CS:GO Glücksspiel : Kein Glücksspiel, keine Wetten mehr. Valve verschickt Unterlassungserklärungen an einschlägige Anbieter, eine kommerzielle Nutzung von Steamkonten sei nicht erlaubt. Kein Glücksspiel, keine Wetten mehr. Valve verschickt Unterlassungserklärungen an einschlägige Anbieter, eine kommerzielle Nutzung von Steamkonten sei nicht erlaubt.

Zum Thema CS: GO ab 16,80 € bei Amazon.de Es geht Schlag auf Schlag: Valve geht nun aktiv gegen Glücksspielportale vor und hat einschlägigen Webseiten eine Unterlassungserklärung geschickt. Betroffen ist nicht nur Counter-Strike: Global Offensive, sondern auch Dota 2.

E-Sport-Journalist Richard Lewis hatte zuerst von der Unterlassungserklärung berichtet, das Schreiben ist mittlerweile auch Online zu finden. Valve und einer der betroffenen Glücksspiel-Anbieter haben bereits die Echtheit bestätigt. Anbieter CSGO Big behauptet, dass es sich nur um ein temporäre Unterlassungserklärung handelt und man in naher Zukunft wieder online gehen werde.

Der Stolperstein: Kommerziell genutzte Steamkonten

Das Schreiben stammt von Karl Quackenbush, Valves obersten Anwalt. Darin erklärt er, dass die Glücksspielportale ihre Steamkonten für kommerzielle Zwecke nutzen. Das verstößt gegen die allgemeinen Steam-Nutzerbedingungen, weshalb die kommerzielle Nutzung der Steam-Accounts unverzüglich eingestellt werden müsse. Valve gibt den Webseiten zehn Tage Zeit, es wird mit rechtlichen Schritt und eine Löschung der Benutzerkonten gedroht. Abseits davon gibt es kein zeitliches Fenster im Schreiben, die temporäre Abschaltung von CSGO Big könnte könnte durchaus permanent sein.

Wir hatten bereits in unserem Video zum Thema CS:GO-Glücksspiel vermutet, dass die Nutzung automatisierter Nutzerkonten (»Bots«) der Stolperstein für die Glücksspielbranche sein könnte.

Betroffen: Alle, mit einer großen Ausnahme

Insgesamt 23 Webseiten haben die Unterlassungserklärung Valves erhalten. Dabei überrascht im ersten Moment, dass nicht nur Glücksspiel-Portale und Online-Casinos betroffen sind, sondern auch Sportwett-Anbieter wie CSGO Lounge. Da Valve über automatisierte Steam-Nutzerkonten argumentiert, kann für diese Art von Wettanbieter aber keine Ausnahme gemacht werden.

Spieler vermuten durch die Schließung von Sportwett-Anbietern starke Auswirkungen auf E-Sport-Events und Zuschauerzahlen. Besonders kleine Turniere, Ligen und die weibliche CS:GO-Szene profitierten von Sportwetten, die Auswirkungen dürften messbar sein.

Die Liste der betroffen Portale:

  • CSGOLounge.com

  • CSGStrong.com

  • CSGODouble.com

  • CSGO500.com

  • CSGOCosmos.com

  • CSGOCasino.net

  • CSGO2x.com

  • CSGOHouse.com

  • CSGOatse.com

  • CSGODiamonds.com

  • SocietyLogin.com

  • Dota2Lounge.com

  • CSGOCrash.com

  • CSGOLotto.com

  • CSGOBig.com

  • CSGOFast.com

  • CSGOSweep.com

  • CSGOMassive.com

  • CSGOBattle.com

  • Skins2.com

  • CSGOPot.com

  • CSGOWild.com

  • Bets.gg

Ein prominentes Portal fehlt: CSGOShuffle, das nach der bisherigen Beweislage wohl vom Streaming-Star James »Phantoml0rd« Varga mitbetrieben wird. Da die Webseite aber bereits nicht mehr verfügbar ist, und Phantoml0rds Twitch-Konto gesperrt wurde, dürfte sich der Fall auch erübrigen. Nach der Veröffentlichung der Anschuldigungen gegen den Streamer ist Varga quasi untergetaucht.

Dafür taucht CSGO Lotto in der Liste auf, das defintiv von den YouTubern Tmartn und ProSyndicate betrieben wird. Der Skandal um die beiden YouTuber und ihre nicht gekennzeichnete Werbung für ihre eigene Webseite war nicht der erste, aber durchaus größte Skandal um Glücksspiel mit CS:GO-Waffenskins. Insgesamt sind die 23 Webseiten bei weitem nicht die einzigen Anbieter für CS:GO-Glücksspiel und Wetten. Es bleibt abzuwarten, ob Valve mit mehreren Schreiben noch nachgreifen wird.

Bereits in der vergangenen Woche hatte Valve ein Statement veröffentlicht, dass man gegen Glücksspiel in CS:GO vorgehen werde.

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