Zum Thema » Diablo 3: Patch 2.0.1 Video: Das ist neu im Hauptspiel Diablo 3: Reaper of Souls ab 14,24 € bei Amazon.de Der Teufel ist tot, es lebe der Tod! Nach dem Ende von Diablo 3 reißt sich im Addon Reaper of Souls der Todesengel Malthael den schwarzen Seelenstein unter den Nagel. Damit macht er sich prompt daran, die Bewohner der Stadt Westmark zu massakrieren und ihre Seelen zu ernten. Eigentlich mit einem noblen Ziel: Er will allen Dämonen das Licht ausknipsen. Blöd nur, dass auch die Menschen zur Hälfte von den Höllenbewohnern abstammen.

Wir haben den neuen fünften Story-Akt - mit Ausnahme des Endkampfs gegen Malthael selbst - bereits durchgespielt; mit den neuen Schauplätzen und Gegnertypen hat Blizzard tatsächlich hervorragende Arbeit abgeliefert. Vor allem Monsterjäger alter Schule fühlen sich in Westmark pudelwohl, die gotische Architektur der Festungsstadt erinnert an die ersten beiden Diablos.

Und wie damals sind zum ersten Mal in Diablo 3 fast alle Gebiete des fünften Akts komplett zufällig zusammengewürfelt, statt immer einem ähnlichen Grundlayout zu folgen. Nach Westmark führt uns die Reise in die Blutsümpfe, durch die von uralter Magie durchdrungene Nephalem-Bastion Corvus und sogar auf die Schlachtfelder der Ewigkeit - insgesamt beschäftigt uns ein Durchlauf rund fünf Stunden.

Und so fantasievoll und abwechslungsreich wie die Gebiete fallen auch die Monster aus, unser Liebling ist der »Reamwalker«. Dieser Bosskoloss trägt ein Portal zwischen seinen Hörnern, aus dem Dämonen springen. Wenn wir ihn auf den Schlachtfeldern der Ewigkeit niederprügeln, bleibt das Tor zurück, wir können hindurchschreiten und uns in einer Taschendimension durch Monster aus allen fünf Akten metzeln. Derart liebevolle Ideen hätten wir uns auch fürs Hauptprogramm gewünscht!

Wo ist die Wertung?
Wir haben Reaper of Souls schon wochenlang in der Beta gespielt, die bis auf den letzten Bosskampf den kompletten fünften Akt samt aller Neuerungen enthielt. Weil aber die fertige Version bis zum Redaktionsschluss noch nicht vorlag, geben wir noch keine finale Wertung. Die liefern wir demnächst auf GameStar.de nach.

Übrigens: Unser Urteil bezieht sich ausschließlich auf die Neuerungen und den Umfang von Reaper of Souls, Klassen, Akte und Spielmechaniken des Hauptprogramms fließen nicht in die Wertung mit ein.

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Diablo 3 Reaper of Souls
Im fünften Akt erwarten uns immer mal wieder gut inszenierte Bosskämpfe – hier allerdings nur gegen einen »normalen« Boss, keinen der Hauptbosse.

Heiliger Klonkrieger

Neben unseren alten Helden können wir auch mit dem neuen Kreuzritter in die Schlacht ziehen. Der Glaubenskrieger kämpft am liebsten mit Morgensternen und klassenspezifischen Schilden, als erste Klasse kann er sich sogar besonders auf Schilde spezialisieren. Der Schaden des Schildwurfs etwa erhöht sich mit der Blockchance, und die passive Fähigkeit »Himmlische Stärke« lässt uns einen Schild und eine Zweihandwaffe gleichzeitig tragen, aber derweil 15 Prozent langsamer vorrücken.

Der Kreuzritter kann also gleichermaßen heftig austeilen und den Tank spielen, nur allzu agil ist die wandelnde Blechbüchse nicht. Immerhin kann er mit seiner Fähigkeit »Fallendes Schwert« direkt zum Gegner springen oder mit einem magischen Schlachtross zwei Sekunden lang ungehindert durch Gegner reiten. Diese Fähigkeiten müssen allerdings lang nachladen - wer flinke Helden mag, bleibt lieber beim Mönch.

Diablo 3: Reaper of Souls : Unsere Zauberin trifft auf den Schlachtfeldern der Ewigkeit auf den gewaltigen Realmwalker.

Realmwalker
Unsere Zauberin trifft auf den Schlachtfeldern der Ewigkeit auf den gewaltigen Realmwalker.

Apropos: Wie Letzterer unterstützt auch der Kreuzritter seine Verbündeten mit Auren. Wer da an den Paladin aus Diablo 2 denkt, liegt völlig richtig, der Kreuzritter ist eine eindeutige Hommage. Die einfallsreichste Klasse ist er aber nicht, auch wenn er natürlich neue Talente mitbringt. Auch seine Ressource »Zorn« generiert sich gleichermaßen automatisch und mit Angriffen, eine konventionelle Mischung aus Wut (Barbar) und Geisteskraft (Mönch).

Mensch, Blizzard, da wäre viel mehr drin gewesen, das Diablo 2-Addon Lord of Destruction bot mit dem Gestaltwandler-Druiden und der Kombo-Assassine seinerzeit völlig neuartige Klassen- und auch noch zwei davon! Spaß macht der Kreuzritter trotzdem, weil seine Angriffe gewohnt bombastisch durch die Feindeshorden pflügen.

Und ja, er bietet auch etwas spielerische Abwechslung, man kann ihn als klassischen Nahkämpfer auslegen, mit seinen Auren Multiplayer-Support leisten oder dank Fertigkeiten wie dem »Himmelsfaust«-Blitzzauber als eine Art Kampfmagier auf mittlere Distanz Schaden austeilen. Etwas noch nie Dagewesenes erleben wir mit ihm aber nicht, nach fast zwei Jahren Addon-Entwicklungszeit ist das etwas schwach.