Gears of War : Morgan Gray Morgan Gray Epic Games, Entwickler des Xbox-360- und PC-Shooters Gears of War, wird von Morgan Gray von Crystal Dynamics in einem Interview mit MTV Multiplayer kritisiert ein stark von Klischees behaftetes Bild von dunkelhäutigen Charakteren zu zeichnen.

Auslöser für die Rüge von Senior Producer Gray ist die Figur des Cole Train aus Gears of War. Grays Meinung nach habe der 90er-Hip-Hop-Slang des Footballspielers im futuristischen Szenario abseits der Erde keine Daseinsberechtigung. Zwar würde viel Mühe in die fiktive Entwicklung der Kulturen der »Coalition of Ordered Governments« (C.o.G.) gesteckt, bei Train hingegen habe man einfach das klassische Vorurteil kopiert.

Gears of War : Cole Train (links) aus Gears of War Cole Train (links) aus Gears of War Gray betont allerdings, dass er nicht Epic speziell angreifen sondern vielmehr die Videospiel-Industrie als Ganzes ansprechen will. Gray erklärt: »Gears of War macht Spaß und sieht toll aus aber hier hat man eben nicht so richtig nachgedacht.« Ebenso unzufrieden ist der Mann vom Tomb-Raider-Entwickler mit dem Bild der Schwarzen das japanische Entwickler haben. Auch hier würde man nur abwechselnd den Hip-Hop-Gangster oder den 70er-Jahre-Zuhälter als Vorlage für Spielfiguren verwenden.

Zudem hat Gray genug von weißen Helden, seiner Meinung nach könnten Marcus Fenix oder Gordon Freeman genauso gut Schwarze sein.

Gears of War : Cover der Vogue Cover der Vogue Morgan Grays Kritik ist die jüngste Entwicklung einer in den USA andauernden Debatte über das Bild von Afro-Amerikanern in den Medien. Ausgelöst wurde die sich über Fernsehen, Rundfunk, Internet-Seiten und jetzt auch Videospiele erstreckende Diskussion durch das Titelbild des Modemagazins »Vogue«. Das Cover zeigt den Basketball-Spieler LeBron James und das Foto-Modell Giselle Bündchen in einer Kritiker an den Film »King Kong« erinnernden Pose.