Arcania: A Gothic Tale in der Vorschau | Seite 5
Es gibt noch viel zu tun
Viel zu bunt?
Solchen Farbreichtum sind Gothic-Veteranen von ihrer Serie bislang nicht gewohnt. Das sorgt für Kontroversen.
Das Interface der E3-Version präsentiert sich – so es denn final sein sollte – aufgeräumt und zweckmäßig. Neben der Minikarte in der oberen rechten Ecke hilft der serientypische Kompass unten links bei der Orientierung. In der Mitte des unteren Bildrands liegt eine Leiste mit zehn Schnellzugriffsfächern. Rechts daneben führen Knöpfe zu den Charaktereigenschaften und Talentbäumen. Drei Balken zeigen den Stand der Lebensenergie, der Ausdauer und des Manas.
In den eindrucksvollen Burgen trifft der namenlose Held auch auf bekannte Figuren aus der Serie.
Das gibt auch einen guten Eindruck von dem, was in der Gothic- Gemeinde derzeit am kontroversesten diskutiert wird: der Grafikstil von Arcania. Denn der ist deutlich farbiger und freundlicher als von der Serie gewohnt. Bäume und Pflanzen leuchten sattgrün unter einem türkisfarbenen Himmel, an den traumhaften Strand rollt tiefblaues Meer, die Hauptstadt Setarrif mit wird überspannt von gelben Dächern. »Viel zu bunt!«, stöhnen die Traditionalisten. Einige Tage später veröffentlichte Jowood prompt weitere Screenshots, die zeigen sollen, dass Arcania auch diesig-düster aussehen kann. Schon mehrmals demonstriert wurde die schicke Regen-Physik des Spiels: Wenn der Himmel die Schleusen öffnet, bilden sich am Boden Pfützen und Rinnsale, die über Kanten fließen. Gut gefallen haben uns auch die Lichteffekte; wenn der Held den Feuerball-Zauber aktiviert, trägt er eine Lichtkugel in der Hand, die die Umgebung rötlich ausleuchtet und lange Schatten wirft. Ernüchterung allerdings, als der Held einen Eiszauber zückt: Der sieht genauso aus. Nur eben blau.