Zum Thema Far Cry Primal ab 6,95 € bei Amazon.de Far Cry Primal für 37,49 € bei GamesPlanet.com Wir haben uns vor dem Anspiel-Event von Far Cry Primal im Netz und in den Communities schlau gemacht, welche Fragen am häufigsten zu Ubisofts neuer Urzeit-Open-World gestellt wurden. Mittlerweile haben wir das Spiel ausführlich gespielt, die Entwickler mit Fragen gelöchert, und geben in diesem Special alle Antworten, die wir Ubisoft und der bisherigen Version des Spiels entlocken konnten.

Eines vorneweg: Als Release-Termin für Far Cry Primal steht bei der PC-Version der 1. März 2016. Auf Konsolen kommt das Spiel schon am 23. Februar 2016 raus. Das heißt, die angespielte Version befand sich bereits in einem sehr fortgeschrittenen Zustand. Trotzdem können sich kleinere Details bis zur Veröffentlichung natürlich noch ändern - in diesem FAQ gehen wir deshalb vor allem auf Fragen ein, die mit ziemlicher Sicherheit auch für die finale Version gültig bleiben.

Außerdem interessant: Die fünf wichtigsten Erkenntnisse aus dem Anspiel-Event.

Was ist Far Cry Primal überhaupt? Spin-Off? Addon? Nachfolger?

Ubisoft sieht Far Cry Primal als einen vollwertigen Nachfolger zu Far Cry 4 und nicht etwa als zweites Far Cry 3: Blood Dragon - kein Spin-Off, keine Expansion und auch kein erweiterter Stand-Alone-DLC. In puncto Produktionsumfang und Spielumfang kann der Publisher sich das unserer Meinung nach auch erlauben - zwar wirkt die Karte ein wenig kompakter als im Vorgänger Far Cry 4, allerdings sind wir ja auch ohne Fahrzeug unterwegs. Ewige Latscherei wäre hier eher zur Spielspaßbremse geworden.

Soll aber nicht heißen, dass es im Urzeit-Land wenig zu tun oder zu entdecken gibt. In knapp 8 Spielstunden haben wir maximal ein Drittel der Karte erkundet, mit Story-Missionen, Nebenaufträgen, Sammlereien und Sandbox-Elementen dürfte es also genügend Abwechslung für ein paar Dutzend Stunden geben. Auch im Hinblick auf Grafik, Sounddesign und Spielmechanik ist Primal weit mehr als ein Aufguss des Altbekannten mit Feuerstein und Wurfspeer. Allein die eigene Sprache von Held Takkar und seinen Stammesgenossen ist beeindruckend.

Far Cry Primal
Schöne, dynamische Welt: Der Wolf hier überfällt den Hirsch. Wir nähern uns von hinten und überfallen beide.

Aber auch der Fokus auf den blutigen Nahkampf, die organischere Spielwelt mit Dorfausbau, Jagd, Tierzähmung und Rohstoff-Sammlerei zeigen, dass Ubisoft die Mechaniken der Vorgänger überarbeitet und verfeinert hat. Klar, eventuell kommt Primal nicht ganz an den Umfang von Far Cry 4 heran. Aber als Vollpreis-Spiel bietet es auf jeden Fall sehr viel Inhalt - unserer Einschätzung nach verhält es sich zu dem Vorgänger etwa so wie Assassin's Creed: Brotherhood zu Assassin's Creed 2.

Wie sieht es mit Multiplayer aus? Gibt es einen Online-Coop?

Die kurze Antwort: Nein. Die längere: Ubisoft konzentriert sich hier ganz auf eine umfangreiche Singleplayer-Erfahrung und streicht deshalb all die Koop-Features, die Far Cry 3 und 4 noch hatten. Zugegeben - der Mehrspieler-Modus ist bei einem Far Cry einer der Aspekte, auf die wir am ehesten verzichten können. Trotzdem wäre es definitiv cool gewesen, mit einem Kumpel auf dem Mammut zu reiten. Schade drum.

Worum geht's eigentlich und wen spielt man?

Unmittelbar nach der Ankündigung von Far Cry Primal tauchte immer mal wieder Frage auf, ob man im Spiel eine Frau verkörpert - jetzt wissen wir: Nein, man schlüpft in die Rolle des jungen Jägers Takkar. Der erwischt zusammen mit seinen Kollegen vom Stamm Wenja einen dieser ganz blöden Tage. Ohne zu viel zu verraten: Es geht einiges schief und am Ende stehen wir allein in der Wildnis und müssen unsere Sippe wieder zusammensuchen, eine Zuflucht aufbauen und uns gegen die Gefahren der Natur verteidigen.

Weibliche Unterstützung gibt es aber trotzdem. Einer unserer ersten Gefährtin ist die clevere Sammlerin Sayla, die uns mit wichtigen Aufträgen ins weite Land schickt und am Ende gemeinsam mit uns unser Steinzeit-Dorf aufbaut. Generell setzt die Story von Far Cry Primal sehr auf das Etablieren von wiederkehrenden Figuren, die uns als Teil unseres Stammes ans Herz wachsen. Deshalb verbringen wir auch so viel Zeit damit, das Dorf unserer Sippe aufzurüsten, neue NPCs aufzutreiben und damit Missionen freizuschalten. Allerdings bleiben wir stets in der Rolle von Takkar - andere Hauptfiguren wird es erstmal nicht geben.

Gibt es Dinosaurier?

So sehr wir es uns auch wünschen würden - Dinosaurier wird's in Far Cry Primal nicht geben. Das hat einen simplen Grund: Zu Beginn der Handlung etwa 10.000 v. Chr. sind Dinosaurier schon seit mehreren Millionen Jahren tot. Menschen und Dinos haben nie gemeinsam auf der Erde gelebt (da können Kreationisten noch so hartnäckig das Gegenteil behaupten). Zwar nimmt sich Primal hier und da historische Freiheiten, trotzdem bemüht sich das Spiel, ein glaubhaftes Setting zu erschaffen, das in etwa der Welt der Mittelsteinzeit entsprechen könnte.

Hier haben Dinos einfach keinen Platz - und auch in Takkars gelegentliche Traummissionen werden sie aller Voraussicht nach keine Rolle spielen. Findet der kleine Junge in uns natürlich auch schade. Aber der tröstet sich mit der Tatsache, dass er auf einem Mammut reiten kann. Und auf einem Säbelzahntiger. Und riesige Bären gibt's auch.

Welche Rolle spielt der Fernkampf?

Die Steinzeit ist nicht unbedingt für ihr ausuferndes Arsenal an Maschinengewehren und Handgranaten bekannt, aber das heißt nicht, dass Fernkampf in Far Cry Primal keine Rolle spielt. Unser Speer eignet sich prima als verheerendes Wurfgeschoss, mit den Bienengranaten sorgen wir für Flächenschaden und dann gibt es da natürlich noch den Jagdbogen, mit dem wir uns klammheimlich aus der Distanz an unsere Ziele anschleichen. Prinzipiell lässt sich quasi jede Waffe schleudern, wenn wir die entsprechende Taste gedrückt halten.

Trotzdem konzentriert sich das Gros des Kampfsystems auf den blutrünstigen Nahkampf - schließlich können wir am Anfang beispielsweise nur zwei Speere mit uns tragen. Wer die unachtsam in die Wildnis wirft, schaut ganz schön in die Röhre, wenn der feindliche Stamm auf ihn zurennt. Far Cry Primal beeindruckt uns beim Anspiel-Event mit einem unheimlich intensiven Kollisionsgefühl. Das liegt am hohen Gewaltgrad, wenn unsere Keule ins Ziel trifft. In der Steinzeit ging man nicht zimperlich miteinander um - folglich passen die lebensbedrohlichen Zweikämpfe hervorragend in die Atmosphäre des Szenarios.