Civilization 4 im Test
Diese Globalstrategie macht fast alles richtig
Fazit der Redaktion
Alte Liebe neu entflammt
Michael Graf: Endlich! Nach dem enttäuschenden dritten Teil weckt Civilization 4 wieder den Staatschef in mir. Denn die Neuerungen sind gelungen: Die Religionen eröffnen noch mehr strategische Möglichkeiten, die Einheiten-Beförderungen motivieren, und der Regierungs-Baukasten schafft mehr Identifikation mit meinem Reich, weil ich nicht mehr aus vorgegebenen Regimeschablonen wählen muss. Zudem entfällt dank grafischem Feedback und vereinfachten Konzepten viel nerviges Mikromanagement.
Perfekt ist Civilization 4 aber nicht. Die Kämpfe sind mir nach wie vor zu zufallsabhängig und in der kleinteiligen Spielansicht fehlt mir manchmal die Übersicht. Dafür wirkt die Spielwelt erstmals richtig lebendig - dank unzähliger netter Details. Und der Suchtfaktor stimmt sowieso: In Civ 4 kann ich mich wieder nächtelang verlieren. Wer sich für Globalstrategie interessiert und einen schnellen Rechner hat, muss dieses Spiel haben.
Es ist wieder Civilization
Christian Schmidt: Christian Schmidt: Erneuerung geglückt: Civ 4 modernisiert das Spielprinzip sanft und sinnvoll, ohne die konservative Fangemeinde zu verschrecken. Denn Civ 4 ist Civ, endlich zurück auf den Niveau von Teil 2. Die 3D-Grafik?Prinzipiell nett, aber zu unübersichtlich. Das ist mein einziger Kritikpunkt. Ehrlich, ich mag auch nicht mäkeln. Ich liebe Civ, mir sind die Haare in der Suppe schnurzegal. Es funktioniert, es macht süchtig, ich spiele. Tag! Und! Nacht! Civ-Fans: Wir verstehen uns.