Divinity 2: Ego Draconis im Test
Wie gut ist das Drachen-Rollenspiel?
Fazit der Redaktion
Muss! Nochmal! Spielen!
Petra Schmitz: Ich habe Divinity 2 nun etwa 2,5 Mal durchgespielt und noch immer nicht alle Aufgaben gelöst. Es gibt so viel zu tun! Ich fürchte, ich werde das Spiel abermals angehen müssen. Müssen? Ach was, ich werde es mit großer Freude tun! Denn trotz mancher Unzulänglichkeiten ist Divinity 2 mit seiner Liebe fürs Detail, mit der brillanten Vertonung und mit den tollen Quests für mich jetzt schon ein Rollenspiel-Glanzlicht des Jahres. Ich bin gespannt, ob die anderen, die eigentlichen großen drei Titel Risen, Arcania und Dragon Age: Origins mich ähnlich begeistern können. Die Latte ist hoch gelegt!
Drachenstark
Michael Trier: Dieses Spiel ist für mich bisher die positive Überraschung dieses Jahres! Was hier an Spielwitz lauert, was an frischen Ideen aufgetischt wird, ohne dass bewährte Genre-Standards auf dem »Innovationen um jeden Preis«-Altar geopfert werden, das geht kaum auf eine Drachenhaut. Einzig das Kampfsystem und die Drachen-Flugsim-Einlagen sind für meine Spielweise ein wenig zu hektisch geraten. Aber das machen die Vielfalt und Originalität bei Handlung, Quests und Charakterentwicklung wieder wett.
Halbgöttlich
Michael Graf: Divinity 2 ist ein gutes Rollenspiel, aber kein durchdachtes. Ich freue mich über die Quest-Geschichten, ärgere mich aber über die Logiklücken in der Handlung. Ich freue mich über den Drachenflug, ärgere mich aber über die unverwundbaren Bodenziele. Ich freue mich über die Talent-Vielfalt, ärgere mich aber über die Dauerklick-Gefechte. Spaß macht's freilich trotzdem. Denn in Divinity 2 stecken mehr liebevoll-witzige Details als Zähne in einem Drachenmaul. Wo darf ich schon sonst einen Lindwurm nerven, indem ich immer wieder den Namen seines Erzfeindes brülle: »Maxos!«
Update: Mit dem Patch 1.02 werten wir das Spiel auf, mehr dazu lesen Sie weiter vorn im Test.