Forge of Empires in der Vorschau
Gut geklaut ist halb gewonnen
Age of Empires meets Civilization: Das Gratis-Browserspiel Forge of Empires mopst bei den großen Vorbildern und packt Hexfeld-Rundenschlachten dazu. Aber kann das Ergebnis überzeugen? Ein Erfahrungsbericht aus der offenen Beta.
Von
Martin Deppe
|
Datum:
12.07.2012
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Die Open Beta antesten
Töpferei und Speerträger, Krankenhaus und Langbogenschützen, schließlich Ritter und Kanonen – kommt Ihnen irgendwie bekannt vor? Dann haben Sie vermutlich
Civilization
gespielt. Innogames offensichtlich auch: Die Macher von
Grepolis
und
Die Stämme
haben sich für ihr Browserspiel
Forge of Empires
ausführlich Sid Meiers strategische Zeitreise angeguckt.
Und so forschen wir kräftig auf einem ganz ähnlich aufgezogenem Technologiebaum, um unser kleines Steinzeit-Kaff in eine hochmoderne Metropole zu verwandeln, in der Raumgleiter und Kampfrobo...halt. Falsch. Stopp. Soweit kommt’s erst gar nicht, im Hochmittelalter ist mit der Erfindung des Schießpulvers Schluss.
Faulende Ressourcen?
Während wir nach und nach neue Technologien entwickeln, spielt sich Forge of Empires wie ein klassisches Browser-Ausbauspiel. Wir bauen Hütten (später Pfahlbauten, Fachwerkhäuser et cetera), die uns Bewohner und Steuern bringen. Töpfereien und Schmieden häufen Ressourcen an, die wir für weitere Bauten, Truppen, Forschung und so weiter verbraten.
Dabei gibt’s nur eine General-Ressource – ob wir also Töpfe oder Hufeisen produziert haben, ist Wurst. Sehr nervig: Wenn ein Rohstoffbatzen fertig ist und wir ihn nicht rechtzeitig abholen, verfällt er.
Man stelle sich das kurz im echten Leben vor: Da geben Sie Ihren Mantel in die 24-Stunden-Reinigung, wollen ihn nach zwei Tagen abholen, aber die Reinemackefrau murmelt nur bedauernd, »tut mir leid, ihr Mantel ist gerade verpufft«. Vergleichbare Spiele machen das zwar ähnlich, aber nur bei Bauernhöfen – dass reife Tomaten irgendwann vergammeln, mag ja angehen. Aber Hufeisen?
Rundenschlachten - träge, aber spannend
Unsere Truppen parken wir in zwei Armeen: Angreifer und Verteidiger (gegen Angriffe anderer Spieler).
Während wir munter unser Dorf ausbauen, forschen und Truppen ausheben, sollten wir anliegende computergeführte Provinzen erobern. Und zwar aus drei Gründen. Erstens, weil unsere Questgeber das gerne mal wollen.
Zweitens, weil komplett eroberte Provinzen uns ein besonderes Vorkommen freischalten, etwa Weintrauben oder Färbemittel (Civilization winkt nochmal kurz). Die wiederum brauchen wir, um die entsprechenden Produktionsgebäude freizuschalten, also Kelterei und Färberei.
Und drittens, weil die rundenbasierten Schlachten Laune machen. Auch wenn sie das eigentlich nicht dürften, denn sie sind viertens furchtbar langsam animiert, fünftens doof zu bedienen (Fernkampf-Reichweiten werden nicht eingeblendet, Truppen müssen nach vorgegebener Reihenfolge gezogen werden), und haben sechstens Soundeffekte, die alle verdächtig nach einem Locher aus den Fünfzigern erinnern. Aber spannend sind sie!