Dishonored: Die Maske des Zorns - PC

Action  |  Release: 12. Oktober 2012  |   Publisher: Bethesda
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Dishonored: Die Maske des Zorns im Test | Seite 3

Viel Freiheit, wenig Story

Die Heimlich-Methode

Zum Drang, die Schauplätze trotzdem komplett zu erkunden, gesellt sich derjenige, das auch komplett heimlich zu machen. Wer gerne schleicht, sieht sich rasch versucht, den Level als »Geist« zu absolvieren, also ohne jemals entdeckt zu werden.

Dishonored: Die Maske des Zorns : Mal kurz hinter einen Gegner teleportieren und ihn ausschalten? Ist cool, macht das Spiel aber sehr einfach. Mal kurz hinter einen Gegner teleportieren und ihn ausschalten? Ist cool, macht das Spiel aber sehr einfach. Dann läuft Dishonored zu wahrer Stärke auf: Wir grübeln über den besten Weg, an dieser Wache oder jenem Geschützturm vorbeizukommen, lugen um Ecken herum und durch Schlüssellöcher hindurch, schleichen und tricksen wie weiland Garrett zu seinen besten Dark Project -Zeiten. Und freuen uns, wenn wir den clever gebauten Levels mal wieder einen der vielen alternativen Wege zum Ziel entrissen haben – so muss das sein.

Das wäre auch genauso heraufordernd wie in Dark Project, wenn Dishonored nicht einen Tick zu einfach und einige Fähigkeiten nicht einen Tick zu übermächtig wären. Das »Teleportieren« beispielsweise entwickelt sich rasend schnell zur unschlagbaren Allzweckwaffe. Mit dieser Fähigkeit können wir uns nämlich in Sekundenbruchteilen an einen nahegelegenen Ort beamen – zum Beispiel genau hinter eine Wache, die wir anschließend unbemerkt aus dem Verkehr ziehen.

Kombinieren wir das Beamen nun mit dem »Tote Gegner werden zu Asche«-Skill, dann fühlt sich das Ergebnis nach dem ersten »Ui, wie cool ist das denn bitte?!«-Moment beinahe wie Cheaten an, weil wir uns auf diese Weise durch ganze Level und Gegnerhorden blinzeln können, ohne jemals entdeckt zu werden. Wir raten daher, auf dem höchsten der vier Schwierigkeitsgrade einzusteigen. Dann ist der Teleport zwar ebenfalls übermächtig, doch Corvo verträgt deutlich weniger, und die aufmerksameren Wachen entdecken ihn schneller.

So müssen wir vorsichtiger vorgehen, Kämpfe meiden und gelegentlich auch einfach mal warten, bis eine Patrouille vorbeigestapft ist. Dadurch versprüht Dishonored auch wesentlich mehr Faszination und Spannung als bei einem reinen Action-Durchlauf.

Dishonored: Die Maske des Zorns : So was gehört sich ja mal überhaupt nicht! Erleichtert sich dieser Flegel einfach am Straßenrand. Aber wo er schon mal abgelenkt ist, könnten wir ihn eigentlich auch …

Pinkel-Wache wird ...
So was gehört sich ja mal überhaupt nicht! Erleichtert sich dieser Flegel einfach am Straßenrand. Aber wo er schon mal abgelenkt ist, könnten wir ihn eigentlich auch …

KI-Urlaub in Absurdistan

Die mangelnde Herausforderung fußt auch darin, dass die eigentlich aggressive KI gerne mal einen Urlaub in Absurdistan bucht. Selbst auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad reagieren die computergesteuerten Gegner oft nur dann, wenn sie uns auch sehen können. Schießen wir von einem sonnigen Plätzchen auf sie, dann schießen sie also zurück, werfen Granaten und so weiter.

Schießen wir wiederum von einem schattigen Plätzchen auf sie, und liegt dieses Plätzchen womöglich noch auf einer erhöhten Position, dann sind die armen Kerle gerne mal überfordert und stehen wie begossene Pudel in der Landschaft rum, anstatt in Deckung zu gehen oder wenigstens mal zu schauen, wer da eigentlich gerade ihre Kameraden umlegt.

Dishonored: Die Maske des Zorns : Verdammt! Jetzt hat doch glatt noch eine Wache Selbstmord begangen. Verdammt! Jetzt hat doch glatt noch eine Wache Selbstmord begangen.

Vergesslich ist die Bande übrigens auch, wie wir an den »Lichtwänden« feststellen. Dabei handelt es sich um Barrieren, die uns in handliche atomare Bauteile zerlegen, wenn wir durch laufen. Allerdings lassen sich die Dinger mit einem entsprechenden Werkzeug so umstellen, dass sie stattdessen hindurchlaufende Wachen in ihre atomaren Bauteile zerlegen.

Anschließend entspinnt sich folgender Ablauf: Wir rennen durch die gerade umprogrammierte Lichtwand, locken alle Wachen auf der anderen Seite an und rennen wieder zurück. Die Wachen wiederum denken jetzt nicht, hoppla, wenn der da unbeschadet durchlaufen kann, dann ist was faul im Staate Dunwall – nein, die erste Wache läuft erbost in den sicheren Tod, woraufhin ihre Kumpels auf dem Absatz kehrt machen, nach drei Schritten wieder vergessen, warum eigentlich, und so nacheinander einen beeindruckenden Massenselbstmord zelebrieren.

Gut - aber eben nicht epochal

Auch das ist sinnbildlich für Dishonored: Jene beinahe instinktive Gewissheit, dass es nur an knapp an einem großartigen Erlebnis vorbeischrammt, dass alle Geschütze in Position sind und trotzdem nicht die volle Breitseite treffen, dass jenes Fünkchen Magie, jenes spezielle Etwas fehlt, um ein gutes, ja sehr gutes Spiel in ein besonderes, epochales zu verwandeln.

Dishonored - PC-Screenshots

Dishonored möchte mehr sein als die Summe seiner Einzelteile, möchte in einer Liga spielen mit Thief und Bioshock und Deus Ex. Das tut es nicht – nicht ganz jedenfalls. Deshalb ist es kein schlechtes Spiel, im Gegenteil. Aber es ist eben auch nicht das Spiel, das es hätte sein können – und das wir uns erhofft haben.

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Avatar musixx
musixx
#1 | 08. Okt 2012, 18:59
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Avatar Fred DM
Fred DM
#2 | 08. Okt 2012, 19:03
mit "bloss" 84% scheint sich die GS hier eher im unteren wertungsbereich zu bewegen, verglichen mit weltweiten wertungen die häufig über 90% liegen.

letztenendes ist aber alles über 80% als "sehr gut" einzustufen, und das reicht. spiel ist sowieso schon vorbestellt.
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Avatar redPrince
redPrince
#3 | 08. Okt 2012, 19:06
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Avatar Wahnsinn
Wahnsinn
#4 | 08. Okt 2012, 19:08
Ich hab mich heute schon den ganzen Tag gefragt wieso soviele Magazine trotz der Mängel, die sie auch selbst im Test beschrieben haben, noch eine 90+ raushauen. Gerade die Ansruchslosigkeit und KI Mängel würden auch bei mir stark ins Gewicht fallen, bei vielen anderen Mags scheint das heute nicht mehr der Fall zu sein.

84 ist aber immernoch sehr gut und ich werde es bestimmt irgendwann nachholen.
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Avatar Tarsius
Tarsius
#5 | 08. Okt 2012, 19:10
Ein Spiel mit 12h Spielzeit bekommt beim Umfang abzug, weil man alle Fähigkeiten beim ersten Durchgang erspielen kann?

Und COD bekam damals als Plus-Punkt, das sich der Wiederspielwert durch unterschiedliche Schwierigkeitsgrade erhöhte. oO

Hätte es also keine Fähigkeiten und nur 6h Spielzeit, wäre es besser gewesen?

...verrückte Welt. Ich sehe bei den Wertungen nicht mehr durch.
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firestarter111
#6 | 08. Okt 2012, 19:11
Zitat von redPrince:
EDIT. ich habe das zitat vom user redprince mal rausgenommen, da der orginal post eh von der gamestar gelöscht worden ist und ein doofer spoiler drinne war.


lol. genau!- das spiel ist ein totaler fail und überhaupt nicht wert von dir gespielt zu werden. rolleyes...

und danke bethesda, dass auch mal ein großer publisher mut zu einer neuen ip, fernab der sonstigen aaa-suppe hat. auch wenn sie noch ein paar kinderkrankheiten hat!
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Avatar brainpinker
brainpinker
#7 | 08. Okt 2012, 19:12
Schönes Testvideo.
Bin schon gespannt wie weit man den Chaos Faktor aufdrehen kann. Schleichen ist nicht so meins aber wenn es mir gefällt wird der zweite Durchgang eben geschlichen.
Im ersten aber definitiv der Rambo in mir befriedigt.
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Avatar Neclol
Neclol
#8 | 08. Okt 2012, 19:14
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Avatar Mirome
Mirome
#9 | 08. Okt 2012, 19:15
Zitat von Led Zeppelin:
Kein Multiplayer?


Wozu? Einen Multiplayer zu machen, nur um einen zu haben ist bei einem Singleplayer reine Zeit- und Geldverschwendung. Man sollte sich aufs wesentliche konzentrieren.
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Avatar RD.SQUIRREL
RD.SQUIRREL
#10 | 08. Okt 2012, 19:16
Die ersten 10 Minuten zeigen mir eine Story auf, die ich schon in x-tausend anderen Spielen spielen musste (Falscher Ort zur falschen Zeit / Name reinwaschen von Verbrechen, das ich nicht begangen habe *würg*).

Der Rest des Spiels scheint aber durchaus gelungen zu sein und die unterschiedlichen Möglichkeiten der Herangehensweise reizen mich dann doch.
"zu leicht" (bei den Minuspunkten) dürfte dann für einen "Casual" wie mich, genau das richtige sein um eine gut erzählte, wenn auch mehrfach erlebte Geschichte, über 2-3 Abende verteilt zu genießen...

Mal schau´n...
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ANGEBOTE
PROMOTION

Details zu Dishonored: Die Maske des Zorns

Plattform: PC (PS3, Xbox 360)
Genre Action
Untergenre: -
Release D: 12. Oktober 2012
Publisher: Bethesda
Entwickler: Arkane Studios
Webseite: http://www.dishonored.com/
USK: Keine Jugendfreigabe
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 38 von 5632 in: PC-Spiele
Platz 23 von 9354 in: PC-Spiele | Action
 
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