Zum Thema » Batman: Arkham Knight Analyse der PC-Probleme mit Benchmarks » Batman: Arkham Knight Auf dem PC ein Technik-Fiasko » Kolumne zum PC-Fail von Batman: Arkham Knight Fledermaus zweiter Klasse Batman: Arkham Knight ab 8,99 € bei Amazon.de Batman: Arkham Knight für 11,99 € bei GamesPlanet.com Es kommt nicht alle Tage vor, dass der Verkauf eines Spiels wegen Performance-Problemen komplett eingestellt wird. Die PC-Version von Batman: Arkham Knight hat aber genau dieses Schicksal kurz nach dem Release Ende Juni ereilt. Selbst mit leistungsstarker Hardware kam es teilweise zu drastischen Einbrüchen der fps, Texturen wurde oft nicht richtig geladen und die Bildwiederholrate ließ sich nur über das Verändern einer Konfigurationsdatei über 30 fps anheben.

Jetzt ist ein neuer Patch erschienen, der viele dieser Probleme beheben soll. So bietet das überarbeitete Grafikmenü unter anderem eine Anzeige zur Belegung des VRAMs und die Möglichkeit, zwischen einer maximalen Bildrate von 30, 60 oder 90 fps zu wählen. Ganz aufheben lässt sich die Begrenzung aber immer noch nicht.

Die wichtigste Frage lautet allerdings, ob der Patch die starken Performance-Probleme des Spiels beheben kann. Hardware-Redakteur Nils Raettig hat bereits einige Tests und Benchmarks durchgeführt und spricht im Video mit Sebastian Stange über seine Erkenntnisse, Benchmarks dazu folgen auf diesen Absatz.

Durchschnittliche fps 1920x1080, maximale Details ohne Gameworks
Interims-Patch
Release-Version
Radeon R9 290X 4,0 GByte
62,7
51,2
GTX 960 4,0 GByte
54,8
53,2
GTX 960 2,0 GByte
40,6
48,3
Radeon R9 270X 2,0 GByte
32,5
38,5
0
14
28
42
56
70
Gemessen in fps. Je höher, desto schneller. Unter 40 fps nicht mehr optimal spielbar.

Was sich in den Kommentaren zu der News über den Patch bereits andeutet, bestätigt sich leider auch in unseren Tests: Arkham Knight hat auch in der neuesten Version immer noch mit Problemen zu kämpfen. Davon sind vor allem Grafikkarten mit maximal 2,0 GByte VRAM wie die R9 270X oder viele Modelle der GTX 960 betroffen.

Setzen wir die Texturdetails auf »Hoch« oder »Mittel« kommt es bei schnellen Kamerabewegungen immer noch starken zu Einbrüchen der Bildwiederholrate, obwohl das Spiel an sich durchaus flüssig läuft. Die Bilder pro Sekunde sind sogar bei beiden genannten Grafikkarten mit 2,0 GByte VRAM im Vergleich zu der Release-Version meist spürbar gesunken.

Es hilft nun allerdings deutlich mehr als noch zum Release des Spiels, die Texturauflösung auf »Niedrig« zu stellen. Mit dieser Einstellung ist Arkham Knight unserer Erfahrung nach jetzt auch mit Grafikkarten wie der R9 270X gut spielbar, wobei die grafische Qualität natürlich etwas darunter leiden muss.

Deutlich besser sieht es dagegen bei Grafikkarten mit 4,0 GByte VRAM aus. So war die R9 290X vor dem Patch ebenfalls immer wieder von Einbrüchen der fps betroffen und hat nicht die gleiche Leistung wie in anderen Spielen erbringen können. Mit dem neuesten Patch lässt sich Arkham Knight dagegen auch bei maximalen Details gut mit der R9 290X spielen, was sich vor allem an den spürbar höheren minimalen fps (43 statt 15) festmachen lässt.

Da der Patch aber längst nicht alle Probleme der PC-Version von Arkham Knight beheben kann, ist es nicht sehr überraschend, dass der Verkaufsstopp des Spiels nachwievor Bestand hat. Ob das Spiel je wieder in eine Verfassung kommt, die einen Verkauf für den PC zulässt, bleibt damit vorerst abzuwarten.

Batman: Arkham Knight : In der Release-Version von Arkham Knight war das Grafikmenü sehr überschaubar und die Texturen ließen sich nur in zwei Stufen verändern.

Alte Grafikeinstellungen
In der Release-Version von Arkham Knight war das Grafikmenü sehr überschaubar und die Texturen ließen sich nur in zwei Stufen verändern.