Zum Thema » Anno Online Debüt-Trailer ansehen » Die Anno-Serie Galerie: Alle Spiele der Aufbaureihe Anno Online ab 3,95 € bei Amazon.de Endlich geschafft: Unsere Anno-Siedlung hat mehr als 1.000 Einwohner! Für Spieler von Anno 1404 oder Anno 2070 klingt das nach einer Tutorial-Aufgabe, in Anno Online haben wir dafür jedoch fast eine Woche benötigt. Denn Anno Online ist ein Browsergame. Und Browsergame-Spieler benötigen vor allem eines: Geduld. Also haben wir uns ganz geduldig in den geschlossenen Betatest von Anno Online gestürzt, um ein paar erste Eindrücke zu sammeln.

Der allererste Eindruck stimmt schon mal: Ja, das ist auch im Browser noch ein echtes Anno. Zwar vermissen wir die anfängliche Inselsuche mit einem Segelschiff, ansonsten ist aber alles da, wo es hingehört – bzw. wo wir es platzieren: Holzfäller, Fischerhütte, die ersten Bauernhäuser, ein Marktplatz. Und wir vergessen tatsächlich schnell, dass wir gerade ein Browsergame spielen.

Denn Anno Online verbindet auf enorm charmante Art die Pixel-Optik von Anno 1602 und Anno 1503 mit dem Grafikstil und der Architektur von Anno 1404. Zwar sind Gebäude und Einwohner weitaus spärlicher animiert als bei den großen Brüdern, dennoch fühlen wir uns sofort zuhause. Anno Online gehört ganz klar zu den derzeit schönsten Browsergames.

Anno Online
Ganz herausgezoomt: Alle Spieler haben die gleiche Startinsel. Im Osten haben wir vor zwei Monaten mit der Bebauung angefangen. Nach mehreren Umbauten ist das Stadtzentrum jetzt im Westen. Den Norden müssen wir noch freispielen.

Auch der zweite Eindruck passt: Denn die Spielmechanik bleibt größtenteils unangetastet. Wir platzieren Gebäude und erfüllen mit immer komplexer werdenden Produktionsketten die immer anspruchsvolleren Bedürfnisse unserer Untertanen, um aus unserem anfänglichen Bauernweiler schließlich eine prunkvolle Patrizierstadt zu basteln. Das ganze allerdings in Zeitlupe.

Zwar haben die Entwickler dankenswerterweise darauf verzichtet uns beim Gebäudebau warten zu lassen, bei der Rohstoffproduktion sieht das aber bedeutend anders aus. So benötigt ein Holzfäller bei maximaler Effizienz genau 100 Sekunden, um eine Holz-Ressource zu produzieren. Für die Aufwertung eines Bauerhauses auf die Bürgerstufe benötigen wir allerdings 60 Holz. Da heißt es entweder warten oder im (noch nicht aktivierten) Shop Rohstoffe gegen Echtgeld kaufen. Wie in anderen Browser-Strategiespielen eben auch.

Anno Online : Unsere Landwirtschaft am Siedlungsrand: Bei voller Auslastung benötigt unserer Bäcker fast zwei Minuten pro Brot. Unsere Landwirtschaft am Siedlungsrand: Bei voller Auslastung benötigt unserer Bäcker fast zwei Minuten pro Brot. Wer Anno Online genauso spielen möchte wie die großen Brüder, wird spätestens ab der Bürger-Stufe verzweifelt auf die gewohnte Beschleunigungstaste hämmern, nur um noch verzweifelter festzustellen, dass – logischerweise – nichts passiert. Wer Anno Online jedoch genauso spielt wie andere Browsergames, nämlich alle paar Stunden ein paar Minuten, hat schon in der Closed Beta jede Menge Spaß. Denn der strategische Anspruch stimmt schon jetzt, für eine effiziente Siedlung müssen wir richtig schön vorausschauend planen und auch immer mal wieder umdisponieren.

Was uns derzeit – also auf Bürgerstufe – aber noch fehlt: Handel und der Kontakt mit anderen Mitspielern. Aktuell erkennen wir nur am Chatfenster, dass wir hier ein MMO spielen. Ansonsten agieren wir völlig allein. Auch beim Anspruch scheinen die Entwickler noch die richtige Balance zu suchen. Als wir unsere erste Partie begannen, lief die Siedlung fast von allein, solange wir die Aufgaben sorgfältig abarbeiteten.

Dann erhöhten die Entwickler plötzlich derart den Rohstoffverbrauch, dass wir unsere Siedlung mehr oder weniger in die Tonne treten konnten. Dies übernahmen dann die Entwickler für uns, indem sie alle Spieler wieder auf Null setzten. Selbst für eine Closed Beta ist das eine ungewöhnlich radikale Maßnahme.
Dass wir deswegen jedoch nur ein kleines bisschen grummelig waren und sofort wieder von vorn angefangen haben, zeigt jedoch, dass Anno Online definitiv ein enormes Potenzial hat – auch für diejenigen, die normalerweise keine Browsergames spielen.