Special: Grepolis
Hundert Inseln mit viel Bergen
Sie planen gern weit im Voraus und hassen Überraschungen? Dann sollten Sie sich mal Grepolis anschauen - hier können Sie Ihre Städte, Flotten und Armeen minutiös aufbauen. Wir stellen das Browser-Strategiespiel im Free2Play-Sommer vor.
Von
Martin Deppe
|
Datum:
19.07.2011
Zum Thema
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Gameplay und Trailer zum Spiel
Das Strategie-Browserspiel
Grepolis
klingt nicht nur griechisch, sondern spielt sich auch so: Die antike Spielwelt besteht aus hunderten Inseln, Sie bauen griechisch angehauchte Städte, huldigen griechischen Göttern, rekrutieren Hopliten und so weiter.
Das spielt sich klassisch-gemächlich – allerdings sollten Sie sich mit den direkten Inselnachbarn besonders gut stellen, sonst gibt’s schnell Knatsch. Eine Welt ist übrigens auf drei bis fünf Jahre Spielzeit angelegt. ECHTE Jahre, wohlgemerkt.
Szenario und Spielprinzip
Am Anfang war die Stadt. Das gilt für das Gros aller Strategie-Browserspiele, und ist in Grepolis nicht anders. Allerdings steht die Stadt an einem Inselstrand, andere Spieler siedeln auf dem gleichen Eiland, und im Binnenland gibt’s neutrale Dörfer. Die können Sie nach und nach erobern, was Ihnen diverse Vorteile bringt.
Zum einen können Sie von den Dorfbewohnern regelmäßig Rohstoffe einfordern – dann rücken die Eingeborenen jeweils eine bestimmte Menge der drei Ressourcen Holz, Steine und Münzen raus. Freiwillig. Oder Sie plündern eine Siedlung – das bringt mehr ein, senkt aber die Stimmung sinkt. Und wenn Letztere auf den Nullpunkt purzelt, ist Revolte angesagt und das Dorf futsch.
Die gleiche Gefahr droht, wenn Sie Kampfeinheiten von einem Dorf fordern. Friedliche Spieler machen’s daher umgekehrt und investieren Rohstoffe in eroberte Dörfer. Die steigen dadurch in der Stufe auf – je höher, desto mehr Ressourcen können Sie langfristig (zurück)fordern.
Während die Dörfer recht schnell einzusacken sind, vergehen bis zur zweiten Stadtgründung echte Wochen. Ein Kolonieschiff muss nämlich her, doch das müssen Sie erst erforschen, wofür Sie wiederum eine Akademie auf Stufe 22 (!) brauchen – und selbst wenn Sie wissen, wie man so einen Exodus-Kahn baut, muss immer noch ein Hafen auf Stufe 20 (!!) her.
Insgesamt kommt Grepolis mit 13 Gebäudetypen und acht Sonderbauten aus; auf der einen Seite Standardbauten wie Holzfäller, Kaserne und Tempel, auf der anderen Seite sauteure Thermen, Theater und so weiter, deren Wirkung sich grob mit den Weltwundern aus
Civilization 5
vergleichen lässt.
In Tempeln huldigen Sie einer von fünf Gottheiten, vom Zausebart Zeus bis zudem Unterwelt-Chef Hades. Jeder der fünf bietet individuelle Vorteile. Zeus etwa schleudert Blitzen, die feindliche Stadtgebäude beschädigen (nein, es gibt im alten Griechenland noch keine Blitzableiter).
Die Familiengöttin Hera (nicht zu verwechseln mit der Frauenromanschreibmaschine Hera Lind) steigert derweil lieber die Geburtenrate und die Zufriedenheit. Und: Alle Götter werfen je zwei mystische Kampfeinheiten in den Rekrutierungs-Pool, etwa Minotauren oder Zyklopen. Die gesellen sich zu Standardtruppen wie Schwertkämpfern und Streitwagen, mit denen Sie eben neutrale Dörfer ent-neutralisieren oder andere Spieler piesacken.
Und weil das Ganze ja auf einer Inselwelt spielt, gibt’s zusätzlich diverse Schiffstypen: zwei unterschiedliche Truppentransporter, die Bireme, das Feuerschiff und den Brander (quasi ein antiker Kamikaze-Pott), die Trireme und das teure Kolonieschiff.