Die spannende Geschichte von ASTA beginnt mit einem kurzen, aber rasant geschnittenen Introvideo. Darin erfahrt ihr von der Gottheit Arita und ihrem Vorhaben, an einen heiligen Ort namens Nirvana zurückzukehren. Wohl wissend, dass dies das»Ende des Himmels«bedeuten würde, dauert es jedoch nicht lange, bis sich ihr eine Gruppe erfahrener Krieger - auch die Acht Trigramme genannt - in den Weg stellt. Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt, den die Verteidiger von Nirvana letztendlich für sich entscheiden.

Unter anderem weil ihnen Causaris, Erschaffer der Acht Trigramme, im letzten Moment zur Seite steht. Doch Causaris fürchtet eine weitere Fehde dieser Art, und so entscheidet er sich, das heilige Land Samsara durch Magie-Einwirkung in zwei Welten aufzuteilen: Asu und Ora.

Gegen Ende des Clips folgt dann der entscheidende Hinweis für den Zuschauer. Wie's aussieht, seid ihr selbst einer der Konfliktteilnehmer. An sich eine sehr erhellende Erkenntnis. Blöd nur, dass ihr genau in diesem Moment - bedingt durch Causaris verheerende Magie-Attacke - kilometertief in die Tiefe stürzt und etwas später ohne jegliche Erinnerung an die vorangegangenen Ereignisse wieder aufwacht.

Die Mission ab diesem Zeitpunkt? Mehr über die eigene Vergangenheit erfahren und herausfinden, wie sich der anbahnende Krieg zwischen Asu und Ora vielleicht doch noch verhindern lässt.

ASTA: The War of Tears and Winds : Egal, ob Standardscherge oder dicke Brocken wie dieser Zwischenboss – das Gegnerdesign ist kunterbunt und äußerst abwechslungsreich. Egal, ob Standardscherge oder dicke Brocken wie dieser Zwischenboss – das Gegnerdesign ist kunterbunt und äußerst abwechslungsreich.

Der Charakter-Editor: Hauptsache einzigartig!

Der Dreh mit dem Gedächtnisschwund ist zwar nicht neu, wohl aber ein geschickter Kniff der Entwickler, um dem Beginn der Geschichte einen Charakter-Editor vorzuschalten. Und so viel vorweg: Der Figuren-Bastelkasten hat es in sich! Gesichtsausdruck, Frisur, Haarfarbe, Hauttönung, Make-up, Körpermasse - jedes noch so kleine Detail eures wahlweise männlichen und weiblichen Protagonisten lässt sich nach Lust und Laune maßschneidern. Ja, selbst die Länge der Fingernägel darf mit einem Schieberegler definiert werden.

Viel wichtiger als das Aussehen ist allerdings die Wahl von Rasse und Klasse. Je nachdem ob ihr euch anfangs für die Asu- oder Ora-Fraktion entscheidet, stehen nachfolgend jeweils drei Rassen zur Verfügung. Die Asu-treuen Tigerianer zum Beispiel sind eine Mischung aus Mensch und Bestie. Hungrig nach mentaler Stimulation, interessieren sie sich für eine Vielzahl von Aktivitäten, darunter das lautlose Meucheln.

ASTA: The War of Tears and Winds : Asu oder Ora? Welcher Fraktion ihr angehören möchtet, wird gleich zu Spielbeginn abgefragt – und nimmt großen Einfluss auf viele Faktoren der Handlung. Asu oder Ora? Welcher Fraktion ihr angehören möchtet, wird gleich zu Spielbeginn abgefragt – und nimmt großen Einfluss auf viele Faktoren der Handlung.

Heißt übertragen auf ihre Charakter-Statistiken: Recht niedrige Werte in den Bereichen Vitalität und Zauberkraft, dafür überdurchschnittliche Werte bei Angriffsstärke und kritischen Treffern. Ganz anders die Menschen: Hier halten sich die eben genannten Parameter komplett die Waage, sie sind deshalb die optimalen Allround-Talente.

Ihr teilt gerne viel aus und kämpft am liebsten an vorderster Front? Dann solltet ihr mit den hünenhaften Draconiern liebäugeln. Die gehörnten Haudegen bezeichnen sich gerne als Nachfahren des sagenumwobenen Saphirdrachens und lassen keine Gelegenheit aus, jede noch so gefährliche Herausforderung in Angriff zu nehmen. Allerdings nur als Krieger.

Wer sich als Asu-Anhänger als Heiler, Magier oder Schurke austoben will, muss als Mensch antreten. Bogenschützen wiederum sind sowohl bei Mensch als auch Tigerianern präsent.

Die drei Rassen der Ora sind streckenweise ganz ähnlich aufgebaut wie die der Asu. Das gilt im Speziellen für die Ora-Menschen, die eigentlich nur anders aussehen als ihre Asu-Ebenbild, sonst aber identische Werte und Klassen vorweisen. Die Doka hingegen gehen wahrscheinlich am ehesten als Gegenstück zu den Tigerianern durch - auch ihre Krieger und Schurken kämpfen mit viel Leidenschaft, folgen dabei aber eher dem Instinkt als der Vernunft.

Blieben noch die Yoka, ein Volk wissbegieriger Romantiker, das vorrangig Heiler und Magier stellt, um die Interessen der Ora nach bestem Wissen und Gewissen zu verteidigen.

Viel mehr als World of Warcraft auf asiatisch

Das dann folgende Gameplay-Grundgerüst ist schnell erklärt und dank eines praktischen Tutorial-Systems ebenso schnell verinnerlicht. Aus typischer Third-Person-Perspektive lotst ihr euer Alter Ego durch eine riesige, mit Dutzenden anderen Mitspielern gefüllte MMO-Fantasy-Welt, die viele Facetten asiatischer Mythologie aufgreift und daraus ein ganz eigenes Universum formt.

Feinde bekämpfen, Beute sammeln, Botengänge absolvieren, Dialoge mit Nicht-Spieler-Charakteren führen, Fähigkeiten aufleven, Quest-Belohnungen abholen, Reittiere steuern, Rüstzeug craften, Raids mit Freunden meistern - auf den ersten Blick wirkt ASTA fast schon ein bisschen wie World of Warcraft mit Asia-Setting.

ASTA: The War of Tears and Winds : AJeder wichtige Ort bietet einen Nichtspieler-Charakter mit Teleport-Fähigkeiten. Gegen einen kleinen Obolus bringt er euch binnen eines Wimpernschlags von A nach B. AJeder wichtige Ort bietet einen Nichtspieler-Charakter mit Teleport-Fähigkeiten. Gegen einen kleinen Obolus bringt er euch binnen eines Wimpernschlags von A nach B.

Schaut man allerdings genauer hin, rücken zahlreiche interessante Feinheiten in den Fokus. Beispielsweise besteht schon sehr früh im Spiel die Möglichkeit, Gold oder sogenannte Seelensteine in ein verlockendes Fähigkeiten-Glücksspiel zu investieren - was wiederum direkt an die vier eingangs erwähnten Helden-Grundattribute gekoppelt ist, diese steigert, abschwächt oder gleichbleiben lässt.

Doch Vorsicht: Bevor ihr nach einem Durchgang übereilt auf»Speichern«klickt, solltet ihr sehr genau überlegen, ob euch die zufällig generierten Wertveränderungen wirklich nützen. Beispielsweise sind mehr Kampfeskraft und Lebensenergie sicherlich äußerst verlockend. Doch gilt das immer noch, wenn ihr dafür im Gegenzug wichtige Magiepunkte einbüßt?

Motivierend: Wer eine gewisse Menge Zeit pro Tag in ASTA investiert, wird dafür regelmäßig mit einem Seelenstein belohnt. Ihr erhaltet also fortlaufend Möglichkeiten, euer Glück erneut herauszufordern und müsst dafür nicht einmal zwingend Gold abdrücken.

ASTA: The War of Tears and Winds : Die aufreizende gekleidete Bossgegnerin des bereits spielbaren Raids heizt euch ordentlich ein. Die aufreizende gekleidete Bossgegnerin des bereits spielbaren Raids heizt euch ordentlich ein.

Die Geister, die ich rief

Eine weitere spannende Besonderheit betrifft die sogenannten Divine Spirits. Gemeint sind »mystische Geister«, mit denen sich jede Spielfigur abseits der normalen Charakter-Progression in eine ganz bestimmte Richtung weiterentwickeln lässt. Konkret: Sobald der eigene Held Erfahrungsstufe fünf erreicht, wird der erste von insgesamt zwölf Divine-Spirit-Slots freigeschaltet.

Ab Stufe zehn folgt Slot Nummer zwei, ab Stufe 15 Slot Nummer drei etc. Zieht man nun beispielsweise den zuvor gefundenen»Geist des Ochsen«in einen dieser Slots, steigt die maximale Lebensenergie auf 100 Punkte an.»Geist der Schlange«lässt die Zahl der Magiepunkte auf 1200 ansteigen und so weiter.

ASTA: The War of Tears and Winds : Schräge Charaktere gibt’s in ASTA zur Genüge. Was es mit diesem Maskenträger auf sich hat, wollen wir an dieser Stelle allerdings noch nicht verraten. Schräge Charaktere gibt’s in ASTA zur Genüge. Was es mit diesem Maskenträger auf sich hat, wollen wir an dieser Stelle allerdings noch nicht verraten.

Dauerhafte Relevanz erhält das System durch die Tatsache, dass man bestehende Spirits hochstufen darf oder sich einfach selbst neue erschafft. Letztgenannte Option setzt allerdings sogenannte Summoning Points (Herbeirufungspunkte) voraus. Die kredenzt ASTA einmal am Tag umsonst und bietet sie zusätzlich im Tausch gegen Geld an.

Einziger Haken bei den Gratis-Punkten: Sie können nicht über längere Zeit angehäuft werden, sondern verfallen zu Beginn des Folgetags. Regelmäßiges Vorbeischauen lohnt also!

Nicht zuletzt, weil ASTA seine Sache auch im Hinblick auf die Präsentation sehr ordentlich macht. Seien es nun weitläufige Bambuswälder oder ornamentverzierte Hafenstädte, schick animierte Riesenschildkröten oder elegant über dem Boden schwebende Flugdrachen, fauchende Sumpfmolche oder schnaubende Ochsen-Generäle - die zum Einsatz kommende CryEngine 3 liefert hübsche Kulissen, geschmeidige Animationen, coole Soundeffekte und eine sehr solide Performance. Dabei läuft das MMO auch auf den meisten Einsteiger- und Mittelklasse-Systemen.

Auf den Geschmack gekommen? Dann am besten gleich mal beim Asia-MMO vorbeisurfen, kostenfrei anmelden, den knapp zehn Gigabyte großen Client herunterladen und selber reinspielen - was im Übrigen ebenfalls keinen Cent kostet.

Wichtig: Im Rahmen der offenen Beta könnt ihr euren Recken vorerst bis maximal Stufe 50 hochleveln. Im finalen Spiel wird dieser Wert jedoch nochmals angehoben.