F.E.A.R. im Test
Spannender Grusel-Ego-Shooter mit Slow-Motion
Fazit der Redaktion
Gebt mir Valium!
Petra Schmitz: Kollege Graf schaut mich erstaunt an. Am helllichten Tag zucke ich mit einem Kreischen vom Monitor zurück, reiße mir das Headset vom Kopf und atme schwer. F.E.A.R. macht aus mir einen Angsthasen. Das hat Doom 3 so nicht mal im Ansatz geschafft. Der Trick: Monolith arbeitet sehr ausgewogen mit Splatter-Effekten und kleinen subtilen Schockmomenten. So nutzt sich die Wirkung nicht ab. Perfekt! Zur Furcht addiert sich dann noch diese fiese KI, die mich nicht selten einfach in Grund und Boden schießt. Ich fühle mich ähnlich gefordert wie in Far Cry. Besser an F.E.A.R. hingegen: das freie Speichern. Das nimmt das nötige Quentchen Anspannung von mir, um das Programm überhaupt ohne Herzinfarkt spielen zu können. Puh!
Doom vergeht, doch Gordon steht!
Michael Graf: Eine feine Mischung hat Monolith da gezaubert: intelligente Ballerei durchsetzt mit subtilen Gänsehaut-Momenten. Mehr steckt in F.E.A.R. aber nicht. Gefechte gegen die schlaue KI wechseln sich ab mit geskriptetem Horror – das war's.
Keine Frage, Spaß macht's trotzdem; dennoch hätte F.E.A.R. mit mehr Abwechslung noch besser werden können. So bleibt der Titel ein schöner Shooter, der dank der interessanten Story Doom 3 locker abhängt, am vielfältigeren Half-Life 2 aber zu Recht scheitert.
Große Horrorshow!
Michael Trier: Ich weiß gar nicht, was hier alle auf Doom 3 rumhacken! Grandiosere Schockmomente und Nackenhaarsträuber hat mir kein anderes PC-Spiel beschert. Außer F.E.A.R. Das macht horrortechnisch alles richtig: Setzt bei den von Doom 3 exzellent eingeführten Schattenspielen noch eins drauf und kzentuiert an den richtigen Stellen Handlung und Atmosphäre durch beklemmende Skriptsequenzen – Schockschwerenot.
Nur die Umgebungstexturen sind mir teils zu öde.