Fallout 4 - PC
Rollenspiel  |  Release: 10. November 2015  |   Publisher: Bethesda
0 von 2 Leser fanden diese Rezension hilfreich

Leser-Rezension zu Fallout 4

Beschäftigungstherapie in der Postapokalypse

Von sanduche de atun |

Datum: 28.10.2017 | zuletzt geändert: 28.10.2017, 19:19 Uhr


Einstieg


Wir befinden uns in einem Vorort von Boston in einer fiktiven Zukunft. Während die Chinesen gerade Atombomben auf die USA regenen lassen, schaffen wir es mit Sohn und Ehepartner (jenachdem ob man selber Männlein oder Weiblein spielt, Männlein oder Weiblein) in den netten VaultTec Bunker gleich nebenan. Kaum drinnen werden wir schon tiefgefroren, in einer Art Kapsel.

 

Als wir das erste mal aus dem Kälteschalf erwachen können wir die Kapsel nicht verlassen und müssen beobachten, wie unser Ehepartner von einem wenig am Kopf behaarten Typen erschossen wird und der Sohn entführt. Danach wird man erstmal wieder eingefroren um dann wieder zu erwachen und die Kapsel nun verlassen zu können. Nch einem kleinen Spaziegang durch den Bunker geht es an die Oberfläche und man wird in eine frei begehbare postapoklayptische Welt geschmissen.

 

Selbstverständlich nichts Anders im Kopf als unseren Sohn zu finden, machen wir uns folgerichtig gleich auf die Suche nach ihm, sollte man zumindest meinen....

 

Mächtig gleich zu Beginn


Auf dem Weg zur ersten Quest finde ich "Dogmeat", einen Hund den ich als einen von mehren Begleitern mit auf meine Abenteuer nehmen kann, aber nicht muss.

 

Die erste Quest hat es dann auch gleich in sich, ich befreie eine Gruppe die sich die Minuteman nennen aus einem Museum. Dazu kämpfe ich mich erst durch einige Raider und treffe auf die Gruppe. Der Chef von denen erzählt mir aufm Dach gibts n Ventibird (so ne Art Kampfhubschrauber) und Powerrüstung, damit soll ich doch die restlichen Raider die sie verfolgen wegmachen. Und auf dem Dach ,tasächlich, ein Ventibird mit Minigun und nebendran die Powerrüstung. Also rein in die Rüstung und Minigun in die Griffel und gleich voll drauf auf die Raider.

 

Aber am Ende der Straße kommt aufeinmal ein riesengroßes schwarzes Monster auf uns zu ,eine Todeskralle. Übrigens so mit der größte Gegenertyp den man im ganzen Spiel finden kann. Erstmal beeindruckt verstecke ich mich, jedenfalls bis ich bemerkt habe, dass ich nur rückwärts vor dem Ding herlaufen muss und die Minigun dauerfeueren lassen. Dann kippt die gefährliche Todeskralle aus den Latschen und ich habe kein Stück meines Lebens eingebust.

 

Die Minuteman feiern mich dafür hart und machen mich nachdem sie eine Siedlung in der Nähe "gegründet" haben, gleich mal zum General von ihnen, was auch immer das bedeuten mag. Wenn man länger gespielt hat merkt man nähmlich das es gar nicht so toll ist General von denen zu sein, ständig soll man Siedlungen retten, auch gerne mal die selbe 5 mal.

 

Wir haben also in der ersten Spielstunde auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad einen der größten Gegener im Spiel problemlos weggemacht und sind der General geworden von einer Gruppe die sich zur Aufgabe gemacht hat jedem der Hilfe braucht zu helfen, soll bedeuten die rennen in der Siedlung rum und ich soll den Leuten helfen.

 

Pip Boy


Ich habe einen Pip Boy, einen Minicomputer fürs Handgelenk, der mein Invetar, Karte usw. beinhaltet. Das Ding ist ziemlich unpratikabel, die Bedinung fummelig und unübersichtlich und das Design zwar passend zur Spielatmosphäre, aber dennoch ziemlich hässlich.

 

Ganz schön was los im postapokalyptischen Boston

 

Die Spielwelt ist für eine postapokalyptische Stadt ziemlich rege bevölkert von Raidern, Gunnern, Supermutanten, Ghulen usw., alle paar Schritte stolper ich über einen von diesen Kandidaten. 

 

Es gibt auch an jeder Ecke was zu entdecken, in jedem Mülleimer findet man was. Auch Schrott kann man in diesem Fallout gut gebrauchen. Ziemlich bald ist die unübersichtliche Karte randvoll mit Symbolen.

 

Stimpaks, Spritzen die du dir reintust um dich zu heilen, gibt es echt überall. Im Müll, an der Kasse des ehemaligen Supemarkts, in Schränken, in Toiletten, am Boden, in der Tasche von getöteten Typen, die oft gleich mehr als einen stecken haben, in Spiegelschränken, in so ner Art Verbandskästen die überall an der Wand hängen, am Nachttisch usw. usw.

 

Man streift vorbei an den auffällig gleich ausehenden Gebäuden, ob jetzt Innen oder Außen, die scheinen auch nur einen Innenarchitekten in der ganzen Stadt gehabt zu haben und keinen guten. Wenn du reingehen kannst, was du nicht immer kannst, findest du aber bestimmt ein Stimpak oder 5.

 

In Fallout 4 geht die Angst vor dem sogennanten Insitut um, das ist irgendwo versteckt in Boston, kaum einer weiss wo genau. Dies Institut stellt syntetische Menschen her, sogennate Synts. Die wohl klamheimlich echte Menschen ersetzen, der Unterschied ist dann quasi nicht mehr feststellbar. Mehr nicht zur Story, da ich nichts spoilern will und es auch nicht sonderlich spannend ist, aber sein könnte. Das Thema gäbe schon was her.

 

Die einzige "größere" wiederaufgebaute Stadt in einem alten Baseballstadion ist gar nicht mal so groß und man hat schnell alles und jeden in der Stadt gesehen. Das ganze schimpft sich Diamond City, sieht aber eher reudig aus.

 

Stimmt Sohn suchen wollten wir eigentlich, aber machen wir erstmal nicht, ich meine könnten wir, aber näääh!

 

Wie schauts aus? Läufts auch rund?


Ausschauen tuts recht altbacken, gerade die Innenräume trumpfen auf mit verschwomenen Texturen und viel Grau in Grau. Die Lichteffekte sehen ganz nett aus.

Aber der Rest ist schon damals nicht zeitgemäß gewesen.

 

Gut Grafik ist mir jetzt nicht so wichtig. Läufts den wenigstens rund?

Natürlich nicht, das Spiel ist von Bethesda und die benutzen selbstverstänlich ihre Uraltengine. Das bedeutet, dass wenn ich duch eine Tür latsche ich jedesmal eine Ladezeit habe und wenn der Raum noch so klein ist.

 

Aber das lädt er dann doch bestimmt schnell? Nein, nein, zum Teil kann das schon richtig schön lange dauern und modde das ganze mal ein bisschen, dann kann so ein Öffnen der Türe schonmal eine 1 minütige Ladzeit nach sich zieht.

 

Die gewohnte Engine bringt die gewohnten alten Glitches, gerade in engen Räumen glitcht man fröhlich durchs Zimmer, aber auch die NPCs glitchen mit.

 

Bugs hingegen halten sich in Grenzen, die gibt es natürlich, viele sind mir jedoch nicht über den Weg gelaufen.

 

Noch zu erwähnen wären die zufälligen FPS Drops, gerade in Innenräumen.

 

Als Überraschung was zum Basteln


Ja, man kann seine eignen Siedlungen bauen. Das hört sich ja so cool an.

Vielleicht könnte sowas auch cool sein, aber nicht in Fallout 4. Den ganzen Schrott den ich sammel kann ich als Baumaterial verwenden. Und dann die Siedlung ausbauen, mit Strom und Holz und Metalzeugs und mit Betten für die Siedler.

 

Hört sich erstmal alles knorke an, nur das die Bedienung und die Kollisionsabfrage der zu platzierenden Teile enweder sau fummelig ist oder erst gar nicht richtig funktioniert. Da wird ein quadratisches Holzhaus bauen zur Nervenprobe. Wände schweben, Böden schweben, Dächer schweben, Lücken überall, weil Kollisionsabfrage für den Allerwertesten, Wand will nicht im 90 Grad Winkel anschließen an die andere Wand.

 

Aber wenn ich dann den Bauspaß hinter mir habe, dann habe ich doch richtig viele Vorteile durch meine Siedlung, habe ja schließlich auch ewig Materialien gesammelt und verbaut, vll. sogar welche gekauft beim örtlichen Händler, oder? Nein, nein, deine Siedlungen bringen dir quasi gar nichts, vll. ein bisschen Wasser, aber bei den ganzen Stimpaks die du alle 2m findest brauchst du den Extrabalast nicht rumschleppen.

 

Man kann sogar Handelsrouten zwischen den Siedlungen einrichten, das ist umständlich und richtig schön verbuggt. Aber dann kann ich die Materialen der einen Siedlung in der anderen nutzen.

 

Alles im allen wirkt dieses ganze Siedlungsbaudingens wie im Nachinein notdürftig an das Spiel gebastelt ohne dem ganzen einen Sinn zu geben. Wer Bock auf basteln hat, sollte andere Spiele in die Richtung bevorzugen oder ein 3D-Zeichenprogramm besorgen oder sich eine Werkstatt suchen.

 

Mach dein Zeug krass


Wenn du dich nach kurzer Zeit nicht eh schon völlig overpowerd fühlst, kannst du in einem spaßigen Craftingsystem deine Waffen, als auch deine Rüstungen vielfältig aufwerten.

 

So kannst du z.B. an eine kleine Pistole ein riesiges Scharfschützenobjektiv klatschen, der Waffe mehr Firepower geben, den Rückstoß vermindern, ihr einen Eigenennamen geben und, und, und, und....

 

Nicht ganz so umfangreich ist das Verbessern der Rüstungen, aber auch hier wird einiges geboten. Deshalb empfehle ich schwer den gefundenen Schrott in das Crafting zu investieren und nicht in den Siedlungsbau, denn das Crafting lohnt sich zumindest.

 

Ohne Fleiß kein Preis


Die Quests die über hohl dies, rette den, töte den hinausgehen, kannst du an einer Hand abzählen. Es wird sich auch nicht bemüht das ganze schön zu verpacken wie etwa ein Witcher 3.

 

So bekommt man schnell das Gefühl nur Fleißarbeiten abzuarbeiten. Das Highlight der eintönigen Beschätigungen findet man bei Preston Garvey von den Minuteman, das ist der Kerl der euch zum Genaral gemacht hat gleich am Anfang. An dem muss man nur vorbeilaufen und bekommt, ohne die Wahl bekommen zu haben abzulehnen, eine neue Fleißaufgabe unlöschbar in den Questlog eingetragen.

 

Weniger ist weniger


Das interessanteste ist jedoch, das Fallout 4 gar kein Rollenspiel ist, nur an manchen Ecken vorgibt so eines zu sein. Nur um Mal zu erklären was ein Rollenspiel ist:

Computerrollenspiele sind aus Pan and Paper entstanden, da gibt es einen Gamemaster, der die Geschichte erzählt und Mitspieler die inherhalb dieser Geschichte ihren ganz persönlichen eigenen Charakter erschaffen. Das bedeutet man wählt z.B. aus einem riesen Angebot an Fähigkeiten ein paar aus, man entscheidet wie sein Held aussieht, wie er heißt und vor allem wie er sich verhält. Vielleicht ist er ein Säufer oder vielleicht ein verkantes Genie, oder Beides.

 

Kurzum, Rollenspiel bedeutet, ich kann mir meine eigene Rolle die ich in der dieser Welt spielen will, zumindest ein wenig, besser aber völlig frei definieren. In Fallout ist bis auf den Namen und das Aussehen meiner Spielfigur allerdings nichts davon möglich.

 

Egal was ich tue, ich bleibe immer der weinerliche Gutmensch der seinen Sohn sucht. Im ganzen Spiel kann ich nur eine wirkliche Entscheidung treffen. Das Fraktionensystem funktioniert nicht.

 

Die Creme de la Creme ist jedoch das Dialogsystem. Es werden mir nicht die Sätze angezeigt die mein Charakter sagen kann, sondern 4 Optionen, welche so gut wie immer die gleichen sind und zwar: Ja, Nein, Gegenfrage/Vielleicht, Sarkastisch.

 

Dabei ist es auch völlig Wurst was ich auswähle es kommt fast immer das selbe dabei raus. Unter diesem Augenmerk hätte man das Diallogsystem auch einfach weglassen können.

 

Ja, aber ich kann hier doch auch Attribute skillen. Kannt du schon. Auf so ner Karte mit Figuren, total unübersichtlich. Da kannst du nach und nach einfach alles freischalten. Womit du ja nicht einige Skills aus Vielen auswählen musst, sondern einfach alle erwerben kannst. Dementsprechend gering sind halt auch die direkten Auswirkungen auf das Spiel wenn ich was freigeschaltet hab. Ich kann dann halt Stufe 3 Schlösser knacken oder Frauen besser überzeugen.

 

Mehr Shooter

 

Das Waffenhandling wurde im Vergleich zum Vorgänger deutlich verbessert und es macht Spaß mit den Waffen rumzuballern, vor allem wenn man sie selber noch einmal feingetunt hat.

 

Das V.A.T.S. gibts auch noch. Das ist ein System, welches in Fallout 3 die Zeit angehalten hat und man dann in Ruhe anklicken konnte, welches Körperteil vom Gegner man jetzt gerne mit Blei vollpumpen würde. Das läuft dann alles automatisch, also ich muss nicht mehr selber zielen und abdrücken. Nur bei Fallout 4 ist es nicht mehr eingefroren sondern nur in einer Zeitlupe.

 

Benutzt habe ich das V.A.T.S. jedoch so gut wie gar nicht. Wer will kann, durch das verbesserte Shootergameplay ist es aber absolut nicht nötig.

 

Smarte Kerlchen


Die K.I. hat so ihre Probleme, ob jetzt Wegfindungsprobleme oder Probleme mit den Augen. Gerne rennt mal jemand gegen ein Geländer. Manchmal steh ich neben dem gegener und der merkts nicht. Dann kann aber wieder einer um Ecken sehen oder erspäht mich durch die Wand.

 

Viele Gegner rennen auch gerne in meine Kugeln. Manche Gegner sind zu groß um durch manche Türen zu passen, wenn ich mich dann hinter der Türe platziere und in Ruhe ohne Schaden zu nehmen auf den Gegner feuer, bleibt er nicht einfach der Tür fern, nein, nein, er schaut ab und zu mal wieder vorbei um sich ne Ladung Blei abzuholen.

 

Wer den Schwierigkeitgrad etwas erhöhen möchte, der nimmt einen von den Begleitern mit, der kann zwar wenn du nichts mehr tragen kannst noch Zeug aufnehmen und hilft im Kampf, rennt aber zuverlässig in jede Falle, steht ständig im Weg und liegt ständig am Boden rum. Außerdem haben alle Begleiter echt schwere Probleme dir zu folgen und brauchen manchmal lange Zeit um dich wieder ausfindig zu machen

 

Fazit


Fallout 4 ist kaum mehr Rollenspiel, eher Open World Shooter mit Rollenspielelementen und einem sinnlosen Baumodus. Das Problem dabei ist nur, es ist nicht mal ein besonders guter Shooter und ohne Mods an manchen Stellen eine echte Zumutung, Stichwort Baumodus, der dir tatsächlich in ein, zwei Missionen auch aufgezwungen wird, da musst du was bauen sonst gehts nicht weiter mit der Story.

 

Die Story ist wie gewohnt bei Bethesda nicht der Rede wert. So gut wie jeder eizelne Aspekt des Spiels wirkt unfertig und undurchdacht. Es sind viele gute Grundideen dabei, aber man hat es an allen Ecken und Enden veräumt dieses Potenzial auch auszuschöpfen. Fallout 4 ist für mich nicht nur das bis Dato schlechteste Fallout, es ist auch das schlechteste Bethesda "Rollenspiel".

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wertung:

60/100 » alle Rezensionen von sanduche de atun (1)

Screenshots zu Fallout 4

Alle Screenshots zu Fallout 4
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Pro & Contra

  • -Crafting-System
  • - Waffenhandling
  • -frei begehbare Welt, mit viel zu entdecken
  • -modbarkeit
  • -Menüs
  • -Quests
  • -Dialogsystem
  • -Reduzierung aller Rollenspielelemente
  • -Glitches
  • -KI

Zusätzliche Angaben

Schwierigkeitsgradzu leicht
Bugs im SpielHäufiger, unregelmäßig
Bisher im Spiel
verbrachte Zeit
Mehr als 40, weniger als 100 Stunden

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Avatar sanduche de atun
sanduche de atun
#1 | 31. Okt 2017, 10:35
Was los mit dir? Das beste Spiel ever.
Richtig gut, hab schon 6500 Stunden gespielt und hab noch nicht mal Hauptquest überhaupt gesehen.
Überall gibts Zeug und Typen und oben drauf gibt es Siedlung mit Baumodus, musst du ja nicht spielen wenn du nicht willst.
Echt, Menschen wie du sind so... ey.
Echt nur Bullshit schreibst du.
Aber jedem seine Meinung, du *****.
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Avatar Fiesfee
Fiesfee
#2 | 02. Nov 2017, 09:58
Zitat von sanduche de atun:
Was los mit dir? Das beste Spiel ever.
Richtig gut, hab schon 6500 Stunden gespielt und hab noch nicht mal Hauptquest überhaupt gesehen.
Überall gibts Zeug und Typen und oben drauf gibt es Siedlung mit Baumodus, musst du ja nicht spielen wenn du nicht willst.
Echt, Menschen wie du sind so... ey.
Echt nur Bullshit schreibst du.
Aber jedem seine Meinung, du *****.


Im Gegensatz zu dir erklärt er seine Punkte wenigstens.
Bestes Spiel ever? Mag deine Meinung sein, begründe doch mal bitte ausführlich.

Zum Thema: Ich bin bei FO4 auch unschlüssig. Ich würde sagen: "Ein gutes Spiel, welches mir jedoch enorme Sorgen um die Zukunft der Bethesda-RPGs macht".

Der Shooter-Aspekt macht einen dringenden Sprung nach vorn (kein Vergleich zu FONV z.B.), jedoch scheint man dem alles andere untergeordnet zu haben. 3rd Person Kämpfe auf kurze Distanz sind weiterhin arg problematisch und fummelig. 1st Person spielt sich jedoch ziemlich gut.

Ich muss den meisten genannten Punkten zustimmen (für mich kommt auch noch der schwache Sound als Minupunkt daher) und auch das Fazit im letzten Satz passt. Allerdings muss ich das wie folgt ergänzen:

Fallout 4 ist für mich nicht nur das bis Dato schlechteste Fallout, es ist auch das schlechteste Bethesda "Rollenspiel", und dennoch gefällt mir dieses Spiel beim Spielen immer noch ziemlich gut, so merkwürdig das auch scheinen mag.

Ohne eine Armee von Mods würde ich es aber nicht mehr anfassen.
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Avatar Ritter des Herbstes
Ritter des Herbstes
#3 | 02. Nov 2017, 12:40
Zitat von Fiesfee:


Im Gegensatz zu dir erklärt er seine Punkte wenigstens.
Bestes Spiel ever? Mag deine Meinung sein, begründe doch mal bitte ausführlich.

Schritt 1: Blogautoren checken.
Schritt 2: Vermeintlichen Hater checken.
Schritt 3: Kichern und den Kopf schütteln.
Gratulation, so verhindert man, sich im Internet zum Deppen zu machen :D

Ich würde mal am Schwierigkeitsgrad drehen.
In F4 ist tatsächlich alles von Schießbude bis zum Hardcore-Survival-Ding drin.
Türlich löst das nicht dein Kernproblem mit dem Spiel: F4 ist halt wenig bis gar nicht Rollenspiel.
Damit muss man sich halt arrangieren können.
Ansonsten lebt die Serie halt primär von ihrer Atmosphäre und die atmet F4 halt immer noch- grade im Kontrast zum jüngst erschienem Elex.
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Avatar Fiesfee
Fiesfee
#4 | 02. Nov 2017, 12:55
Zitat von Ritter des Herbstes:

Schritt 1: Blogautoren checken.
Schritt 2: Vermeintlichen Hater checken.
Schritt 3: Kichern und den Kopf schütteln.
Gratulation, so verhindert man, sich im Internet zum Deppen zu machen :D

Ich würde mal am Schwierigkeitsgrad drehen.
In F4 ist tatsächlich alles von Schießbude bis zum Hardcore-Survival-Ding drin.
Türlich löst das nicht dein Kernproblem mit dem Spiel: F4 ist halt wenig bis gar nicht Rollenspiel.
Damit muss man sich halt arrangieren können.
Ansonsten lebt die Serie halt primär von ihrer Atmosphäre und die atmet F4 halt immer noch- grade im Kontrast zum jüngst erschienem Elex.


Ach...Lesen wird völlig überbewertet. Aber immerhin wieder ein Strich mehr auf meiner Zum-Deppen-gemacht-Strichliste. Wenn nur die Total-klug-gewesen-Liste ähnlich viele Striche hätte...
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Avatar Nelia
Nelia
#5 | 07. Nov 2017, 09:01
Zitat von Ritter des Herbstes:

Schritt 1: Blogautoren checken.
Schritt 2: Vermeintlichen Hater checken.
Schritt 3: Kichern und den Kopf schütteln.
Gratulation, so verhindert man, sich im Internet zum Deppen zu machen :D

Ich würde mal am Schwierigkeitsgrad drehen.
In F4 ist tatsächlich alles von Schießbude bis zum Hardcore-Survival-Ding drin.
Türlich löst das nicht dein Kernproblem mit dem Spiel: F4 ist halt wenig bis gar nicht Rollenspiel.
Damit muss man sich halt arrangieren können.
Ansonsten lebt die Serie halt primär von ihrer Atmosphäre und die atmet F4 halt immer noch- grade im Kontrast zum jüngst erschienem Elex.


Grundsätzlich stimme ich zu, wobei "Hardcore Survival" schon ein wenig übertrieben ist! ;) Aber es stimmt schon: Im Hardcore Modus ist das Spiel definitiv kein leichtes Spiel und kann (je nach Build und Spielweise) sogar ziemlich hart sein... zumindest in den ersten 30 - 40 Stunden.

Allerdings hast du nicht erklärt WARUM Fallout 4 "wenig bis kein" Rollenspiel ist. Magst du mir sagen warum du das so siehst? Mein Problem bei dieser Beurteilung ist: Skyrim gilt für viele als eins der besten Rollenspiele überhaupt (was ich nicht teile) und im Kern ist Fallout 4 eigentlich ein "Skyrim mit Knarren". Meine Meinung nach sogar mit vielen Verbesserungen gegenüber dem Abenteuer in Himmelsrand.

@Review:

Ich kann durchaus nachvollziehen wenn man kein Freund des Spiels ist und objektive und faire Reviews sind oft ziemlich öde, aber warum schreibst du ein Review zu einem Spiel das du ganz offensichtlich nicht mögen willst?

Das hier erscheint mir eher eine Aufarbeitung von zu viel Hype und enttäuschten, überhöhten Erwartungen zu sein.
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Avatar sanduche de atun
sanduche de atun
#6 | 12. Nov 2017, 15:36
Zitat von Nelia:


Grundsätzlich stimme ich zu, wobei "Hardcore Survival" schon ein wenig übertrieben ist! ;) Aber es stimmt schon: Im Hardcore Modus ist das Spiel definitiv kein leichtes Spiel und kann (je nach Build und Spielweise) sogar ziemlich hart sein... zumindest in den ersten 30 - 40 Stunden.

Allerdings hast du nicht erklärt WARUM Fallout 4 "wenig bis kein" Rollenspiel ist. Magst du mir sagen warum du das so siehst? Mein Problem bei dieser Beurteilung ist: Skyrim gilt für viele als eins der besten Rollenspiele überhaupt (was ich nicht teile) und im Kern ist Fallout 4 eigentlich ein "Skyrim mit Knarren". Meine Meinung nach sogar mit vielen Verbesserungen gegenüber dem Abenteuer in Himmelsrand.

@Review:

Ich kann durchaus nachvollziehen wenn man kein Freund des Spiels ist und objektive und faire Reviews sind oft ziemlich öde, aber warum schreibst du ein Review zu einem Spiel das du ganz offensichtlich nicht mögen willst?

Das hier erscheint mir eher eine Aufarbeitung von zu viel Hype und enttäuschten, überhöhten Erwartungen zu sein.


Offensichtlich? Man spielt doch kein Spiel über 100 Stunden, welches man nicht mögen will. Das Gegenteil ist der Fall, die meiste Zeit hab ich weitergespielt weil ich die Hoffnung nicht aufgegeben hatte doch noch mehr als nur das immer Gleiche zu sehen.

Skyrim hatte ein ziemlich ähnliches Problem, hatte aber noch einen vernünftigen Skillbaum und die Spieltwelt ist einfach besser designt, gößer und abwechslungsreicher als die von Fallout 4.

Mir kommen die mesiten Reviews so vor als ob sie kurz nach dem Erscheinen angefertigt wurden und vollkommen einem Hype verfallen waren. Viele dieser Tests wirken weniger objektiv als meiner, weil gerade die großen Schwächen des Spiels eben kaum oder sogar gar nicht angesprochen werden.

Und an der Stelle sind solche Reviews wie meine hier wichtig, denn sie vermitteln den Leuten ob es sich für sie selbst lohnt ihr hart verdientes Geld für ein Spiel auszugeben.

Fallout 4 hat nun mal einefach eine ganze Menge größere und kleinere Probleme, welche summiert, zumindest in meinen Augen, zu einem höchstens durchschnittlichen Spielerlebnis führen. die meisten Wertungen nach Release haben sich jedoch über 80% bewegt.

Wer darüber hinweg sehen kann, kann eine ganze Weile Spaß haben. Jedoch sollte man die Probleme schon ausführlich behandeln. Deswegen meine Rezension.
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Avatar sanduche de atun
sanduche de atun
#7 | 12. Nov 2017, 15:54
Zitat von Ritter des Herbstes:

Schritt 1: Blogautoren checken.
Schritt 2: Vermeintlichen Hater checken.
Schritt 3: Kichern und den Kopf schütteln.
Gratulation, so verhindert man, sich im Internet zum Deppen zu machen :D

Ich würde mal am Schwierigkeitsgrad drehen.
In F4 ist tatsächlich alles von Schießbude bis zum Hardcore-Survival-Ding drin.
Türlich löst das nicht dein Kernproblem mit dem Spiel: F4 ist halt wenig bis gar nicht Rollenspiel.
Damit muss man sich halt arrangieren können.
Ansonsten lebt die Serie halt primär von ihrer Atmosphäre und die atmet F4 halt immer noch- grade im Kontrast zum jüngst erschienem Elex.


Habe ja auf schwer gespielt. Also das mit dem Hardcore-Survival kann ich nicht nachvollziehen, wenn ich das mal mit dem Schwierigkeitsgrad von vielen 90er/2000er Spielen vergleiche.

Zu Anfangs sterbe ich vielleicht hier und da mal, aber bald hat man doch dermaßen viel Stimpaks/Wasser/Essen, dass es fast unmöglich ist zu sterben. Selbst die großen Gegener fallen schnell. Einzig diese Mirelurk Queen in der Burg stellte eine Herausforderung da. Ansonsten kann ich mich an keine weitere fordernde Stelle erinnern. Allerhöchstens wenn du zu viele Guhle um dich rum hast. Stell mal ein Witcher 3 auf Todesmarsch, das ist eine Herausforderung.

Von Elex bin ich aus anderen Gründen enttäuscht, allerdings ist Elex ein Rollenspiel, das seine Stärken eher dort hat wo Fallout 4 seine Schwächen hat. Skillsystem, Entscheidungsfreiheit, Dialoge, Story, alles bei Elex besser.

Jedoch ist das Kampfsystem von Elex nervig und Phirania Bytes schafft es zum wiederholten Male nicht eine so große Spielwelt vernünftig miteinander zu verknüpfen, ähnlich aber nicht so schlim wie damals bei Gothic 3. Und Questbugs, gerade im späteren Verlauf des Spiels. Zudem finde ich hat Elex zum Teil extreme Balancing-Probleme.
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Avatar ramireza777
ramireza777
#8 | 12. Nov 2017, 18:37
Zitat von sanduche de atun:



Mir kommen die mesiten Reviews so vor als ob sie kurz nach dem Erscheinen angefertigt wurden und vollkommen einem Hype verfallen waren. Viele dieser Tests wirken weniger objektiv als meiner, weil gerade die großen Schwächen des Spiels eben kaum oder sogar gar nicht angesprochen werden.

.


Hype kann auch schädlich sein, Fallout 4 ist für mich ein gutes Beispiel.

Und Objektivität? So objektiv wie dein Reviev? ;) Objektiv ist wirklich kein Review, das sollte es meiner Meinung auch nicht sein.

Beispiel? Du meinst das die Spielwelt von Skyrim abwechslungsreicher ist. Ich empfinde ich das genau entgegen gesetzt, ja, ich meine sogar das Fallout 4´s Spielwelt ein Meisterwerk in Sachen World-Building und vast-narrative ist.

Ich denke das ist, so wie die persönlich Einschätzung eines Spiels, subjektiv. Natürlich könnte man nun Spielwelt Assets zählen und aufgrund der höheren Anzahl an World-Objects herleiten welche Spielwelt die Abwechslungsreichere ist. Nein, ich denke das funktioniert nicht. ;)

Subjektiv ist Fallout 4 für dich ein langweiliger Sandkasten, eine Enttäuschung und ein (das so oft zitierte und oft nachgeplapperte) "schlechtes Fallout".

Für mich ist F4 das beste Beth-Spiel ever, sogar besser als das mmn überschätzte Morrowind und das kon-geniale Daggerfall.

Beide Meinugen müssen und sollten bestehen bleiben, beide Meinungen sind aus subjektiver Betrachtungsweise korrekt.

Naja, mal sehen, evtl. schreibe ich auch bald ein F4 Review, du bist herzlich eingeladen auch dieses zu kritisieren. Dazu sind diese Kommentar Bereiche ja schließlich da, oder? :)
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Avatar sanduche de atun
sanduche de atun
#9 | 13. Nov 2017, 10:51
Zitat von ramireza777:


Hype kann auch schädlich sein, Fallout 4 ist für mich ein gutes Beispiel.

Und Objektivität? So objektiv wie dein Reviev? ;) Objektiv ist wirklich kein Review, das sollte es meiner Meinung auch nicht sein.

Beispiel? Du meinst das die Spielwelt von Skyrim abwechslungsreicher ist. Ich empfinde ich das genau entgegen gesetzt, ja, ich meine sogar das Fallout 4´s Spielwelt ein Meisterwerk in Sachen World-Building und vast-narrative ist.

Ich denke das ist, so wie die persönlich Einschätzung eines Spiels, subjektiv. Natürlich könnte man nun Spielwelt Assets zählen und aufgrund der höheren Anzahl an World-Objects herleiten welche Spielwelt die Abwechslungsreichere ist. Nein, ich denke das funktioniert nicht. ;)

Subjektiv ist Fallout 4 für dich ein langweiliger Sandkasten, eine Enttäuschung und ein (das so oft zitierte und oft nachgeplapperte) "schlechtes Fallout".

Für mich ist F4 das beste Beth-Spiel ever, sogar besser als das mmn überschätzte Morrowind und das kon-geniale Daggerfall.

Beide Meinugen müssen und sollten bestehen bleiben, beide Meinungen sind aus subjektiver Betrachtungsweise korrekt.

Naja, mal sehen, evtl. schreibe ich auch bald ein F4 Review, du bist herzlich eingeladen auch dieses zu kritisieren. Dazu sind diese Kommentar Bereiche ja schließlich da, oder? :)


Natürlich ist eine gebildete Meinung stets subjektiver Natur. Allerdings gibt es sehr wohl Kriterien, welche objektiv bewertet werden können.

Hier finde ich es seltsam, dass du genau auf die Spielwelt Bezug nimmst. Wieso ich die S
Spielwelt von Skyrim als abwechslungsreicher und besser deignt bezeichne? Na, weil sie es ist. In Fallout 4 werden Objekte, Texturen usw. überall wiederverwertet und die gesamte Spielwelt sieht ziemlich gleich aus.

Bei Skyrim jedoch gibt es unterschiedliche Vegetationszonen, viel mehr unterschiedliche Gebäudetypen. Es gibt Tal und Berg, nicht einfach eine flache Karte. Die Dungeons wiederholen sich auch und sehen ziemlich gleich aus, sind aber auch sauberer designt als die Innenräume eines Fallout 4.

Ansonsten gebe ich dir recht, jedoch reden wir anneinader vorbei. Was ich ausdrücken wollte war folgendes: für Leute die ein ausgewachsenes Open-World Rollenspiel erwarten, ist Fallout 4 nichts, denn es ist kaum noch Rollenspiel, dies festzuhalten, halte ich für wichtig. Da Leute mit diesem Erwartungshorizont höchst wahrscheinlich enttäuscht werden.

Das jemand der auf diesen Aspekt weniger Wert legt, Spaß mit dem Spiel haben kann, sehe ich genauso. Mir ist meine Problematik bei dem Spiel jedoch bei fast allen Tests zu kurz gekommen oder gar nicht vorgekommen.
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Details zu Fallout 4

Cover zu Fallout 4
Plattform: PC (PS4, Xbox One)
Genre Rollenspiel
Untergenre: -
Release D: 10. November 2015
Publisher: Bethesda
Entwickler: Bethesda Game Studios
Webseite: http://www.fallout4.com/
USK: Keine Jugendfreigabe
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 21 von 7115 in: PC-Spiele
Platz 6 von 1846 in: PC-Spiele | Rollenspiel
 
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