Activision : Die Auseinandersetzung zwischen dem Publisher Activision und den Spiele-Entwicklern Jason West und Vince Zampella wird ja schon lange nicht mehr auf die höfliche Art geführt (wir berichteten). Obwohl die beiden Modern-Warfare-Macher inzwischen nicht mehr für Infinity Ward und damit Activision arbeiten, sondern ihr eigenes, neues Studio Respawn Entertainment haben, gehen die Streitigkeiten um Abfindungen und Markenrechte weiter. Inzwischen beschäftigt die Angelegenheit die Gerichte.

Dokumente, die dem Blog Kotaku zugespielt wurden, legen jetzt den Schluss nahe, dass Activision offenbar den Rechtstreit mit juristischen Winkelzügen absichtlich in die Länge zieht, um Respawn Entertainment zu schädigen. Activision erweiterte die Klageschrift im Dezember auch auf Electronic Arts (EA), den neuen Publisher für Respawn. Besagte Dokumente sollen jetzt aber beweisen, dass Activision schon viel länger von einer Rolle EAs gewusst haben soll, diese Information aber erst jetzt vorbrachte, um den Beginn der Verhandlung zu verzögen.

West und Zampella beschweren sich jetzt, dass diese Verzögerungstaktik sie als Privatpersonen und ihr neues Studio vor ernsthafte finanzielle Probleme stellen würde. Erstens müssten die beiden die Gerichtskosten aus eigener Tasche zahlen und zweitens könnten Sie sich so nicht auf die Arbeit für ihr neues Spiel konzentrieren. Je länger die Verhandlung dauere, desto später würde der Titel erscheinen – und desto größer wäre der finanzielle Verlust. Eine Tatsache, die Activision bewusst ausnützen würde.