Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten im Test
Schluss mit lustig
Fazit der Redaktion
Jochen Gebauer: Satinavs Ketten ist zweifellos ein gutes Adventure – ein sehr gutes sogar. Den direkten Vergleich mit Deponia, Harvey oder Whispered World verliert es trotzdem. Dabei gefällt mir die ungewöhnlich düstere Geschichte ausgezeichnet (auch wenn das Ende ein wenig enttäuscht), die Atmosphäre ist gewohnt großartig und mit dem nicht ganz perfekten Rätseldesign kann ich prima leben, weil es mich zur Abwechslung mal wirklich fordert.
Indes: Es fehlt jenes Gefühl, mich in einer perfekt geölten Maschine zu bewegen; mal japsen die Figuren, mal krächzt Nuri, mal klappere ich minutenlang ziellos die Hotspots ab, weil mir das Spiel einen wichtigen Hinweis geflissentlich verschweigt. Und so sympathisch mir der arme Geron auch ist, so blass bleibt er im Vergleich mit Lilli, Rufus oder Sadwick. Tolle Unterhaltung für Genre-Liebhaber ist Satinavs Ketten trotzdem – aber für den ganz großen Wurf reicht’s diesmal nicht.