Fallout 3 im Test
Gelungene Reanimation eines Klassikers
Fazit der Redaktion
Mein Spiel 2008
Michael Trier: Fallout 3 gehört für mich zu jenen positiven Überraschungen, auf die man nach vielen Enttäuschungen kaum noch zu hoffen wagt. Die hochklassige, den Charakter des Vorgängers respektierende Wiedergeburt eines Kult-Klassikers in zeitgemäßer 3D-Grafik bei angemessener Spielzeit -- was will die Spielerseele mehr? Ich bin dem Entwickler Bethesda darum zutiefst dankbar für diesen Titel. Man hätte ja auch mit einem lauen Aufguss im Action-Gewand rechnen können, der lediglich versucht, mit dem Namen Fallout Profit zu machen. Ich habe mich mit großem Vergnügen durch so ziemlich jede Quest gespielt, verschiedene Charakterentwicklungen getestet, die deutsche und englische Version ausprobiert, mit parallel spielenden Kollegen (auch konträr) diskutiert -- und bin trotz der kleinen Schwächen ziemlich sicher, hier mein persönliches Spiel 2008 gefunden zu haben. Da müsste jetzt im Dezember schon noch ein echter Hammer kommen.
Ich bin Fallout Boy!
Fabian Siegismund: »Du spielst Fallout? Das ist doch ein Rollenspiel!«, muss ich mir seit Wochen immerzu anhören. Ja, ich spiele Fallout, denn dieses Spiel ist wie für mich gemacht. Ich liebe Endzeit! Ich finde es wahnsinnig interessant, zu sinnieren, wie sich die Menschheit wohl nach dem großen Knall weiterentwickeln würde, und Fallout 3 liefert ein paar schöne Ideen dazu. Und die Action kommt auch nicht zu knapp – wenn in anderen Rollenspielen auch derart viel geballert würde, wäre ich vielleicht mehr in diesem Genre unterwegs.
Aber bis Fallout 4 dauert es leider wohl noch eine Weile ...