Gears of War - PC

3rd-Person-Shooter  |  Release: 09. November 2007  |   Publisher: Microsoft Game Studios

Gears of War - wird für Klischees über Schwarze kritisiert

Epic Games, Entwickler des Xbox-360- und PC-Shooters Gears of War, wird von Morgan Gray von Crystal Dynamics in einem Interview mit MTV Multiplayer kritisiert ein stark von Klischees behaftetes Bild von dunkelhäutigen Charakteren zu zeichnen.

Von Michael Obermeier, Martin Deppe |

Datum: 11.04.2008; 11:20 Uhr


Gears of War : Morgan Gray Morgan Gray Epic Games, Entwickler des Xbox-360- und PC-Shooters Gears of War, wird von Morgan Gray von Crystal Dynamics in einem Interview mit MTV Multiplayer kritisiert ein stark von Klischees behaftetes Bild von dunkelhäutigen Charakteren zu zeichnen.

Auslöser für die Rüge von Senior Producer Gray ist die Figur des Cole Train aus Gears of War. Grays Meinung nach habe der 90er-Hip-Hop-Slang des Footballspielers im futuristischen Szenario abseits der Erde keine Daseinsberechtigung. Zwar würde viel Mühe in die fiktive Entwicklung der Kulturen der »Coalition of Ordered Governments« (C.o.G.) gesteckt, bei Train hingegen habe man einfach das klassische Vorurteil kopiert.

Gears of War : Cole Train (links) aus Gears of War Cole Train (links) aus Gears of War Gray betont allerdings, dass er nicht Epic speziell angreifen sondern vielmehr die Videospiel-Industrie als Ganzes ansprechen will. Gray erklärt: »Gears of War macht Spaß und sieht toll aus aber hier hat man eben nicht so richtig nachgedacht.« Ebenso unzufrieden ist der Mann vom Tomb-Raider-Entwickler mit dem Bild der Schwarzen das japanische Entwickler haben. Auch hier würde man nur abwechselnd den Hip-Hop-Gangster oder den 70er-Jahre-Zuhälter als Vorlage für Spielfiguren verwenden.

Zudem hat Gray genug von weißen Helden, seiner Meinung nach könnten Marcus Fenix oder Gordon Freeman genauso gut Schwarze sein.

Gears of War : Cover der Vogue Cover der Vogue Morgan Grays Kritik ist die jüngste Entwicklung einer in den USA andauernden Debatte über das Bild von Afro-Amerikanern in den Medien. Ausgelöst wurde die sich über Fernsehen, Rundfunk, Internet-Seiten und jetzt auch Videospiele erstreckende Diskussion durch das Titelbild des Modemagazins »Vogue«. Das Cover zeigt den Basketball-Spieler LeBron James und das Foto-Modell Giselle Bündchen in einer Kritiker an den Film »King Kong« erinnernden Pose.

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Avatar Fisto
Fisto
#1 | 11. Apr 2008, 11:43
ja das sind mal probleme :-/
man man was sollen dann wir deutsche sagen die bei den amis auch immer gleich aussehen....
glaubt gibt wichtigeres wie sich um solche blöden klischees zu kümmern.....
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Avatar Exportforce
Exportforce
#2 | 11. Apr 2008, 11:43
Wegen einer Spielfigur, der einfach ein Charakter eingehaucht wird?
Also, wenn jetzt eine weisse Spielfigur anfängt zu schreihen und das R zu rollen, wird sie dann gleich zu unseren freundlichen Österreicher mit dem lustigen Bärtchen? Also man kann es wirklich etwas übertreiben.
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Avatar TOMahawk85
TOMahawk85
#3 | 11. Apr 2008, 11:47
Wenn man keine echten Probleme findet, sucht man sich eben welche. So scheints mir zumindest. Wenn ich das Cover sehe komme ich mal gar nicht auf King Kong.

Dass aber fast alle Spielehelden Weiße sind, kann man allerdings nicht leugnen. Hier wäre ich sehr dafür, dass die Entwickler ein wenig aufgeschlossener sind. Wie wärs z.B. mit einem schwarzen Sam Fisher (würde der Petra sicher nicht gefallen^^) oder mal einer japanischen Lara Croft. ;-)
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Avatar Echelon86
Echelon86
#4 | 11. Apr 2008, 11:54
der hauptcharakter aus unreal 2 war ebenfalls schwarz und eine der charaktere aus ut, die quasi zu einer art hauptrolle geworden ist, ist ebenfalls schwarz (malcolm). im 50 cent spiel spielt man ebenfalls einen schwarzen :D
und nicht zu vergessen: auch der masterchief ist schwarz :ugly:
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Avatar Pyri
Pyri
#5 | 11. Apr 2008, 12:04
Genau so eine Form der Diskussion über Inhalte in Videospielen wünsch ich mir. Sachlich und kompetent. Dieses "Vogue"-Cover ist für mich in der Tat äußerst befremdlich, ebenso wie die Vorwürfe von Gray aus meiner Sicht leider auch den Tatsachen entsprechen. Auch was japanische Entwicklungen betrifft meine ich.
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Avatar Sssnake
Sssnake
#6 | 11. Apr 2008, 12:20
Ich arbeite selbst für die US-Army, und das Bild das vor allem jüngere schwarze bis etwa 25 abgeben ist nun mal der Hiphop-Gangster. Manche sind so cool die kriegen die Fresse nicht auf wenn sie in die Kaserne fahren. Das trifft aber auch auf weiße zu die dieses Image repräsentieren. Ich würde mal so grob schätzen, das macht ion etwa 80% der schwarzen bei uns hier aus. Abgesehen davon geben die Spielehersteller den Jugendlichen nur was sie wollen. Schaut euch doch mal heutige Teenager an, da kommt man sich vor wie im Getto so wie die rumlaufen. Was ich vor allem immer hasse ist die Diskussion wie sie denn nun genannt werden wollen. Die einen sagen "schwarze" wäre rassistisch, die anderen "Afroamerikaner", die sind sich ja selbst nicht einig. Sollen wir jetzt alle "stark pigmentiert" nennen?
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Avatar scoozer
scoozer
#7 | 11. Apr 2008, 12:33
Zitat von Sssnake:
Ich arbeite selbst für die US-Army, und das Bild das vor allem jüngere schwarze bis etwa 25 abgeben ist nun mal der Hiphop-Gangster. Manche sind so cool die kriegen die Fresse nicht auf wenn sie in die Kaserne fahren. Das trifft aber auch auf weiße zu die dieses Image repräsentieren. Ich würde mal so grob schätzen, das macht ion etwa 80% der schwarzen bei uns hier aus. Abgesehen davon geben die Spielehersteller den Jugendlichen nur was sie wollen. Schaut euch doch mal heutige Teenager an, da kommt man sich vor wie im Getto so wie die rumlaufen. Was ich vor allem immer hasse ist die Diskussion wie sie denn nun genannt werden wollen. Die einen sagen "schwarze" wäre rassistisch, die anderen "Afroamerikaner", die sind sich ja selbst nicht einig. Sollen wir jetzt alle "stark pigmentiert" nennen?


Soll ich jetzt "weiße" oder "wenig pigmentiert" benutzen?
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Avatar Jigsaw
Jigsaw
#8 | 11. Apr 2008, 13:02
Wenn die vielen Schwarzen/Farbigen/Afroamerikaner, die dieses Image selber pflegen sich ändern würden (und vielleicht auch mal versuchen würden, in der Kleinkriminellen-Statistik in den USA nicht ganz oben zu stehen), dann könnte man auch das Image in den Spielen und Filmen dahingehend ändern. Vorher wäre das aber Heuchelei. Die vergleichsweise wenigen Ausnahmen in der relevanten Zielgruppe reichen da für einen Darstellungsänderung jedenfalls nicht aus.

Und wie schon gesagt: der Held in Unreal 2 war schwarz und auch die Spielfigur in GTA: San Andreas (okay, schlechtes Beispiel... weil Gangta-Hip-Hop-Image, aber immerhin der Held!).
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Avatar Disasterpiece666
Disasterpiece666
#9 | 11. Apr 2008, 13:16
Ha ok dann fang ich auch mal an mich über das ständige Klischee des hellhäutigen Obermacker-Weltenretters zu beschweren!

Denn wir alle wissen dass kaum jemand jemals im Alleingang die Welt gerettet und dabei unzählige Lebewesen getötet hat. und soviele sarkastische Sprüche wie manche Spielehelden von sich geben (z.B. Jack Carver aus FarCry) würde wohl auch kaum einer so schnell aus dem Ärmel schütteln. Wir Weiße sind auch nur ganz normale Menschen! :ugly:

Klischees sind ein wunderbares Mittel um Humor zu erzeugen egal ob in Filmen oder Spielen. und gerade wenn ein durch und durch "irdischer" Charakter in einem SciFi-Spiel auf einem fremden Planeten auftaucht ist es so absurd und daher nicht ernst zu nehmen.

Ach und zum Vogue-Cover: ich finds ne gute Anspielung auf King Kong. und der Basketballspieler hat sich ja freiwillig dazu zur Verfügung gestellt und sich bewusst so ablichten lassen. will man jetzt ihn als Schwarzen als Rassisten der sich gegen Schwarze richtet bezeichnen?
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Avatar Desert Storm
Desert Storm
#10 | 11. Apr 2008, 14:45
Es mag vielleicht in der Tat wichtigere Dinge geben als das, aber zum einen ist für uns Deutsche das Verhältnis von Schwarzen und Weißen in Amerika überhaupt nicht nachvollziehbar, und zum anderen hat der gute Mann ja recht, wie einem bei ein wenig nachdenken auffällt: Schwarze werden klischeehaft in Computerspielen dargestellt! ...genauso wie alle anderen auch. In den seltensten Fällen findet man in PC-Spielen ausgewogene und interessante Charaktere. Auch in Rollenspielen nicht!
Und mir soll mal einer erzählen, dass der "Duke" nicht klischeehaft ist!
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Details zu Gears of War

Plattform: PC
Genre Action
Untergenre: 3rd-Person-Shooter
Release D: 09. November 2007
Publisher: Microsoft Game Studios
Entwickler: Epic Games
Webseite: http://gearsofwar.xbox.com
USK: Keine Jugendfreigabe
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 531 von 4485 in: PC-Spiele
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