Die Kunst des Mordens 2 im Test
Fade Ermittlungen in Paris
Ein Mörder zieht die Fäden, die Ermittlung zieht sich fade.
Von
Christian Schmidt
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Datum:
24.02.2009
Vor knapp einem Jahr war Nicole Bonnet noch ohrenfeuchte FBI-Anfängerin, die gleich in ihrer ersten Arbeitswoche einen Serienmörder überführte – nachzuspielen im sehr mäßigen Adventure Die Kunst des Mordens. Nun befindet sich Miss Bonnet in Paris, denn dort geht ein weiterer Killer um. Der spannt seine Opfer an Seilen auf wie Marionetten, zu ihren Füßen liegt eine handgefertigte Puppe. Was bedeutet diese Inszenierung? Weil bald weitere Menschen sterben, scheint der mysteriöse Fall auf einen dramatischen Höhepunkt zuzulaufen. Leider macht es sich Die Kunst des Mordens: Der Marionettenspieler zur Aufgabe,
den Fluss der durchaus spannenden Geschichte in jeder nur erdenklichen Weise auszubremsen.
Jetzt noch nicht! Nicole kann Gegenstände erst nehmen, wenn das Programm das erlaubt.
Wie schon im Vorgänger hat nur ein Bruchteil von Nicoles Handlungen mit Ermittlungsarbeit zu tun. Stattdessen verliert sie sich in konstruierten Nebenbeschäftigungen. Ein Zeuge weigert sich zum Beispiel trotz akuter Lebensgefahr, mit Nicole zu fliehen, bevor diese nicht das Motorrad seines Sohnes repariert hat. Außerdem geizt Die Kunst des Mordens 2 mit Hinweisen, als hinge das Leben der Entwickler an einem Schweigegelübde. Die simplen Rätsel sorgen im späteren Verlauf des rund acht Stunden langen Spiels nur deshalb für Ratlosigkeit, weil unklar bleibt, was überhaupt zu tun ist; alles außer der richtigen Handlung würgt Nicole mit einem »Geht nicht« ab.
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