Dishonored im Technik-Check
Systemanforderungen und Grafikvergleich
Dishonored spielt in der technisch fortschrittlichen Steampunk-Stadt Dunwall. Ob die zugehörige Grafik des Spiels da mithalten kann, klärt unser Technik-Ckeck.
Von
Julian Heimpel
|
Datum:
10.10.2012
Zum Thema
» Dishonored im Test
Viel Freiheit, wenig Story
In
Dishonored
, dem dritten Spiel der Arkane Studios, schlüpft der Spieler in die Haut von Held Corvo. In einer abgefahrenen Steampunk-Welt voller Magie sollen wir als ehemaliger Leibwächter der Kaiserin den Mord an dieser aufklären und somit unsere eigene Unschuld beweisen. Dabei können wir Kämpfe größtenteils vermeiden, dürfen wir aber auch sehr brutal gegen unsere Widersacher vorgehen. Corvo beherrscht neben dem Umgang mit konventionellen Waffen wie Pistolen und Schwertern auch Magie. Per Upgrades lassen sich Corvos magische Fähigkeiten verbessern, sodass sich wir das Spielerlebnis nach unseren Vorlieben anpassen.
Im Gegensatz zur spielerischen Vielfalt sind die Technik und damit auch die Systemanforderungen von Dishonored eher simpel. Polygonarme Charaktermodelle und selbst in der höchsten Einstellung unscharfe Texturen prägen das Bild in Dunwall, dem zentralen Spielort in Dishonored. Lediglich die Gesichter der wichtigen Spielfiguren und einige wenige Orte wie den Schauplatz eines Maskenballs haben die Programmierer liebevoll und detailreich gestaltet. Ansonsten kaschiert der Comik-Look halbwegs die doch ziemlich angegraute Basis in Form der Unreal Engine 3.
Die technischen Schwächen des Grafikgerüsts werden in den Abendstunden noch am besten kaschiert.
Dafür läuft Dishonored auch auf schon auf betagter Hardware flüssig. So reichen eine Geforce 8800 GT oder eine Radeon HD 4770 zusammen mit einem 2,6 GHz schnellen Zweikern-Prozessor, um die Bildwiederholrate zuverlässig bei über 30 Bildern pro Sekunde zu halten. Nur wenn Ihr Prozessor langsamer ist, müssen sie die Grafikeinstellungen reduzieren. Und bereits mit 1,0 GByte Arbeitsspeicher läuft das Spiel flüssig, dafür müssen Sie aber längere Ladezeiten und kurze Ruckler zu Beginn eines jeden Levels in Kauf nehmen. Ab 2,0 GByte besteht kein Engpass mehr.
Systemanforderungen
Systemanforderungen für maximale Details in 1920x1080
Grafikkarte Geforce 8800 GT oder Radeon HD 4770
Prozessor Intel Core 2 Duo E7400 oder AMD Athlon II X2 260
Arbeitsspeicher 2,0 GByte
Festplatte 6,0 GByte
Systemanforderungen für mittlere Details in 1920x1080
Grafikkarte Geforce 8800 GT oder Radeon HD 4770
Prozessor Intel Core 2 Duo E4300 oder AMD Athlon X2 4400+
Arbeitsspeicher 1,0 GByte
Festplatte 6,0 GByte
Grafikmenü
Das Grafikmenü von Dishonored bietet nur eine Hand voll Optionen. Hier stellen Sie die Textur- und Charakterdetails ein, die Texturen nur im Hauptmenü, alle anderen Einstellungen auch während des Spiels, wählen Ihren bevorzugten Sichtwinkel oder aktivieren einen der beiden Antialiasing Modi (MLAA oder FXAA).
Im Menü schalten sie auch volumetrische Sonnenstrahlen ein und aus und entscheiden, ob die Ratten in Dunwall mit oder ohne Schatten umherstreifen. Neben praktisch allen Auflösungen steht auch die Abschaltung der vertikalen Synchronisation zur Auswahl.
Grafikvergleich
Hoch
Selbst in den höchsten Einstellungen sieht Dishonored nicht besonders hübsch aus. Die Texturen sind zu niedrig aufgelöst und viele Objekte besitzen nur wenige Details. Dafür überzeugt die Lichtstimmung in Dunwall. Ebenso fallen die gelungenen Spiegelungen des Wassers ins Auge.
Niedrig
Wenn Sie die Einstellungen auf ein Minimum reduzieren, fallen am meisten die lächerlich vermatschten Texturen auf. Auch die fehlende Kantenglättung lässt zahlreiche Treppeneffekten an den Polygonkanten zurück.
Antialiasing
FXAA
Dishonorend unterstützt kein hochwertiges MSAA. Die Shader-Kantenglättung FXAA bearbeitet aber nahezu alle Polygonkanten zuverlässig. Vor allem horizontale Kanten erfasst der Filter gut, bei vertikalen Kanten zeigen sich Schwächen.
MLAA
Andersherum beim MLAA-Modus: Hier werden vertikale Kanten etwas besser geglättet als bei FXAA, dafür schwächelt dieser Modus bei horizontalen Kanten.
AA aus
Ohne Antialiasing sind die Objekte mit Treppeneffekte übersäht. Da die anderen Modi nicht allzu viel Leistung kosten, empfehlen wir Ihnen auf jeden Fall einen der beiden zu aktivieren.
FXAA
Dass FXAA nicht nur Polygonkanten glättet, sondern auch feine Texturen besser darstellt, zeigt diese Pflanze.
MLAA
Die feinen Äste der Pflanze sind mit MLAA etwas eckiger, aber nach wie vor sehenswert und die Texturen sind geringfügig schärfer als bei FXAA.
AA aus
Ohne einen der beiden AA-Modi bleibt von der Pflanze lediglich ein eckiger Pixelhaufen übrig.