Alarmstufe Rot 3: Der Aufstand - PC

Echtzeit-Strategie  |  Release: 02. April 2009  |   Publisher: Electronic Arts
Seite 1 2 3   Fazit Wertung

Alarmstufe Rot 3: Der Aufstand im Test | Seite 2

Taktikfreies Geballer ohne Balance

Einschüchtern

Ob Sie der dennoch unterhaltsamen Handlung folgen, hängt stark von Ihrer Frustresistenz ab. Denn vor allem die erste der drei Kampagnen schießt in Sachen Schwierigkeitsgrad den Vogel ab. So bekommt es Ihr unterlegener Trupp russischer Fußsoldaten bereits in Mission Nr. 1 nicht nur mit durch Energieschilde geschützten Athena-Fahrzeugen, sondern auch mit den neuen Pacifiern der Alliierten zu tun. Die vierbeinigen Panzer feuern über die halbe Karte und haben Ihre Einheiten bereits dezimiert, noch bevor sie dem Beschuss überhaupt etwas entgegensetzen können -- unfair! Das knackige Niveau hebt das Programm mit jedem Auftrag weiter an, richtet sich also nur an nervenstarke Profis.

Alarmstufe Rot 3: Der Aufstand : Selbst die zerstörerische Giga-Festung hat gegen Yuriko (Mitte) nicht den Hauch einer Chance. Selbst die zerstörerische Giga-Festung hat gegen Yuriko (Mitte) nicht den Hauch einer Chance.

Immerhin: Wer die erste Russland-Mission meistert, schaltet damit auch die Alliierten- und Japan-Kampagnen frei. Die fallen zwar weniger anspruchsvoll aus, sind für Einsteiger aber trotzdem viel zu hart, selbst auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad.

Einäschern

Alarmstufe Rot 3: Der Aufstand : Hollywood-Star Malcolm McDowell spielt den EU-Präsidenten Rupert Thornley. Hollywood-Star Malcolm McDowell spielt den EU-Präsidenten Rupert Thornley. Dass Der Aufstand so schwer ist, liegt nicht am taktischen Anspruch (es entfällt sogar die im Hauptprogramm eingeführte Koop-KI), sondern hauptsächlich an gnadenlosen Startbedingungen und Skriptereignissen. Da reißen alliierte X1-Mechs bereits nach wenigen Minuten provisorisch hochgezogene Abwehranlagen ein, eigene Stoßtrupps werden immer wieder durch hinterrücks abgeworfene Feindsoldaten aufgerieben, oder Sie kämpfen mit schwachen Terror-Drohnen gegen besser ausgerüstete und zudem selbstheilende Guardian-Panzer.

Dabei wechselt das Programm laufend zwischen den Extremen; unfairen Abschnitten folgen anspruchslose Gähn-Aufgaben. Kenjis gut befestigte Basis zum Beispiel brauchen Sie gar nicht zu infiltrieren. Stattdessen reicht es, die Gebäude mit Luftangriffen und Superwaffen (Zeitbombe, Protonen-Collider) einzuäschern. Derartige Designschnitzer häufen sich: Gleich mehrfach müssen Infiltrationseinheiten bereits erkundete Gebiete erneut säubern, oder Sie schlagen sich mit stur nach Schema F agierenden KI-Gegnern herum, die stets gleich angreifen und zerstörte Gebäude zum x-ten mal an derselben Stelle hochziehen.

Alarmstufe Rot 3: Der Aufstand : Wird’s kritisch, aktivieren wir den Defcon-Modus. Der wertet unsere Truppen drastisch auf. Wird’s kritisch, aktivieren wir den Defcon-Modus. Der wertet unsere Truppen drastisch auf. Glücklicherweise blitzt oft genug die aus Alarmstufe Rot 3 bekannte Kreativität bei den Aufträgen durch. So müssen wir beispielsweise in einer Alliierten-Mission Shinzos Villa mit Cryo-Coptern und -Legionären einfrieren, um ihn anschließend zu verhaften. Doch der Bursche flieht plötzlich in einem von sechs davonfahrenden Trucks - ein Hütchenspiel. Auch die elf neuen, allesamt übermächtigen Einheiten wie etwa die japanische Giga-Festung machen Laune.

Kehrseite der Medaille: Viele der bereits bekannten Truppentypen werden durch die Neuzugänge arbeitslos. Wer einmal die alles zerstörenden Harbinger-Gunships der Alliierten auf den Feind losgelassen hat, kehrt wohl kaum zu den schwächeren Century-Bombern zurück.

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Avatar tim.bo
tim.bo
#1 | 13. Mrz 2009, 20:37
Also ich bin auch Fan seit dem ersten Teil und bedauere immer noch den Aufkauf von Westwood, aber wenn ich das hier so lese und fast nur negatives raushöre, frage ich mich woher die 71 Prozent kommen?!

Also entweder ihr seit ehrlich und gebt halt mal eine schlechte Note oder ihr gebt gleich 95%. Wenn ich als Laie den Test so lesen würde, hätte ich schon echt keine Lust auf das Spiel. Aber auf der anderen Seite sind 71 Prozent ja schon ziemlich gut. Und das nur für ein "Addon". Hm, sehr seltsam...
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Avatar Nebu24
Nebu24
#2 | 13. Mrz 2009, 20:48
Mal eine ehrliche frage an EA: "Wollt ihr uns verarschen??"

Was soll diese Geld abzocke?
Ich persönlich sehe in sowas nur eine Abzocke.
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Avatar CrazyWolf1981
CrazyWolf1981
#3 | 13. Mrz 2009, 21:37
Das is halt EA. Aufkaufen, gute Marken auslutschen bis sie endgültig kaputt sind und fertig, hauptsache Kohle machen. Was man da so hingeklatscht bekommt is schon traurig.
Erinnert sich wer an C&C 1? Westwood hat selbst die Installation zum Augenschmaus gemacht, heute wäre sowas undenkbar. Westwood brauchte auch keine 10 Patches um die Balance des Spiels einigermaßen hinzubekommen. Schade um die Serie, aber war abzusehn, als Generals nur des guten Namens wegen als C&C Spiel verkauft wurde. C&C ist Geschichte, leider.
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Avatar OnlyToast
OnlyToast
#4 | 13. Mrz 2009, 21:48
Ich ignoriere jetzt mal gekonnt die bestehenden und noch kommenden "EA macht alles kaputt!1!!"-Rufe, und sage, dass dann Uprising wohl geworden ist, als was es Apoc manchmal betitelt hat. Das klassische SP-C&C-Addon mit wenigen Missionen, die man aber brockenhart jenseits der MP-Balance gemacht hat. Und ein wohl doch spannender Challenge-Modus. Die Kritikpunkte treffen ja auf nahezu jedes C&C seit Anbeginn zu. Wenn der Entwickler es wollte, ob nun Westwood oder die Ehemals-Westwood-Abteilung bei EA, solche bösen Skript-SP-Missionen gab es immer, dass es durchwachsen vom Schwierigkeitsgrad und von der Story her noch gehaltloser als das Hauptspiel macht es dann eben doch zu einem recht guten (=> 7/10) Titel.
Nun ja, ich werde mir meine Meinung dann bilden, wenn ich es spielen kann. Und da es in absehbarer Zeit noch nicht bei Steam erscheinen wird, kann das dauern.
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Avatar Adanos221
Adanos221
#5 | 13. Mrz 2009, 21:49
Zitat von tim.bo:
Also ich bin auch Fan seit dem ersten Teil und bedauere immer noch den Aufkauf von Westwood, aber wenn ich das hier so lese und fast nur negatives raushöre, frage ich mich woher die 71 Prozent kommen?!

Also entweder ihr seit ehrlich und gebt halt mal eine schlechte Note oder ihr gebt gleich 95%. Wenn ich als Laie den Test so lesen würde, hätte ich schon echt keine Lust auf das Spiel. Aber auf der anderen Seite sind 71 Prozent ja schon ziemlich gut. Und das nur für ein "Addon". Hm, sehr seltsam...


Da fällt mir spontan Gothic 3: Götterdämmerung ein.
Bei GameStar bekommen schlechte Spiele mit guten Namen eben im schlimmsten Fall 70 ;)
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Avatar hagren
hagren
#6 | 13. Mrz 2009, 22:19
Nebu24: Geld-Abzocke? Während Soviet Assault nur 6 neue Missionen und zwei neue Karten bietet, die später auch dem Hauptspiel zugänglich gemacht werden, hat Uprising 13 neue Missionen, 50 Commander's Challenges, 30 neue skirmish maps, 11 neue Einheiten und neue Musik/Videosequenzen im Arsenal- Für den gleichen Preis. Also bitte nicht gleich in Flamen verfallen. Außerdem ist Uprising genau dass, was fans nach RA3 wollten- größere Herausforderung, mehr Hintergrundstory. Und genau das erhalten sie für einen mehr als fairen Preis.

tim.bo: Lass dich von der Wertung nicht abschrecken, das Spiel ist gut geworden. Außer du hast schon RA3 nicht allzu sehr gemocht :)
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Avatar Inexistiem
Inexistiem
#7 | 13. Mrz 2009, 22:56
@tim.bo und Adanos221: Zum einen ist eine Wertung von 71 % für einen großen Publisher alles andere als gut, da drunter liegen nämlich zumeist nur schlechte Billigproduktionen. Die Wetungen basieren nicht auf einem "Der Teil ist schlecht, also ist das Spiel auch schlecht"-Prinzip, sondern auf einer Aufteilung in 10 Grundbereiche, der jeder bis zu 10 Punkte bringen kann.
Bei einem Addon ist ja nicht davon auszugehen, das Grafik, Bedienung und Sound großartig geändert werden, jedenfalls nicht zum schlechteren, also sind in den Bereichen die 7, 10 und 9 Punkte ziemlich sicher. Der Kritikpunkt an der Kampagne war auch beim letzten Mal schon die Handlung, aber da sie wohl auch diesmal motiviert wieder 9 Punkte. Kartendesign sind wohl auch wieder die gleichen Leute, und auch die Grundatmosphäre wird ähnlich sein, ebenfalls die hohe Wertung aus dem Hauptspiel.

Haltet euch mal vor Augen, das das Grundspiel auf 86% Gewertet wurde, ein Abfall um 15 % ist ja wohl ziemlich schlecht. Das reicht noch nicht mal eine Balance von 0, um das auszugleichen. Das Wertungsprinzip von Gamestar erscheint jedenfalls mir ziemlich gerechtfertigt, und wenn man die subjektive Meinung der Redakteure wissen will, lese man den Text^^

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Avatar TheDrake
TheDrake
#8 | 13. Mrz 2009, 23:43
Zitat von CrazyWolf1981:
Schade um die Serie, aber war abzusehn, als Generals nur des guten Namens wegen als C&C Spiel verkauft wurde. C&C ist Geschichte, leider.


Ich versteh ehrlich nicht was die Leute immer gegen TibWars haben, dass dieser Teil nicht als akzeptable bis gute Fortsetzung der Serie gilt. Die Videos waren hochkarätig besetzt und gut geschauspielert (naja, für ein Spiel zumindest), die Missionen hätten stellenweise etwas mehr Abwechslung vertragen können, aber für mich zumindest wird das von der Story um Kanes "Master Plan" locker wieder wettgemacht. Oder waren es die Sci-Fi-Elemente die den Spielern der ersten Stunde (zu denen ich ja eigentlich auch gehöre) auf den Wecker gingen?

Mir fallen eigentlich nur zwei gravierende Kritikpunkte ein, nämlich dass die Tankrushs immer noch viel zu gut funktionierten (die Taktik leidet dadurch IMO zu sehr) und der frustrierende Cliffhanger am Ende der Kampagnen.
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Avatar hagren
hagren
#9 | 14. Mrz 2009, 00:35
Inexistiem: Mag wohl sein, jedoch mutet die massive Abwertung für CnC-typische Schwächen etwas inkonsequent an. Entweder man zieht für ähnliche Schnitzer ungefähr genausoviele Punkte ab, oder hält die Wertung bei. Warum zb. Uprising 14 Prozentpunkte schlechter sein soll als KW ist mir schleierhaft- Die Musik ist weitaus besser, genauso wie die FMVs, die Commander's Challenge ist wertvoller als der Welteroberungsmodus, die Einheiten einfallsreicher, die Karten abwechslungsreicher.
So kann ich das nicht ganz nachvollziehen.
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Avatar OnlyToast
OnlyToast
#10 | 14. Mrz 2009, 01:05
Zitat von TheDrake:
Mir fallen eigentlich nur zwei gravierende Kritikpunkte ein, nämlich dass die Tankrushs immer noch viel zu gut funktionierten (die Taktik leidet dadurch IMO zu sehr) und der frustrierende Cliffhanger am Ende der Kampagnen.

Wären auch so meine Kritikpunkte an C&C3. Ansonsten wirklich würdig, die Tiberium-Saga fortzusetzen. :yes:
Naja, und die Tankrushs gehörten ja immer zu der, insofern... :ugly:
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Details zu Command & Conquer: Alarmstufe Rot 3 - Der Aufstand

Plattform: PC
Genre Strategie
Untergenre: Echtzeit-Strategie
Release D: 02. April 2009
Publisher: Electronic Arts
Entwickler: EA Los Angeles
Webseite: http://www.redalert3.com
USK: keine Angabe
Spiele-Logo: Download
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