Dota 2 im Test
Heldenjagd im Fegefeuer
Fazit der Redaktion
Michael Graf: Auch wenn Dota 2 offiziell noch im Beta-Fegefeuer schwelt, fühlt es sich bereits fertiger an als manch veröffentlichtes Spiel. Die Helden sind ausbalanciert, die Schlachten flott, dynamisch, einfach unterhaltsam. Da spürt man nicht nur Valves hohe Ansprüche an die eigenen Titel, sondern auch das Händchen des ehemaligen Dota-Modders Icefrog, der an Dota 2 mitarbeitet.
Klar, noch ist Dota 2 »nur« ein Remake des Originals. Doch erstens wünscht sich dessen Community genau das, zweitens ist Defense of the Ancients für mich eines der besten Action-Strategiespiele, ach, einer der besten Multiplayer-Titel überhaupt. Noch dazu hat Dota 2 viel Potenzial, weiter zu wachsen. Noch sind Heroes of Newerth und League of Legends dank ihrer alternativen Spielmodi zwar vielfältiger, aber das kann sich ändern.
Schon jetzt überaus fair ist Valves Freeplay-Modell. Wenn mir das Spiel als Item-Belohnung alle paar Runden mal eine abgeschlossene Schatztruhe spendiert, dann kann ich im Shop zwar übertriebene 1,99 Euro in einen Schlüssel stecken – aber ich muss es eben nicht. Denn das nächste Item-Geschenk ist stets nur ein paar Siege oder Niederlagen (hoffentlich Ersteres) weit entfernt. Das motiviert unwahrscheinlich.
Für mich lohnt es sich daher sehr wohl, Dota 2 bereits in der geschlossenen Beta zu spielen. Allerdings nur, wenn man den Key direkt von Valve oder von Freunden bekommt. Die 28 Euro für ein »Early Access Pack« sind mir für ein unfertiges und später kostenloses Spiel dann doch zu teuer -- dafür bezahle ich aus Prinzip nichts. Zumal’s mit HoN und LoL ja zwei hervorragende Gratis-Alternativen, um die Wartezeit bis zum offiziellen Dota-2-Start zu überbrücken.