Age of Empires Online in der Vorschau
Das freut auch Solisten
Trotz des »Online« im Titel bietet Microsofts Age of Empire Online auch beste Singleplayer-Unterhaltung, ganz im Geiste der Echtzeit-Strategie-Vorgänger. Und das kostenlos.
Von
Michael Orth
|
Datum:
10.05.2011
Zum Thema
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Test des Vorgängers
Ein im Comic-Stil gezeichneter Spartaner, der auf einem Felsvorsprung steht: Dieses magere Bildchen war im Juli 2010 das erste, was es vom neuen Projekt von Robot Entertainment zu sehen gab. Selbst den Spielenamen wollte das Team, das hauptsächlich aus Ex-Ensemble-Mitarbeitern besteht, noch nicht bekannt geben. Bestätigt wurde nur, dass es sich tatsächlich um das
Age of Empires
-Universum handelt.
Da schossen die Spekulationen natürlich ins Kraut. Skeptiker fürchteten einen Casual-Games-Abklatsch für soziale Netzwerke, Optimisten hofften auf einen echten Vollpreis-Nachfolger der berühmten Strategie-Serie. Schon kurz darauf wurde klar: Beim auf der Gamescom 2010 offiziell als
Age of Empires Online
vorgestellten Neuling liegt die Wahrheit in der Mitte. Es handelt sich um vollwertige Echtzeit-Strategie, die den Geist der alten Teile wieder aufleben lässt, gleichzeitig aber um eine Online-Welt und Free2Play-Elemente erweitert.
Auf online getrimmt
Zumindest das Online-System dürfte zu einigen Diskussionen führen. Einerseits bekommt das klassische Spielprinzip nun einen funktionierenden Community-Unterbau. Man loggt sich also ein, chattet ein wenig, verabredet sich zu Multiplayer-Partien oder fordert als »Party« andere Grüppchen heraus. Und wenn kein Schlagabtausch zustande kommt, treibt man eben seine Singleplayer-Karriere voran oder handelt ein wenig mit Rohstoffen, Gebäuden und anderen Gütern. Der Ansatz der persistenten Welt ist insgesamt durchaus gelungen.
Andererseits kommt der Multiplayer-Part kraftlos rüber. Etwas Richtung MMO sollte man eh nicht erwarten, aber Partien mit maximal zwei gegen zwei Spielern sind doch etwas arg bieder und 15 Jahre nach Warcraft 2 kein wirklich neues Spielerlebnis mehr.
Hauptspiel kostenlos
Das Bezahlmodell ist im Groben bereits bekannt, die letzten Feinheiten (sowie die zu zahlenden Preise) will Microsoft Ende Mai bekannt geben. Fest steht soweit nur: Age of Empires Online ist im Prinzip ein Freeware-Spiel mit der Qualität und auch dem Umfang eines Vollpreis-Titels.
Das Volk der Ägypter.
Zwei zum Start verfügbare Völker sollen frei zugänglich sein und jeweils zig Stunden Spielspaß garantieren. Die Griechen waren in der Beta bereits voll spielbar, die Ägypter hat Microsoft gegenüber einer früheren Version dagegen wieder gesperrt. Über eine dritte, später hinzukommende und ebenfalls kostenlose dritte Fraktion sind noch keine Details bekannt.
Monatliche Gebühren oder oft verhasstes Micropayment wird es nicht geben, stattdessen kann man drei verschiedene Arten von Erweiterungspaketen erwerben:
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Die »Premium Civilization«-Packs ähneln dem, was man von den üblichen Free2Play-Browserspielen her kennt: Mehr und bessere Ausrüstung, besondere Gegenstände, zusätzliche Truppentypen, genauer konfigurierbare Multiplayer-Matches, den kompletten Technologiebaum samt Spezialfähigkeiten, und und und.
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Die »Booster Packs« wiederum entsprechen typischem DLC: Sie versprechen hauptsächlich neue, thematisch zusammenhängende Missionen und Missionsarten. Als erster Booster Pack ist Defense of Crete angekündigt. Hier werden vor allem Verteidigungsschlachten zum Schutz der errichteten Weltwunder gefochten.
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Als dritte Sorte sollen die »Vanity Packs« mit besonderen historischen Gebäuden und Items für eine individuelle Verschönerung der eigenen Hauptstadt sorgen. Was es mit dieser Hauptstadt genau auf sich hat, darauf kommen wir gleich noch zurück.