Special: Battlefield: Bad Company 2 - Singleplayer-Test | Seite 2
Der Solo-Modus im Test
Abriss statt Atmosphäre
Die zerstörbare Umgebung macht in der Kampagne ebenso viel Freude wie im Mehrspielermodus. Deshalb überschüttet uns Dice auch mit Munitionskisten, damit unser Granatwerfer immer schussbereit ist. Das nimmt dem Ganzen allerdings auch einen Teil seines Zaubers, denn Häuser in Einzelteile zu zerlegen wird so schnell zum Standard-Vorgehen.
Sweetwater geht auf Tuchfühlung.
Die Singleplayer-Kampagne von Bad Company 2 bedient sich an jeder Ecke beim ausgezeichneten Mehrspieler-Modus. Das geht allerdings sogar so weit, dass die (strunzdummen) Gegner fast alle so aussehen wie die Soldatenklassen des Multiplayer-Parts – sogar in den Zwischensequenzen. So verhört etwa einer unserer Verbündeten einen Feind, und der trägt die Klamotten, die Sturmmaske und die Schutzbrille der Assault-Klasse. Das allein wäre nicht so schlimm, wenn die gleiche Spielfigur nicht ein paar Levels weiter einer der Unsrigen spielen würde, den wir aus einem Gefangenenlager befreien sollen. Eine recht plumpe Methode also, Gesichtsanimationen einzusparen. Doch damit geht natürlich auch Atmosphäre flöten.
Nach alledem erleidet der Singleplayer-Part von Bad Company 2 wohl das gleiche Schicksal wie viele Einzelspieler-Kampagnen anderer Multiplayer-Hits auch: Er dient in erster Linie als Einstimmung auf die coolen Mehrspieler-Gefechte.
» Kampagnen-Video aus Bad Company 2 im großen Player
» Multiplayer-Test zu Bad Company 2 lesen
Singleplayer-Wertung
|
Grafik
|
+ imposante Physik-Engine
+ schicke Charaktermodelle
- klobige Vegetation
- teils grobe Leveltexturen
|
8 / 10
|
|
Sound
|
+ fantastische Waffensounds und Explosionen
+ coole Soldatensprüche
+ satter Motorenklang
- stellenweise Soundfehler
|
9 / 10
|
|
Balance
|
+ drei Schwierigkeitsgrade
+ Marlowe heilt automatisch
- unfaire Passagen
- Speicherpunkte teilweise schlecht verteilt
|
7 / 10
|
|
Atmosphäre
|
+ packende Schlachtfeld-Atmosphäre
+ zerstörbare Umgebung
+ viele Zwischensequenzen
- KI-Kollegen teleportieren sich zum Speicherpunkt
|
8 / 10
|
|
Bedienung
|
+ klassische Battlefield-Steuerung
+ Waffenwechsel an Nachschubkisten
- kein freies Speichern
|
8 / 10
|
|
Umfang
|
+ sammelbare Waffen
+ Fahrzeugmissionen
- kurze Spielzeit
|
6 / 10
|
|
Leveldesign
|
+ abwechslungsreiche Schauplätze
- in den Randbereichen mitunter schludrig programmiert - Level-Bausteine wiederholen sich
|
8 / 10
|
|
KI
|
+ KI-Kameraden agieren selbstständig
+ Freund und Feind zerbretzeln die Umgebung
- dumme Gegner
|
7 / 10
|
|
Waffen & Extras
|
+ Autofahr-Baller-Sequenzen
+ massig Sprengmunition
- Schusswaffen unterscheiden sich zu wenig in Handhabung und Wirkung
|
7 / 10
|
|
Handlung
|
+ sympathische Hauptfiguren
- klischeehafte Standard-Story
- Humor des Vorgängers fehlt weitestgehend
|
8 / 10
|
|
Preis/Leistung
|
Ungenügend
|
8 Stunden
|
|
Fazit
|
Für Solisten nur mäßig lohnend.
|
76
|
Den Wertungskasten zum Mehrspieler-Modus mit weiteren Informationen finden Sie hier.