Die Siedler 7 in der Vorschau | Seite 2
Ein Hauch von Globalisierung
Notwirtschaft
Nun ist das Wirtschaftssystem von Die Siedler allerdings ziemlich starr; wer schnell 30 zusätzliche Goldmünzen braucht, muss ganze Produktionswege neu anlegen und dann erst mal abwarten. Deshalb baut Blue Byte flexible Handlungsalternativen für Notfälle ein. Im Handelsposten können Sie zum Beispiel Rohstoffe (zu ungünstigen Konditionen) gegen andere tauschen, in der Taverne Bier zu Geld machen oderWerkzeuge kaufen. Außerdem lässt sich die Produktion jedes beliebigen Betriebs in den Turbo schalten, indem Sie dem Insassen Extra- Essensrationen liefern. Versteht sich, dass Sie in bester Serientradition auch die Lieferprioritäten von Hand umsortieren dürfen. Als zusätzlichen Motivationsschub gewährt Ihnen Die Siedler 7 zufällige Rohstoff-Belohnungen, wenn Sie Fortschritte machen, etwa neue Sektoren erobern oder eine bestimmte Bevölkerungszahl erreichen. In Multiplayer-Partien bekommt außerdem in regelmäßigen Abständen der jeweils Letzte einen Schwung wertvoller Ressourcen geschenkt.
Produktionsgebäude wie hier die Weberei sind amüsant und mit Liebe zum Detail animiert.
Kriegswirtschaft
Die Übersicht zeigt nicht nur die hübsche Grafik des Spiels, sondern auch die angrenzenden Sektoren.
Aber wie funktioniert das nun mit dem Erobern, wofür sind die Generäle gut? Auch in Die Siedler 7 wird gekämpft, aber auf wesentlich simplere Weise als in den beiden Vorgängern. Die Idee, den Spieler die Truppen selbst steuern zu lassen, hat Blue Byte aufgegeben. In der neuen Episode ziehen die kleinen Soldaten wieder eigenständig in den Kampf. Wenn eine Armee in einen gegnerischen (oder neutralen) Sektor einmarschiert, treffen sich Angreifer und Verteidiger ordentlich in der Mitte. Dann stürzen sich die vier Einheitentypen aufeinander: Kanonen und Musketiere feuern aus der zweiten Reihe, vorn balgen sich Lanzenträger und Kavallerie. Über Sieg oder Niederlage entscheiden Masse und Zusammenstellung der Heere. Daneben können die Generäle das Zünglein an der Waage sein, denn sie haben individuelle Eigenschaften, durch die sie etwa die Kampfkraft von Kanonen erhöhen. Generäle rekrutieren Sie in der Taverne, eigene erstellen dürfen Sie nicht. Jeder eigene Sektor lässt sich mehrstufig aufrüsten; dann bauen die Siedler Verteidigungstürme, Palisaden oder gar Stadtmauern.
Der neutrale Handelsposten ist Anlaufstelle für Ihre Händler, die dadurch neue Tauschoptionen erhalten.
Das gilt übrigens auch für die KI, die nun (im Gegensatz zu Die Siedler 6) tatsächlich eigene Siedlungen errichtet – und das sogar sehr gut, wie wir beim Probespielen feststellten. Hübsches Detail am Rande: Jeder Spieler soll sein Schloss, das Zentrum seines Reichs, in einem Editor selbst gestalten dürfen, mit Teilen, Türmchen und Texturen. Diesen Part des Spiels haben wir in Die Siedler 7 zwar noch nicht gesehen. Aber wir sind zuversichtlich, dass Benedikt Grindel ihn uns nicht extra erklären muss.