Gothic 2: Nacht des Raben im Test
Das Gothic-2-Addon übertrifft das Hauptspiel
Fazit der Redaktion
Nur für Gothic-Profis
Mick Schnelle: Bei Beliars Klaue, ist das Spiel schwer. Spätestens als ich im Tal der Erbauer ankam, wurde der verfrühte Heldentod mein ständiger Begleiter. Häufiges Speichern und jede Menge Heiltränke helfen zwar, trotzdem birgt die Nacht des Raben eine Menge Frustpotenzial. Die spannende, abwechlungsreiche Story entschädigt für so manche immer wieder geschlagene Schlacht. Und natürlich punktet das fantastische Flair: Die teilweise langen Laufereien werden dadurch zu spannenden Wanderungen in einem stimmigen und wunderschönen Fantasy-Reich.
Wenn Sie nach einer echten Herausforderung suchen, ist die Nacht des Raben genau das Richtige für Sie. Einsteiger sollten allerdings zu Übungszwecken zuerst das Hauptprogramm durchspielen, bevor sie sich an die knüppelharten Missionen des Addons wagen.
Klasse Addon, aber...
Jörg Langer: Ich liebe Gothic 2. Ich besitze sämtliche Fan-Karten, die akribisch auch noch das letzte Stengelchen Sumpfkraut verzeichnen. Und ich mag vor allem meinen mit viel Zeit und Mühe hochgezüchteten Edel-Paladin, der seine Gegner nur noch umzuhauchen braucht.
Im Addon freue ich mich auf noch mächtigere Gegner gleich vom Start weg. Doch stattdessen fange ich wieder als Hanswurst an und muss stundenlang in der alten Welt rumhetzen, bis ich in die neue komme. Was für eine schlechte Idee! Denn gerade Fans dürften Gothic 2 bereits ein zweites Mal,mit anderer Berufswahl, gespielt haben.