Boiling Point: Road to Hell im Test
Open-World-Shooter mit vielen Schwächen und Bugs
Eine riesige Spielwelt, viel Handlungsfreiheit, wüste Schießereien - und trotzdem verläuft sich beim Ego-Shooter Boiling Point: Road to Hell im dichten Dschungel von Realia der Spielspaß.
Von
Fabian Siegismund
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Datum:
08.06.2005
Update: Mit dem Patch 1.1 und dann nochmal mit dem Patch 2.0 werten wir Boiling Point auf, mehr dazu lesen Sie weiter hinten im Text. Beachten Sie auch die Änderungen am Wertungskasten.
Journalisten leben gefährlich: Nur einmal Spiel XY schlecht bewertet, schon hat man wütende Entwickler am Hals. Ähnliches muss auch Lisa Myers passiert sein. Die junge Dame arbeitet als Reporterin in Realia, einem fiktiven Bananenstaat in Südamerika, und ist dort verschleppt worden. Wohin, warum, von wem? Das herauszufinden ist Ihre Aufgabe. Als Saul Myers, ehemaliger Fremdenlegionär und besorgter Vater, reisen Sie nach Realia und zeigen Mafia, Guerillas und Banditen, wo die Banane hängt.
Vatertag
Lisa ist bei den Recherchen für eine Reportage über Don Pedro, einen gefürchteten Mafiaboss, verschwunden.
Im Dschungel lauern
Mit dieser Spur begibt sich Myers auf die Suche. Wie Saul werden Sie sich in Realia zunächst verloren fühlen: Die Spielwelt ist 450 km2 groß, und Sie sind mittendrin. Zwar mit Karte, aber ohne Plan. aggressive Jaguare und Schlangen.
In der Hauptstadt Puerto Sombra gibt's viel zu entdecken: Bauern verkaufen frisches Obst, Hubschrauber der Guerillas donnern über die Dächer und in den dunklen Winkeln der Stadt suchen Drogendealer nach Kundschaft. Die Menschen Realias gehören sieben Fraktionen an: Regierung, Guerillas, Mafia, Banditen, CIA, Indios und Zivilbevölkerung. Myers' Verhalten wirkt sich auf sein Ansehen bei den einzelnen Gruppen aus. Schießen Sie zum Beispiel ein paar Gangster nieder, freut das die Zivilisten. Die sind Saul fortan wohl gesonnen und offen für Gespräche.
Parteitag
Unser Alter Ego Myers kann mit allen Realianern reden, nach dem Weg fragen, Handel treiben oder Aufträge annehmen. So treffen wir eine ältere Dame, die über die Straße geleitet werden will. Meistens jedoch sollen wir jemanden um die Ecke bringen, vorzugsweise ein Mitglied der Gegnerpartei. Nur in der Kneipe der Stadt sitzen alle Fraktionen friedlich beieinander. Hier verrät uns der Barkeeper wie wir gegen entsprechende Bezahlung in Don Pedros Villa gelangen.
Da Myers aber knapp bei Kasse ist, besuchen wir lieber Don Esteban, auch Mafioso. Der hilft uns weiter, wenn wir drei Einsätze für ihn absolvieren. Im Auftrag des Gangsters schleichen wir in eine Militärbasis, erledigen den Oberbefehlshaber und schießen uns den Fluchtweg frei. Da wir nun Staatsfeind Nummer Eins sind und ständig von Soldaten angegriffen werden, arbeiten wir fortan mit Guerillas, Mafiosi und Banditen zusammen. Das verbaut Myers, und damit uns, zwar viele Missionen der »guten« Seite, erhöht dafür den Wiederspiel-Wert enorm.