Leser-Rezension zu Counter-Strike: Global Offensive
Guter Mittelweg zwischen Neuem und Altbewährtem
Datum: 12.11.2012 | zuletzt geändert: 12.11.2012, 12:48 Uhr
Ich habe gedacht, bevor ich die Beta gespielt habe, dieses Spiel sei unnötig: ein CS:S mit ein paar neuen Texturen und plattformübergreifendes Spielen, welches ohnehin nicht zu balancen gewesen wäre.
Aber nach meinem ersten Besuch ist mir direkt aufgefallen, dass CS:GO einiges besser macht als sein Vorgänger und in der ein oder anderen Sache auch als CS 1.6.
Sehr positiv fällt gegenüber seinen Vorgängern das Mapdesign ins Augenlicht. Viele neue taktische Möglichkeiten, wie z.B. auf dust der zusätzliche Weg für die Terroristen die Treppe hoch oder auf train die Erleichterung für die Terroristen den unüberdachten Bombspot einzunehmen. Dabei fallen Objekte wie die teils extrem unnötigen und störenden Physik-Fässer aus seinem Vorgänger komplett flach. So etwas hat in einem kompetitiven Shooter wie Counter-Strike nichts verloren.
Das Schussverhalten der Waffen fühlt sich wieder "echter" an und man merkt, dass man sich auf diesem Gebiet deutlich stärker an CS 1.6 orientiert hat. Vor allem, was das Dauerfeuer angeht wurde versucht wieder eine "klare Linie" zu fassen, was allerdings noch nicht zu 100% gelungen ist.
Es gibt neue Waffen, aber manche alten fallen auch weg (z.B. auch der Schild, was wohl kaum jemanden stören wird). Leider gibt es die Schalldämpfer für USP sowohl M4A1 nicht mehr. Auch die Preise wurden angepasst, zum Beispiel kostet das Defuse-Kit jetzt 400$ und die AK-47 2700$.
Der Sound macht einen ganz guten Eindruck, die Gegner sind mit dem richtigen Equipment gut zu orten, nur die Waffensounds sind etwas monoton. So fällt es zum Beispiel oft sehr schwer zu hören, mit welcher Waffe man gerade angegriffen wird (bzw. man hört es gar nicht).
Neben dem altbekannten Serverbrowser gibt es jetzt auch eine Matchmaking Funktion, welche im Großen und Ganzen nicht nötig, aber auch nicht komplett nutzlos ist.
Das Menü überrascht mit vielen Einstellungsmöglichkeiten an der UI sowohl an der Grafik (wobei die meisten die Einstellungen eh direkt im Notepad vornehmen werden).
Die Grafik basiert natürlich auf der altbackenen Source-Engine, macht aber doch für das Alter einen recht frischen Eindruck und hat nur leicht erhöhte Anforderungen zu CS:S.
Ansonsten bietet CS:GO neben dem ganzen altbekannten Inhalt einige lustige Spielereien für zwischendurch wie z.B. das Gungame.
Fazit: Für Leute, die CS 1.6 geliebt und CS:S gehasst haben kann ich nur sagen: gebt CS:GO eine Chance!
Für Leute, die CS 1.6 gehasst und CS:S geliebt haben kann ich nur sagen: gebt CS:GO eine Chance!
Für Leute, die beides geliebt haben kann ich nur sagen: Ihr werdet es 100%ig noch mehr lieben!
Für mich ein guter und vielleicht auch erfolgreicher Versuch, zwei doch teilweise sehr verstrittene Communities zu vereinen...







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