verflossenen Nächte zurück erinnert und musste mir selbst eingestehen, wie fantastisch diese doch waren! Ich hoffe es werden weitere 10 Jahre verstreichen und dann kommt das Spiel, welches mich erneut in diese Zeit zurückversetzt und mir derlei alte Gedanken erneut zurück bringt. Ein schönes Gefühl!

 

'A Story about my Uncle' war mal etwas anderes. Nicht überaus schwer, aber durchaus fordernd. Wer sich an matschigen Texturen, die irgendwie zum Spiel passen, einer teils statischen Umgebung und wiederkehrenden Bewegungsmustern nicht stört, für den ist dieses kurze und gut erzählte Jump'n Run allemal eine Empfehlung. Sicherlich ist es für den ein oder anderen erwähnenswert, dass man nach dem Spielende, alle Level erneut spielen kann um gewisse zeitliche Vorgaben zu knacken. 

Man hat ein gut konzipiertes Spiel vor sich, das nicht dem oft anfallenden Einheitsbrei entspricht. Im Ganzen kann ich diesen Titel empfehlen, gerade auch der Story zu liebe. Denn hat man einmal angefangen, lässt einen die Frage 'Wo ist Fred?' nicht mehr los und man ist dahingehend dazu geneigt dieses herauszufinden.

 

'A Story about my Uncle', ein delikat, origineller Titel mit gut erzählter Handlung und einem Storyende zum dahin schwelgen...

 

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weitere Eindrücke

 

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Wertung:

72/100 » alle Rezensionen von jacosia-sky (3)

Screenshots zu A Story About My Uncle

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Pro & Contra

  • gute Story
  • schickes Setting
  • gute 'Erzählstimme'
  • interessante Mechanik
  • guter Sound
  • Wiederspielwert (Zielzeit)
  • oft wiederholende Spielelemente
  • zum Teil matschige Texturen
  • detailarme Umgebung und doch schick

Zusätzliche Angaben

Schwierigkeitsgradeher schwer
Bugs im SpielNein
Bisher im Spiel
verbrachte Zeit
Mehr als 5, weniger als 10 Stunden

11 von 11 Leser fanden diese Rezension hilfreich

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Avatar Rem Tilak
Rem Tilak
#1 | 23. Feb 2015, 21:20
Vielen Dank für diese sehr leserliche Rezension.
Das hast du wirklich gut hinbekommen. Weiter so! :-)
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Avatar z0km0nk
z0km0nk
#2 | 26. Feb 2015, 15:34
Fands auch sehr spaßig, aber ich hatte statt Frust eher das Gefühl es hätte schwerer sein können.

Annähernd vergleichbar ist da noch Deadcore eventuell.
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Avatar Cd-Labs: Radon Project
Cd-Labs: Radon Project
#3 | 26. Feb 2015, 23:38
Hab es gern gespielt, aber würde dennoch ähnlich werten---übrigens ein Zeichen dafür, dass das Wertungssystem nicht aufgeht, denn es wäre von meiner Seite dennoch eine Empfehlung!


Zitat von z0km0nk:
Fands auch sehr spaßig, aber ich hatte statt Frust eher das Gefühl es hätte schwerer sein können.

Annähernd vergleichbar ist da noch Deadcore eventuell.

Frust kann am Ende nur deshalb aufkommen, weil man vorher kaum gefordert wurde---manche sind aber gegen solche "negativen Effekte" immun, daher wirkt für die dann das gesamte Spiel recht leicht...
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Avatar Firewind
Firewind
#4 | 27. Feb 2015, 00:14
Glückwunsch zum Lesertest der Woche! :-)
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Avatar jacosia-sky
jacosia-sky
#5 | 27. Feb 2015, 10:53
Zitat von z0km0nk:
Fands auch sehr spaßig, aber ich hatte statt Frust eher das Gefühl es hätte schwerer sein können.

Annähernd vergleichbar ist da noch Deadcore eventuell.


Spoiler!




Kommt ja auf jeden Spielertyp einzeln an denke ich, aber du musst schon zugeben, dass beispielsweise die Szene mit den sich bewegenden schwebenden Würfeln in der Eisebene nicht ohne sind oder? :)
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Avatar jacosia-sky
jacosia-sky
#6 | 27. Feb 2015, 10:57
Zitat von Firewind:
Glückwunsch zum Lesertest der Woche! :-)


Vielen Dank!
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Avatar aHCoS
aHCoS
#7 | 27. Feb 2015, 15:13
Ich bewundere deinen Mut, einen Artikel zu veröffentlichen, und ziehe meinen Hut vor deinem Arbeitseinsatz.

Dennoch: Schwacher Ausdruck, teils eklatante Grammtikfehler, falsche Zeichensetzung, Rechtschreibfehler. Man spürt deine Leidenschaft für das Spiel, aber lass das nächste Mal vielleicht einfach mal jemanden Korrektur lesen :)

Aber lass dich davon nicht entmutigen - Schreiben ist ein Handwerk und erfordert viel Hingabe und Zeit. Einfach weiter machen. Korrektur lesen zu lassen ist aber selbst für Profis in meinen Augen verpflichtend.

Edit: Nur um das noch mal zu relativieren: selbst der große Martin Deppe hatte in seinem Text über GOG mindestens einen dicken Anfängerfehler drin.
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Avatar Ryuzaki
Ryuzaki
#8 | 02. Mär 2015, 10:21
Glückwunsch zum Beitrag der Woche. Weiter so. :-)

Grüße
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1

Leser-Rezensionen
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Mausakrobatik, Frustmomente...
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Details zu A Story About My Uncle

Cover zu A Story About My Uncle
Plattform: PC
Genre Action
Untergenre: Action-Adventure
Release D: 28. Mai 2014
Publisher: Coffee Stain Studios
Entwickler: Gone North Games
Webseite: http://gonenorthgames.com/game...
USK: keine Angabe
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 923 von 7101 in: PC-Spiele
Platz 131 von 1757 in: PC-Spiele | Action | Action-Adventure
 
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