Bioshock Infinite - PC

Action  |  Release: 26. Februar 2013  |   Publisher: 2K Games / Sports
Seite 1 2

Interview mit Ken Levine zu Bioshock Infinite

»Eine 3 im Titel hätte alle verwirrt«

Im Interview stand uns Ken Levine, der Chef des Bioshock-Infinite-Entwicklers Irrational Games, Rede und Antwort zum dritten Teil der Shooter-Serie. Dabei verriet er Details darüber, welche Richtung Bioshock einschlägt, erzählerisch und beim Spieldesign.

Von Daniel Matschijewsky |

Datum: 23.05.2011


Zum Thema » Bioshock Infinite Preview zum Himmels-Shooter Ken Levine ist Mitbegründer des amerikanischen Studios Irrational Games, das 1999 mit dem Rollenspiel-Shooter System Shock 2 einen hochgelobten Erstling produzierte und 2007 den Shooter-Hit Bioshock veröffentlichte. Aktuell arbeiten Irrational Games und Ken Levine an der Fortsetzung Bioshock Infinite. Im GameStar-Interview spricht Ken Levine über die Unterschiede zwischen Bioshock und seinem Nachfolger, die Hauptfiguren des Spiels und alternative Enden.

GameStar: Bioshock Infinite hat keine »3« im Titel. Was war die Idee dahinter?

Ken Levine: Während sich Teil 1 und 2 sehr ähnlich waren, geht Infinite viele neue Wege. Da eine »3« im Titel zu haben, hätte wohl alle sehr verwirrt. Außerdem ist es ja nicht so, dass das eine Spiel endet und das andere daran ansetzt. Die Geschichte ist komplett neu. Daher entschieden wir uns für diesen Namen.

GameStar: Gibt es irgendeine Verbindung zu den Vorgängern?

Ken Levine: Nicht direkt, aber es gibt viele bekannte Elemente, die sich in Infinite wiederfinden. Zum Beispiel was du in den Kämpfen tust und auf welche Figuren du im Verlauf triffst. Columbia ist wie Rapture ein Ort, in dem Ideen und politische Prinzipien auf extreme Weise umgesetzt wurden. Die Spiele ähneln sich auch stilistisch. Bioshock sollte nie hyperrealistisch aussehen, aber ein stimmiges Bild von Geschichte, Wissenschaft und Kultur erschaffen. Ich finde, dass wir das auch in Infinite wieder erreicht haben.

Interview mit Ken Levine zu Bioshock Infinite : Ken Levine ist Mitbegründer von Irrational Games und Projektleiter von Bioshock Infinite. Ken Levine ist Mitbegründer von Irrational Games und Projektleiter von Bioshock Infinite.

GameStar: Warum geht die Hauptfigur Booker DeWitt nach Columbia?

Ken Levine: Booker ist ein Typ, der vom rechten Weg abgekommen ist. Er spielt, hat sich’s mit seinem Arbeitgeber verscherzt und ist auch noch ziemlich zynisch. Dann kommt dieser Typ und erpresst Booker: »Suche Elisabeth und bring sie nach New York zurück, oder ich prügle dir die Kohle aus dem Leib.« Also geht er nach Columbia und gerät prompt in diesen Konflikt. Ein Konflikt, der für ihn zu einer Art Läuterung wird.

Interview mit Ken Levine zu Bioshock Infinite : Der Spieler soll als Booker DeWitt die mysteriöse Elizabeth zurückbringen. Der Spieler soll als Booker DeWitt die mysteriöse Elizabeth zurückbringen. GameStar: Wer ist dieser Unbekannte?

Ken Levine: (grinst verschwörerisch)

GameStar: In welchem Jahr findet all das statt?

Ken Levine: 1912.

GameStar: Nicht viele Shooter-Helden sprechen. Gordon Freeman zum Beispiel schweigt, und trotzdem ist Half-Life ein brillantes Spiel. Booker hingegen redet, eine Premiere in der Bioshock-Reihe. Warum dieser Sinneswandel?

Ken Levine: Im ersten Bioshock war das ziemlich frustrierend. Denn der Held redete kein einziges Wort und wurde stattdessen ständig von Atlas über Funk vollgequatscht. Was er zu tun hat, wohin er zu gehen hat. So fühlt man sich schnell als Werkzeug ohne eigenen Willen. Warum soll Booker nicht selbst handeln, selbst seine Erfahrungen machen und darüber sprechen? Zumal es ja noch diese spannende Beziehung zu Elisabeth gibt, die Booker begleitet. Allein die Szene, in der sie seine Hände um ihren Hals legt und ihn bittet, sie zu töten, falls der »Songbird« sie findet. Ohne Interaktion und Dialog funktioniert so etwas nicht.

Diesen Artikel:   Kommentieren (16) | Drucken | E-Mail
FACEBOOK:
TWITTER:
 
WEITERE NETZE: Weitersagen
Sagen Sie Ihre Meinung (» alle Kommentare)
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten!
» Zum Login

Sie sind noch nicht in der GameStar-Community angemeldet?
» Zur kostenlosen Anmeldung
Erster Beitrag  |  » Neuester Beitrag
Avatar MaximalMax
MaximalMax
#1 | 23. Mai 2011, 19:38
Das hört sich doch ganz gut an. Zum Glück wurde das Setting verändert, nochmal Rapture wäre eindeutig zu viel. Mal sehen wie das Spiel am Ende wird. Ich werde es auf jedenfall weiter beobachten.
rate (6)  |  rate (1)
Avatar Ruff_Ryders88
Ruff_Ryders88
#2 | 24. Mai 2011, 12:43
Ich muss ehrlich sagen, dass Gordon Freeman nicht redet ist einer meiner größten Kritikpunkte in Half-Life 2.

Und auf mehrere Enden stehe ich eigentlich auch nicht so wirklich...

Das Plasmide und Tonika in der Art und Weise wegfallen finde ich auch sehr gut durchdacht, ADAM ist und gehört zu Rapture samt allem was dazu gehört und sollte nicht einfach in Infinite importiert werden, dass würde wohl beiden Schauplätzen ihren Charakter stehlen.
rate (6)  |  rate (3)
Avatar Alex.94
Alex.94
#3 | 24. Mai 2011, 12:44
Der Mann ist mir sympatisch. Er macht wenigstens intelligente Shooter und nicht so ein CoD Kram. Unterschiedliche Enden muss es auch nicht unbedingt geben, wenn es EIN tolles Ende gibt.
rate (8)  |  rate (0)
Avatar grasstunger
grasstunger
#4 | 24. Mai 2011, 12:52
Ich hab die anderen Teile ausgelassen und ich weiss nichtmal wieso, aber diesen Teil werd ich mir sicher holen.
rate (0)  |  rate (5)
Avatar TheBlackout94
TheBlackout94
#5 | 24. Mai 2011, 12:52
Also wenn ich erlich bin....wenn ich Bioshock höre denke ich an eine dunkle Unterwasserstadt. An Big Daddy´s und Liddle Sisters...klar mir gefällt das was ich bisher vom neuen "Bioshock" gesehen hab, aber was hat das noch mit Bioshock zu tun ? Das Spiel könnte genau so irgend ein andren Titel tragen. Es hat meiner meinung nichts mehr mit Bioshock zu tun, dennoch wird es ein super Game !
rate (2)  |  rate (1)
Avatar Solospike
Solospike
#6 | 24. Mai 2011, 12:53
Bei den Enden kann man sich ja auf 2 beschränken, die dann auf einer schwerwiegenden Entscheidung beruhen, das erhöht auch den Wiederspielwert...
rate (1)  |  rate (0)
Avatar Arius
Arius
#7 | 24. Mai 2011, 13:11
über mehr Entscheidungsfreiheit hätte ich mich schon gefreut!
rate (1)  |  rate (0)
Avatar Falkenfluegel
Falkenfluegel
#8 | 24. Mai 2011, 13:50
Zitat von TheBlackout94:
Also wenn ich erlich bin....wenn ich Bioshock höre denke ich an eine dunkle Unterwasserstadt. An Big Daddy´s und Liddle Sisters...klar mir gefällt das was ich bisher vom neuen "Bioshock" gesehen hab, aber was hat das noch mit Bioshock zu tun ? Das Spiel könnte genau so irgend ein andren Titel tragen. Es hat meiner meinung nichts mehr mit Bioshock zu tun, dennoch wird es ein super Game !
Der Versuch ein Utopia zu erschaffen der schief geht. Genetische veränderung des Menschen ... etc.

Gibt doch genug Gemeinsamkeiten.
rate (4)  |  rate (0)
Avatar P@triot
P@triot
#9 | 24. Mai 2011, 14:00
Bioshock 3 wird sehr gut.

Zu den alternativen Enden. Es ist einfach nicht praktikabel. Überlegt doch einmal wieviele das Spiel noch einmal durchspielen, nur um andere Wege und Enden zu erreichen. Fast niemand bzw nur ein Bruchteil der Spieler. Statistiken haben sogar ergeben viele spielen die Single Player Stories nicht mal einmal durch.
Es hat einfach keinen Sinn. Ich habe Me2 auch nur 1mal durchgespielt, obwohl es sehr gut war.
rate (4)  |  rate (1)
Avatar ADMNtek
ADMNtek
#10 | 24. Mai 2011, 15:04
Zitat von P@triot:
Bioshock 3 wird sehr gut.

Zu den alternativen Enden. Es ist einfach nicht praktikabel. Überlegt doch einmal wieviele das Spiel noch einmal durchspielen, nur um andere Wege und Enden zu erreichen. Fast niemand bzw nur ein Bruchteil der Spieler. Statistiken haben sogar ergeben viele spielen die Single Player Stories nicht mal einmal durch.
Es hat einfach keinen Sinn. Ich habe Me2 auch nur 1mal durchgespielt, obwohl es sehr gut war.


ja aber wen jemand ein Spiel nicht durch spielt liegt das doch wohl eher daran das man das Spiel nicht gut findet. ich persönlich mag alternative enden auf die weise spiegelt das ende das eigen vorgehen wieder. wie oft bin ich gezwungen in spielen Dinge auf nur eine weise zu machen obwohl ich es lieber anders machen will.
rate (2)  |  rate (0)

Alan Wake (PC), EuroVideo/JoWood
19,99 €
zzgl. 0,00 € Versand
bei MMOGA
Assassins Creed III (PC), Ubisoft
49,89 €
zzgl. 0,00 € Versand
bei HitFox
ANGEBOTE
PROMOTION
AKTUELLE RELEASES
» zum Release-Kalender

Details zu Bioshock Infinite

Plattform: PC (PS3, Xbox 360)
Genre Action
Untergenre: -
Release D: 26. Februar 2013
Publisher: 2K Games / Sports
Entwickler: Irrational Games
Webseite: http://www.bioshockinfinite.com
USK: noch nicht geprüft
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 258 von 4646 in: PC-Spiele
Platz 145 von 7905 in: PC-Spiele | Action
 
Lesertests: eigene Wertung abgeben
Wunschliste: 56 User   hinzufügen
Spiel empfehlen:
 
top Top
Werde Fan von GameStar auf FacebookFacebook Aboniere den YouTube-Kanal von GamestarYouTube Besuche Gamestar auf Google+Google+ GameStar auf Twitter folgenTwitter Alle RSS-Feeds von GameStar.deRSS-Feeds Jetzt GameStar-Newsletter bestellenNewsletter
© IDG Entertainment Media GmbH - alle Rechte vorbehalten