Assassin's Creed 3 - PC

Action-Adventure  |  Release: 22. November 2012  |   Publisher: Ubisoft
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Assassin's Creed 3 im Test | Seite 3

Auch auf dem PC ein Knüller

Das muss das Boot abkönnen!

Doch Connor ist nicht nur auf festem Boden unterwegs, sondern wagt sich erstmals in der Assassin’s Creed-Reihe auch an Bord riesiger Segelschiffe. Die dürfen wir sogar selbst durch das bildhübsche Wasser manövrieren, was Simulations-Puristen zwar nicht zufrieden stellen dürfte, aber trotzdem recht gut vermittelt, wie anspruchsvoll es ist, einen derart großen Pott bei ständig wechselndem Wind durch Untiefen zu steuern.

Assassin's Creed 3 : Die Seegefechte bringen frischen Wind in die Serie und machen viel Spaß. Die Seegefechte bringen frischen Wind in die Serie und machen viel Spaß.

Ein Höhepunkt des Spiels sind dabei sicherlich die Seeschlachten, die Ubisoft spektakulär in Szene setzt und die viel Fingerspitzengefühl erfordern. So müssen wir nicht nur darauf achten, im richtigen Winkel zum feindlichen Schiff zu fahren, sondern sollten beim Feuerbefehl auch die Flugzeit unserer Kanonenkugeln miteinberechnen. Nah genug an einem Kahn können wir den durch einen gezielten Einzelschuss auf das Munitionslager sogar in die Luft jagen – cool!

In gleich zwei Story-Missionen entern wir zudem die gegnerischen Schiffe und liefern uns an Deck knackige Fechtduelle, wie wir sie aus Piratenfilmen à la Fluch der Karibik kennen. Selbst die marinen Nebenmissionen hat Ubisoft mit abwechslungsreichen Aufgaben gewürzt. So eskortieren wir in nur einer Quest erst eine Handelsfregatte, manövrieren anschließend durch eine minenverseuchte Bucht und ballern zu guter Letzt ein englisches Fort kaputt.

Macken im Detail

Überhaupt weiß Ubisoft seinen aus den Vorgängern etablierten und nun dezent ausgebauten Mix aus Klettern, Schleichen und Kämpfen abermals hervorragend in spannende Missionen zu verpacken. Mit diversen Abers. Beispielsweise wechselt das Programm oft zu hektisch zwischen Filmsequenz und eigentlichem Spielgeschehen hin und her, stets unterbrochen durch kurze Ladepausen, die uns regelmäßig aus dem Geschehen reißen. Dialogszene, fünf Meter latschen, Dialogszene – das war in den Vorgängern zwar auch schon so, hätte man mittlerweile aber besser lösen können.

Assassin's Creed 3 : Der Wechsel zwischen Filmsequenz und eigentlichem Spiel ist oft etwas hektisch geraten. Der Wechsel zwischen Filmsequenz und eigentlichem Spiel ist oft etwas hektisch geraten. Zumal immer wieder derbe Anschlussfehler nerven. Da reiten wir bei Tag zum Questgeber, nur um nach einem unsanften Schnitt Connor dabei zu beobachten, wie er sein Ziel nachts und ohne Pferd erreicht. Zudem ist den Entwicklern so mancher logischer Patzer passiert. So sollen wir im Gefängnis von New York mit einem Häftling Mühle spielen, während der uns seinen Ausbruchsplan schildert, können den alles entscheidenden Stein aber erst setzen, wenn unser Gegenüber alles gesagt hat.

Damit nicht genug, wird Connor kurz darauf ins Loch geworfen, weil er dort – so behauptete es unser Mühle-Gegner – die beste Chance hat, auf den Gefängnisleiter zu treffen. Dass der den rettenden Zellenschlüssel bei sich trägt, mag zwar logisch sein. Nicht aber, dass der Mann minutenlang mit dem Rücken zu Connors Gittertür steht und sich deshalb problemlos beklauen lässt. Letzteres müssen wir im Story-Verlauf häufiger, und jedes Mal stellt es kein Problem dar, selbst wenn wir uns dem Opfer frontal nähern – das raubt dem Spiel nicht nur Atmosphäre, sondern auch Anspruch.

Einer gegen alle

Wo wir gerade beim Schwierigkeitsgrad sind: die Kämpfe, schon immer ein Sorgenkind der Serie, fallen auch diesmal nicht sonderlich anspruchsvoll aus. Zwar hat Ubisoft das Zeitfenster für einen Kontor merklich verkleinert, es ist aber nach wie vor ein Leichtes, selbst zwei Dutzend Gegner – einer nach dem anderen – mit nur einem Streich niederzustrecken.

Assassin's Creed 3 : Bei den axtschwingenden Grenadieren benötigen wir geschicktes Timing, sonst bekommen wir ihre Axt zu spüren. Davon abgesehen fallen die Kämpfe serientypisch aber recht anspruchslos aus. Bei den axtschwingenden Grenadieren benötigen wir geschicktes Timing, sonst bekommen wir ihre Axt zu spüren. Davon abgesehen fallen die Kämpfe serientypisch aber recht anspruchslos aus.

Immerhin müssen wir nun mehr noch als in den Vorgängern darauf achten, mit wem wir es zu tun bekommen. Offiziere etwa blocken Konter gern mal ab oder stoßen uns mit einer schmerzhaften Kopfnuss zurück, und wenn die bulligen Grenadiere ihre Breitaxt schwingen, ist man in dem Moment besser wo anders.

Abgesehen von den Kämpfen fordert Assassin’s Creed 3 aber selbst Serienkennern so manches ab. Vor allem die optionalen Missionsziele, durch die wir die so genannte volle Synchronität mit dem Animus erreichen, haben es in sich. Die kniffligen Siegbedingungen reichen von knüppelharten Zeitlimits über die Vorgabe, nicht entdeckt zu werden, bis hin zu Bossgegnern, die auf bestimmte Art ausgeschaltet werden sollen. Das motiviert enorm, aber auch nur den, der frustresistent ist und sein Gamepad nicht gleich beim ersten gescheiterten Versuch an die gegenüberliegende Wand pfeffert.

Assassin's Creed – Die Reihe im Überblick
Vom finsteren Mittelalter, über den Sezessionskrieg und die französische Revolution bis in die freibeuterverseuchte Karibik: Sämtliche Spiele aus Ubisofts berühmter Assassinen-Reihe haben wir hier aufgelistet.
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Avatar SizzlaKalonji1984
SizzlaKalonji1984
#1 | 20. Nov 2012, 18:06
Endlich . Der Test !!! AC ich komme :-) Das warten hat sich echt gelohnt. Ich freue mich so auf Donnerstag !!!
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Avatar coldtavi
coldtavi
#2 | 20. Nov 2012, 18:10
Sieht so aus als hätte sich die Wartezeit wieder gelohnt .
Ich liebe meinen PC .;)
LG
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Avatar Deathtrack999
Deathtrack999
#3 | 20. Nov 2012, 18:10
Schade, dass es wieder so einfache und spätestens nach der Hälfte des Spieles langweilige Kämpfe hat...
Ansonsten sicher gut geworden :)
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Avatar mister-meister
mister-meister
#4 | 20. Nov 2012, 18:19
Zumindest auf der Konsole fand ich es bis auf das Setting eher mau... ein Witz das das hier höher als Hitman bewertet wird... Ich bin beileibe kein AC.Gegner aber hätte mir mehr erwartet... Der beste Teil ist für mich immer noch Broderhood...
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Avatar Meerpony
Meerpony
#5 | 20. Nov 2012, 18:24
wird sowas von gekauft! :-D
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Avatar Hypnotize
Hypnotize
#6 | 20. Nov 2012, 18:32
Ich werde es mir wohl mal kaufen, wenn es unter 10 € kostet. Bisher fand ich die Reihe gut, aber mehr nicht. Nette Welt und gute Präsentation, aber Macken im Gameplay, Story und Charaktere.

Würde dem Spiel bestimmt weniger geben (ja ich kann das einschätzen), da ich den anderen Teilen auch schon eine niedrigere Wertung gegeben hätte. Aber wenn das Wertungssystem erst bei 50 anfängt, alles unter 80 schlecht ist und eine 90 nichts mehr besonderes, dann kann es ruhig 89 haben...
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Avatar grenzgäng
grenzgäng
#7 | 20. Nov 2012, 18:37
Damals Fan der Serie, jetzt herb enttäuscht.

Nichtnur, dass man immer- und immerwieder aus dem Spielfluss gerissen wird wenn sich die künstlich gestreckte Animus-Level einmischen (und extrem nerven!), nein:
Das eigentliche Spiel, dass AC ausmacht, nämlich das meucheln, das ausschalten bestimmter Zielpersonen fällt flach!

Das Spiel ist überladen mit lauter überflüssiger Fleissarbeit & dümmlichen "Missionen".
Worauf es aber eigentlich ankommt - und weshalb man sich AC überhaupt zulegt - ist das praktisch nicht vorhandene Meucheln von Zielpersonen!
Ja, in Superheldenmanier darf man tausende Gegner simpelsten Konterattacken plätten (ja, das sieht toll aus!). Aber wirklich Planen, bzw den Assassinen spielen, darf man nicht!

Wieso stopft man das Spiel dann so voll mit nervenden Fleissaufgaben ("Schätze" finden um sich Fässer !!! zu kaufen um die dann wieder zu verkaufen um sich dann Sofas zu kaufen um dann... whut?!).

Zu allem Überfluss wartet noch ein herrlich unbefriedigendes Ende auf den "Meuchelmörder"...


Was hat "Assassins Creed 3" nochmal mit "Assassin" zu tun?
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Avatar Mirome
Mirome
#8 | 20. Nov 2012, 18:37
Auf der Xbox hab ichs inzwischen durchgespielt und ich mochte es sehr. Vor allem das Szenario war nach drei "Ezio-Kapiteln" und in einer anderen Zeit wieder anders, auch Connor ist ein sehr gelungener Held, auch wenn mir Ezio immer noch ein Stück besser gefällt.

Ein paar Limitierungen waren allerdings komisch. Warum kann man quasi nur an bestimmten Bäumen hochklettern, die dafür ausgelegt sind? Ich hätte mir gewünscht, dass es da ein bisschen mehr Freiheit gibt und die Entwickler nicht "Vorsprünge" in die Bäume einbauen, an denen man hochklettern muss. War vielleicht von der Engine her nicht anders möglich, dennoch schade.

Außerdem muss ich sagen, dass ich mir das Ende besser vorgestellt hätte. Ich möchte hier nicht spoilern, aber ich hatte mir da ein bisschen was anderes vorgestellt.

Insgesamt ist das Spiel aber trotzdem sehr gut und kann mit Brotherhood und AC 2 locker mithalten.
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Avatar Gilad Pellaeon
Gilad Pellaeon
#9 | 20. Nov 2012, 18:38
Wenn ich schon sehe wie die Briten ihre Bajonette einsetzen... Soviel zur Authentizität des historischen Hintergrunds in welchem sich die Story bewegt...
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Avatar coldtavi
coldtavi
#10 | 20. Nov 2012, 18:40
Ich finde es ehrlich gesagt lustig wie Ubisoft vorher sagt : Ja wir werden uns nicht soviel mit der PC VErsion aufhalten ,am Ende aber trotzdem ein solider Port rauskommt .
Na ,ja mir soll es Recht sein besser als anders rum .
LG
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Details zu Assassin's Creed 3

Plattform: PC (PS3, Xbox 360, Wii U)
Genre Action
Untergenre: Action-Adventure
Release D: 22. November 2012
Publisher: Ubisoft
Entwickler: Ubisoft Montreal
Webseite: http://assassinscreed.ubi.com
USK: Freigegeben ab 16 Jahren
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 133 von 5752 in: PC-Spiele
Platz 19 von 1437 in: PC-Spiele | Action | Action-Adventure
 
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