Command & Conquer: Alarmstufe Rot 3 - PC

Echtzeit-Strategie  |  Release: 30. Oktober 2008  |   Publisher: Electronic Arts

Electronic Arts Online-Shop - Extra-Kosten für verlängerte Downloadfrist

Download-Versionen von Spielen setzen sich immer mehr durch. Hatte man vor einigen Jahren noch ein mulmiges Gefühl einen heruntergeladenen Titel lediglich auf der Festplatte zu besitzen und auf eine Packung und Handbuch sowie physischen Datenträger verzichten zu müssen, so scheint dies heutzutage völlig normal. Für diese Entwicklung ist zum großen Teil Valves Steam verantwortlich. Der Games-Manager verwaltet nicht nur aktuell installierte Spiele und verknüpft deren Mehrspieler-Modi mit der Freundesliste sondern merkt sich auch alle jemals erworbene Titel und bietet sie jederzeit zum erneuten Download an.

Von Martin Le |

Datum: 31.12.2008; 12:59 Uhr


Electronic Arts Online-Shop : EA Shop EA Shop Download-Versionen von Spielen setzen sich immer mehr durch. Hatte man vor einigen Jahren noch ein mulmiges Gefühl einen heruntergeladenen Titel lediglich auf der Festplatte zu besitzen und auf eine Packung und Handbuch sowie physischen Datenträger verzichten zu müssen, so ist dies heutzutage für viele Benutzer fast normal. Für diese Entwicklung ist zum großen Teil Valves Steam verantwortlich. Dessen integrierter Games-Manager verwaltet nicht nur aktuell installierte Spiele und verknüpft deren Mehrspieler-Modi mit der Freundesliste sondern merkt sich auch alle jemals online erworbenen Titel und bietet sie jederzeit zum erneuten Download an.

Electronic Arts dreht die Entwicklung jetzt allerdings einen Schritt zurück, zumindest im eigenen Online-Shop. Dort erworbene Spiele können nämlich nur für einen bestimmten Zeitraum (je nach Titel bis zu sechs Monate) kostenlos heruntergeladen werden. Möchte der Kunde die Frist auf zwei Jahre verlängern, wird ein zusätzlicher Obolus von 3,99 Euro fällig (Beispiel im Bild: Command & Conquer: Alarmstufe Rot 3). Spätestens danach aber verfällt auch dann die Möglichkeit zum erneuten Download. Entdeckt wurde die merkwürdige Option von der Szenewebseite ars technica. Die konnte das unangenehme Geschäftsgebahren auch bis zur direkten Quelle, den digitalen Distributor Digital River zurück verfolgen. Der Publisher Electronic Arts scheint in diesem Fall also nicht direkt verantwortlich zu sein, auch wenn er als Betreiber des Online-Shops natürlich involviert ist.

Electronic Arts Online-Shop : Gänzlich absurd scheint der Vorgang wenn man sich Electronic Arts offizielle Meinung zu privaten Sicherheitskopien vor Augen führt: In einer Mail von EAs Player Relation Manager Paolo konnten betroffene Spieler nachlesen, dass es beispielsweise nicht möglich sei von der Spore-Download-Version ein Backup zu erstellen. Stattdessen verwies er auf die Möglichkeit des erneuten Downloads – ohne allerdings auf die begrenzte Geltungsdauer hinzuweisen. Liegen also zwischen Software-Kauf und einem etwaigem Rechnerwechsel mehr als zwei Jahre, scheint das Spiel für den Kunden verloren. Zwar haben findige User inzwischen einen Weg gefunden die benötigten Daten dennoch zu kopieren, aber es kann ja nicht im Interesse des Publishers liegen, dass Käufer erst umständliche Wege finden müssen um einen legal erworbenen Titel zu sichern.

Zum Glück werden Electronic Arts-Spiele in Zukunft auch über Steam angeboten, wo Kunden sich nicht mit derlei Restriktionen herumschlagen müssen. Allerdings wird dies Spielern die ihre Titel bisher arglos im EA-Shop gekauft haben nur ein schwacher Trost sein und der mühsam aufgebauten Akzeptanz der viel propagierten Online-Distribution tut solch ein Verhalten auch nicht gut.

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Avatar Schruppig
Schruppig
#1 | 31. Dez 2008, 14:18
ea-.-
was sll man da noch weiter sagen, gut das ih zeit habe innen laden zu gehen oder mir gemütlich nen spiel bei amazon bestell (da mich die wartezeit nicht stresst^^)
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Avatar Crow2
Crow2
#2 | 31. Dez 2008, 14:23
EA machts sich durch diese Aktion noch mehr Feinde :-(
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Avatar BigBamDaddy
BigBamDaddy
#3 | 31. Dez 2008, 14:26
Der EA Online-Shop ist eine Totgeburt. Die Spiele werden überteuert Angeboten und jetzt auch so ein Abzock-System.

Wann merken die Verantwortlichen denn endlich mal, dass man gerade bei Bezahl-Downloads auch in direkter Konkurrenz mit illegalen Downloads steht?
Hier wird 1:1 verglichen, welcher Weg bietet mir als Kunden (auch im Sinne von Raubkopie-Kunde) mehr?
Hier kommt man ganz klar zum Schluss, dass der illegale Download, einfacher, schneller, problemfreier abläuft und obendrein auch noch kostenfrei ist.
Eben allein dieser kostenfreie, wenn auch illegale, Weg macht den EA Online Store gänzlich unattraktiv.

Dazu kommt eben auch als legale Alternative eine Platform wie Steam, welche unkompliziert und schnell ist, kein Vergleich zum sperrigen EA Online Store.

Es ist mir ein Rätsel wieso ein großes Unternehmen wie EA von einem Fettnäpfchen ins nächste tritt.

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Avatar SintoX
SintoX
#4 | 31. Dez 2008, 14:27
Es ist ja nicht EA selber aber trotzdem zum kotzen.
Hoffe da wird schnell nachgebessert.

Und da wundern die sich, dass der Onlineverkauf (per Download) so schleppend läuft.
Zumal man meist mehr als im Laden zahlt und weniger hat.

Steam ist in der Hinsicht auch kein Trost, da auch dort die Spiele zu beginn sehr teuer sind.
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Avatar Severus
Severus
#5 | 31. Dez 2008, 14:35
Nur dumm, dass northern strike (BF 2142 ) auch im laden keinen datenträger besitzt. Sondern nur ein Download key.
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Avatar ElChupacabra
ElChupacabra
#6 | 31. Dez 2008, 14:37
Ich kann mich noch an die Aussage aus einem Interview mit einem hohen Tier bei EA erinnern: "Wir lieben Videospiele, denn auch wir sind Spieler"

Die Herrschaften spielen wohl Monopoly mit echtem Geld.
Die Profitgier steht anscheinend über allem bei EA.
Begriffe, wie Kundenfreundlichkeit sind denen fremd.

Hoffentlich merken auch sie bald, dass man Geld nur mit zufriedenen Kunden verdient.
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Avatar Saul-Meyers
Saul-Meyers
#7 | 31. Dez 2008, 14:38
Eins weiß ich, dass ich solche Systeme nie unterstützen werde. Ich werd mir nur Spiele kaufen die es im Handel samt Verpackung und Handbuch gibt und ohne Plattform laufen.

Wenn es solche Spiele irgendwann nur noch per Downloadvertrieb gibt, wird mir wohl nichts anderes bleiben, als mein Hobby an den Nagel zu hängen.
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Avatar [w0ngern]Rob
[w0ngern]Rob
#8 | 31. Dez 2008, 15:01
Zitat von :
Die konnte das unangenehme Geschäftsgebahren auch bis zur direkten Quelle, den digitalen Distributor Digital River zurück verfolgen. Der Publisher Electronic Arts scheint in diesem Fall also nicht direkt verantwortlich zu sein, auch wenn er als Betreiber des Online-Shops natürlich involviert ist.
Interessante These! Dies setzt je voraus, dass der Publisher sich nicht das DRM aussucht, sondern das DRM den Publisher. Möchte man hier mit Samthandschuhen das arrogante System des Publishers EA verteidigen, um nicht selbst irgendwann in die Schusslinie zu rutschen oder ist man wirklich so naiv? Das Interview in der aktuellen Gamestar liest sich mit diesem fatalen "Bericht" wie das "Schuldgeständnis" seitens dem Publisher vom Gothic-Addon.

Ich sage es frei heraus, bei solchen Machenschaften fühle ich mich einfach nur noch verarscht. Und meine Quittung werdet ihr als absoluten Kaufverzicht zurückbekommen.
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Avatar maybeapreacher
maybeapreacher
#9 | 31. Dez 2008, 15:04
Ich find Steam eigentlich echt klasse. Erst vorgestern hab ich mir in einer späten Weihnachtsaktion Bioshock gekauft. Ohne nervendes SecuRom, ohne Aktivierungszwang, und das ganze jetzt für 3,80€ :-) (drei euro achtzig).

Backups kann ich jederzeit machen, und für den Preis muss ich ein Spiel bestimmt nicht weiter verkaufen, von daher finde ich Steam da echt fair. Dass Backups im EA-Store nicht vorgesehen sind, bestätigt mich aber auch: Datenträger wenn Spiel ok, oder Steam, wenn Spiel per SecuRom und Aktivierungszwang verschlimmbessert wurde :-(

Annsonsten ein absolutes No-Go!!
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Avatar duderino
duderino
#10 | 31. Dez 2008, 15:07
Wer da kauft ist selbst schuld...
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Details zu Command & Conquer: Alarmstufe Rot 3

Plattform: PC (PS3, Xbox 360)
Genre Strategie
Untergenre: Echtzeit-Strategie
Release D: 30. Oktober 2008
Publisher: Electronic Arts
Entwickler: EA Los Angeles
Webseite: http://www.redalert3.com
USK: Freigegeben ab 16 Jahren
Spiele-Logo: Download
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