Evolve im Technik-Check : Während das Monster eines unserer Geschütze zerlegt, flüchtet »Schoßhund« Daisy in die andere Richtung. Die Entwickler von Evolve haben viel Wert auf detaillierte Charaktermodelle gelegt. Während das Monster eines unserer Geschütze zerlegt, flüchtet »Schoßhund« Daisy in die andere Richtung. Die Entwickler von Evolve haben viel Wert auf detaillierte Charaktermodelle gelegt.

Mit Evolve bleiben die Entwickler der Turtle Rock Studios ihrer Linie treu und liefern einen unkonventionellen und auf kooperatives Teamplay ausgelegten Shooter, dessen Systemvoraussetzungen und Hardware-Anforderungen in diesem Technik-Check überprüfen. Vier Spieler agieren in Evolve als Jäger und versuchen gemeinsam, das Monster zur Strecke zu bringen. Koordiniertes Vorgehen ist dabei Pflicht, schließlich kann das ebenfalls von einem Spieler gesteuerte Vieh mächtig austeilen und sich zudem bis zu zweimal weiterentwickeln (englisch: evolve) und so noch stärker werden.

Zum Thema » Mensch gegen Monster 10 asymmetrische Multiplayer-Shooter abseits von Evolve » Evolve im Test Auch für Solo-Spieler interessant? » Gutes Spiel, Scheiß-DLC Diskussionsrunde: Was stört uns ausgerechnet am Evolve-DLC? Evolve ab 3,06 € bei Amazon.de Evolve für 7,49 € bei GamesPlanet.com Als technische Grundlage nutzen die Evolve-Entwickler dabei die CryEngine in ihrer vierten Generation. Das Grafikgerüst hat bereits im noch immer sehr schicken Crysis 3 unter Beweis gestellt, dass es in der Lage ist, optisch hochwertige Spielwelten darzustellen. Im Vergleich zu Titeln wie Star Citizen oder Ryse: Son of Rome, die ebenfalls auf der CryEngine basieren, kann Evolve optisch zwar nicht ganz mithalten, was angesichts der Auslegung auf schnelle Multiplayer-Gefechte aber auch verständlich ist.

Die verschiedenen Arenen gefallen uns jedoch wegen ihrer vielen Grafikdetails und durch die abwechslungsreiche Gestaltung. Die Levels sind dabei größtenteils recht dunkel gehalten, um dem Monster gerade anfangs Möglichkeiten zum Verstecken zu bieten und es den Jägern nicht zu einfach zu machen. Allerdings fällt durch den düsteren Look auch die überwiegend statische Beleuchtung stärker auf. Weder das Mündungsfeuer der Jäger-Gewehre noch der Feueratem des Monsters erhellen die Umgebung und außer der Taschenlampe im Gepäck der Jäger gibt es kaum Möglichkeiten, die Ausleuchtung der Levels und Objekte selbst zu steuern.

Evolve im Technik-Check : Mit dem Flammenatem des Monsters grillen wir sowohl Beutetiere als auch Jäger. Die Umgebung beleuchtet die Stichflamme zwar nicht, verrät aber dennoch unsere Position. Mit dem Flammenatem des Monsters grillen wir sowohl Beutetiere als auch Jäger. Die Umgebung beleuchtet die Stichflamme zwar nicht, verrät aber dennoch unsere Position.

Systemanforderungen:

Auch wenn Evolve mit seinem 4-gegen-1 Spielprinzip zu den eher seltenen asymmetrischen Multiplayer-Shootern gehört, ist die Idee, den Spieler in die Haut eines Monsters oder dessen Jägers schlüpfen zu lassen, nicht neu. Mit Giants: Citizen Kabuto veröffentlichte Publisher Virgin Interactive vor rund 14 Jahren einen Titel mit ähnlichem Konzept.

Um Giants flüssig spielen zu können, war damals ein echter High-End-Rechner nötig. Dafür entschädigte Giants aber mit einer beeindruckenden Grafikpracht und einer großen und detaillierten Spielwelt. Evolve protzt 2015 ebenfalls mit schicker Optik, dennoch fallen die offiziellen Systemanforderungen im Vergleich relativ moderat aus.

Minimum:

Prozessor: Core 2 Duo E6600 oder Athlon 64 X2 6400
Arbeitsspeicher: 4,0 GByte
Grafikkarte: Radeon HD 5770 oder Geforce GTX 560

Empfohlen:

Prozessor: Intel Core i7 920 oder AMD A8 3870
Arbeitsspeicher: 6,0 GByte
Grafikkarte: Radeon R9 280 oder Geforce GTX 760

Mit den vom Hersteller empfohlenen Komponenten lässt sich Evolve tatsächlich in hohen Einstellungen flüssig spielen, zumindest mit 1920x1080 Pixel. In höheren Auflösungen steigt jedoch der Rechenaufwand für die Grafikkarte und Evolve belegt dann zudem schnell über 3,0 GByte Videospeicher. Bei Grafikkarten mit weniger VRAM kommt es dadurch oft zu nervigen Speicherruckler. In Full HD sollte Evolve ab einer Geforce GTX 770 oder einer Radeon R9 280X aber selbst in den höchsten Einstellungen am vorgegebenen fps-Limit von 60 fps kratzen. Wenn Sie einen 120- oder 144 Hz-Monitor besitzen und die 60-fps-Grenze ausschalten möchten, müssen Sie im Steam-Ordner von Evolve (SteamApps\Common\) die Konfigurationsdatei »system.cfg« öffnen und bei den »sys_«-Einträgen die Zeile »sys_MaxFPS = 120/144« (je nach Hz-Zahl) hinzufügen.

Im Hinblick auf die CPU zeigt sich Evolve relativ genügsam und läuft durch die gute Auslastung von bis zu vier Threads auch mit schwächeren QuadCores ruckelfrei. Mit nur zwei Kernen lässt es sich zwar noch ebenfalls noch spielen, allerdings kommt es dann besonders bei AMD-Prozessoren zu starken Performance-Einbrüchen. Beim Arbeitsspeicher sind Sie mit 6,0 GByte auf der sicheren Seite. Zwar reichen auch 4,0 GByte, allerdings fallen die Ladezeiten dann noch etwas länger aus.

X-Isle (2000)
X-Isle war Cryteks erste offizielle Engine, die noch vor der in Far Cry verwendeten CryEngine 1 erschien. Nvidia setzte die Engine in einer Technik-Demo zur Prästentation ihrer damals brandneuen Geforce-2-Serie ein, die dem Spieler die technischen Neuerungen dieser Grafikkarten-Serie näher bringen sollte.