Die Siedler: Aufbruch der Kulturen im Test | Seite 3
Von Ägyptern, Schotten und Bajuwaren
Gordischer Knoten
Die Bajuwaren haben ihr Lager im Schnee aufgeschlagen. Der See rechts ist zugefroren.
Mit einer Änderung hat Funatics allerdings daneben gegriffen, und das ist ausgerechnet die Steuerung. Bislang öffnete sich in Die nächste Generation beim Klick direkt am Mauszeiger ein Baufenster, mit dem sich Häuser und Wegfahnen setzen ließen. In Die Siedler: Aufbruch der Kulturen springen stattdessen zwei Menüs auf: ein Symbolring am Cursor und die Gebäudeauswahl am unteren Bildrand. Die seltsame Zweiteilung sorgt für nachhaltige Verwirrung. Wer einen Weg anlegen will, benutzt die winzigen Icons am Mauszeiger, fürs Hausbauen dagegen das Fenster unten, Abreißen geht wiederum nur über das Ringmenü und muss bei jeder einzelnen Wegfahne per Dialogbox bestätigt werden, was bald tierisch nervt. Opferungen werden in der Bildecke rechts oben angewählt, Menüs verteilen sich auf gleich drei Leisten oben, links und rechts – verwirrender geht’s kaum. Die Folge sind ständige Fehlklicks und Nachdenkpausen. Zugänglichkeit ist generell nicht die Stärke von Aufbruch der Kulturen. Trotz dreier Schwierigkeitsgrade bleiben viele Herausforderungen der Kampagne happig; ein Tutorial existiert nicht, nur dürre Texthilfen. Elementare Spielelemente wie die Bedeutung von Werkzeugen (von denen es übrigens nur noch ein universelles gibt) oder Lieferprioritäten erklärt das Spiel nicht. So verstricken sich Anfänger-Siedlungen regelmäßig in Warenstaus. Aber zum Glück befinden wir uns ja in der »Traditions-Reihe« – und also in bester Hoffnung auf Steigerung im nächsten Siedler 2-Klon.