Crysis - PC

Ego-Shooter  |  Release: 15. November 2007  |   Publisher: Electronic Arts

Crytek - Crysis-Macher drohen mit Auswanderung

Der Crytek-Chef und Mitbegründer Cevat Yerli droht mit der Auswanderung seiner Firma, sollte es zu einem Verbot von so genannten Killerspielen kommen.

Von Christian Fritz Schneider |

Datum: 05.08.2009 ; 16:14 Uhr


Crytek : Cevat Yerli Cevat Yerli Vor wenigen Wochen empfahl die Innenministerkonferenz der 16 deutschen Bundesländer ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot so genannter, aber nicht näher definierter, Killerspiele – als Reaktion auf den Amoklauf von Winnenden. Nun bezieht der Crytek-Chef Cevat Yerli Stellung zu den politischen Forderungen: »Ein Verbot von Action-Spielen in Deutschland ist besorgniserregend, weil das bedeutet, dass wir als Spieleentwickler hier nicht arbeiten können. Wenn die Kreativschaffenden in Deutschland sich nicht an einem der bedeutendsten und zukunftsträchtigsten Kulturmedien beteiligen können, heißt das nichts anderes, als dass wir gezwungen sind, ins Ausland abzuwandern.«

Crytek gilt mit den Spielen der Crysis-Serie und ihrer zugrunde liegenden Technologie als Aushängeschild der Branche, auch international. Dementsprechend beachtenswert ist Yerlis Aussage zur Zukunft des Mediums und der Spieleschaffenden in Deutschland. Der Crytek-Chef sieht die Industrie um ihre Konkurrenzfähigkeit bedroht und erwachsene Bürger entmündigt. »Es besteht die Gefahr, dass die deutschen Talente wegen der aktuellen politischen Diskussion ihres gebührenden Platzes in der internationalen Spieleentwicklerlandschaft beraubt werden. Gleichzeitig würden den deutschen Konsumenten Werke der Unterhaltungskultur vorenthalten, die überall in der Welt als unbedenklich und unterhaltsam angesehen werden«, so Yerli gegenüber GameStar.

Online-Petition

Die Empfehlungen der Innenminister sorgte auch bei Spielern für Unmut. Als Reaktion auf die Konferenz, die sich des bestehenden Jugendschutzes und der bereits geltende Gesetzgebung zum Thema gewaltverherrlichende Spiele scheinbar nicht bewusst ist, wurde inzwischen eine Online-Petition auf der Webseite des Deutschen Bundestages gestartet. Ziel der Petition: Der Deutsche Bundestag soll sich gegen den Beschluss der Innenmister-Konferenz vom 5. Juni 2009 entscheiden, der ein "Herstellungs- und Verbreitungsverbot" von Action-Computerspielen vorsieht.
Bis heute haben fast 70.000 Bürger die Petition unterschrieben. Die Mitzeichnungsfrist endet am 19. August. Für eine Unterzeichnung müssen Sie sich auf der Seite des Bundestags anmelden.

» Die Online-Petition ansehen und unterzeichnen
» Weitere Informationen zum Thema »Killerspiele«

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Avatar FoXx666
FoXx666
#1 | 05. Aug 2009, 16:21
Langsam aber sicher regt sich überall Widerstand...
Sieht so aus als wäre deutschland NOCH eine demokratie
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Avatar senfmann
senfmann
#2 | 05. Aug 2009, 16:22
kommt das nicht etwas spät?
aber ich gehe mal ganz einfach davon aus das keine zeit für nachrichten war da crysis 2 entwickelt wird :)
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Avatar FKFlo
FKFlo
#3 | 05. Aug 2009, 16:26
Deutschland soll meinetwegen den Jugendschutz drastisch erhöhen und verbessern, aber ich fidne es einfach nur dämlich die Titel ihr ganz zu verbieten!
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Avatar MyMindMyBodyMySoul
MyMindMyBodyMySoul
#4 | 05. Aug 2009, 16:28
Ist das wieder eine neue Drohung von Crytek?
Wenn "ja" dann wäre es die Zweite solcher art.

Solche Drohungen gehen auch nach hinten los, und wenn
die dann nicht bald Nägel mit Köpfen machen, stehen die bald da
wie ein zahnloser Tieger.

Dann kommt im Fehrnseh wieder eine unqualifizierte Aussage von einer Ahnungslosen und aufgehetzten Moderatorin: "Sollen sie doch".

MfG
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Avatar TOMahawk85
TOMahawk85
#5 | 05. Aug 2009, 16:30
Zitat von FoXx666:
Langsam aber sicher regt sich überall Widerstand...
Sieht so aus als wäre deutschland NOCH eine demokratie


Naja, alle vier Jahre wählen und sich dann genau diesen Zeitraum lang von einem neuen Idioten verarschen lassen, macht für mich noch keine echte Demokratie. Unsere führenden Politiker sind meiner Meinung nach schlicht und ergreifend zu alt, um noch auf der Höhe der Zeit zu sein.

Was den Widerstand angeht: Vielleicht sollte man ähnlich wie in Frankreich mal geschlossen auf die Straße gehen (man muss ja nicht gleich Autos anzünden), damit der Rest der Bevölkerung merkt, das man mit uns Spieler nicht herumschupsen kann, wie man will.
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Avatar nimsso
nimsso
#6 | 05. Aug 2009, 16:35
Zitat von FKFlo:
Deutschland soll meinetwegen den Jugendschutz drastisch erhöhen und verbessern, aber ich fidne es einfach nur dämlich die Titel ihr ganz zu verbieten!


Da gibts nichts zu verbessern, der war schon vor der Jahrtausendwende gut. Nur wenn die Verkäufer nicht darauf achten, dann nützen auch alle Bemühungen nichts.
Der Schutz ist mir im moment sowieso zu krass, z.B. im Falle von Steam.
Was nur irgendwie nicht kontrolliert wird, sind Bestellungen aus dem Ausland (z.B. über uncutgames oder 365games).
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Avatar rebb
rebb
#7 | 05. Aug 2009, 16:35
"Es besteht die Gefahr, dass die deutschen Talente wegen der aktuellen politischen Diskussion ihres gebührenden Platzes in der internationalen Spieleentwicklerlandschaft beraubt werden."

Sehe ich genauso.

Andere Länder sind schon sehr viel weiter was die Ausbildung und Förderung in Sachen Spiele-Industrie angeht, Deutschland hingegen wird von verstockten und verkrampften Möchtegern-Gutmenschen regiert, die sich nur für die Industrien interessieren die es schon zur Zeit des """"Wirtschaftswunders"""" gab.

Deutsche Politiker besabbern lieber reihenweise Motorhauben anstatt sich für Zukünftige Industrien zu interessieren.

Deutschland's Spiele-Industrie wurde schon viel zu lange von kurzsichtigen Gesetzgebern kleingehalten.

Man muss Crytek eigentlich die Füsse dafür küssen dass sie sich nicht um die Schildbürger-Mentalität der Politik gekümmert haben, und einen international anerkannten Shooter-Blockbuster produziert haben.
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Avatar Hatschi18
Hatschi18
#8 | 05. Aug 2009, 16:36
Ich glaub die Entwickler kümmert es einen Dreck ob Crytek auswandert *lach*.
Die interessieren sich für Wählerstimmen und nicht ob irgendwelche Spieleentwickler nun auswandern wollen.

70.000 Stimmen sind auch nicht die Welt. Jedenfalls... nichtmal mich interessiert ob Crytek auswandert. Kaufen kann man derren Spiele sowieso, egal wo produziert.

Wichtig ist einfach eine Partei zu wählen, die kein solchen Schwachsinn verzapft.
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Avatar Hörnchenmeister
Hörnchenmeister
#9 | 05. Aug 2009, 16:39
Etwas spät die News. Das hat Yerli schon vor über nem Jahr gesagt.

Aber immer wieder diese Diskusionen nerven echt langsam. Das geht doch schon paar Jahre so. Sollen die doch endlich mal ernst machen und den ganzen mist verbieten oder es ganz sein lassen.
Werden ja schon sehn was sie dann davon haben. Unsere Wirtschaft geht ja so schon den bach runter.
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Avatar Mr-Threepwood
Mr-Threepwood
#10 | 05. Aug 2009, 16:49
Richtiger Schritt!
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Details zu Crysis

Plattform: PC (PSN, XBLA)
Genre Action
Untergenre: Ego-Shooter
Release D: 15. November 2007
Publisher: Electronic Arts
Entwickler: Crytek GmbH
Webseite: http://www.crysis-game.com
USK: Keine Jugendfreigabe
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
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