Unendlichkeitsbälle und IQ-Tests

Guild Wars 2 : Sieht hier gar nicht so angsteinflößend aus, ist aber höllisch verwirrend: die Asura-Hauptstadt Rata Sum. Sieht hier gar nicht so angsteinflößend aus, ist aber höllisch verwirrend: die Asura-Hauptstadt Rata Sum. Aber was genau haben wir eigentlich erlebt? Oh, eine Menge! Etwas, das uns besonders tief im Gedächtnis haften geblieben ist und eigentlich das einzige wirkliche Argument darstellt, das für uns aktuell gegen die Asura spricht: Rata Sum. Die Hauptstadt der Knubbelgnome ist derart verwirrend aufgebaut, dass wir ganz kirre im Kopf werden, wenn wir nur daran denken. Hindurch laufen und dabei einen bestimmten Ort suchen – das verursacht fast schon Hirnweh.

Deswegen schnell wieder raus aus der Hauptstadt und was anderes tun. Beispielsweise herausfinden, wohin der Unendlichkeitsball rollt. Hä? Na, Sie wissen schon, dieser Unendlichkeitsball! Sie wissen nicht? Aber wenn Sie in Guild Wars 2 einen Asura spielen und die entsprechende Story auswählen, dann werden Sie schon erfahren, was es damit auf sich hat.

Doch seien Sie gewarnt: Wissenschaft sorgt nicht nur dafür, dass wir unsere Zähne weißer putzen oder in etwas mehr als einer Stunde von München nach Berlin fliegen können. Wissenschaft kann auch dafür sorgen, dass Tyria von jetzt auf gleich … anders ist. Und mit »anders« meinen wir nicht »besser«.

Guild Wars 2 : Vorne im Bild Zojja, eine wichtige Verbündete und Vernunftsbolzen. Vorne im Bild Zojja, eine wichtige Verbündete und Vernunftsbolzen.

Die Aufgabenvielfalt in Asura-Land steht der der anderen Landstriche von Tyria in nichts nach. Wir haben Skritt (dümmliche Rattenwesen) fiesen IQ-Tests unterzogen, wir haben Schleimmonster unter Zeitdruck in Energiefallen geschleppt, wir haben Golems zusammen gebaut und sie beim Aufrichten eines Energieturms bewacht, wir haben Eier von Hyleks (Froschwesen) vor räuberischen Kraits (Schlangenwesen) beschützt, wir haben Raptor-Eier für einen irren Forscher zusammen getragen, nur damit der daraus einen gefräßigen Super-Raptor züchten konnte. Und wir haben uns sogar selbst verdroschen.

Das alles – wie weiter oben schon angedeutet – immer mit dem Quäntchen schrägen Humors, der die Asura im Pool der tyrianischen Völker so besonders macht. So besonders, dass wir ernsthaft überlegen, nicht am Ende doch genau so einen Wissenschaftswicht zu spielen.

Kleiner Mann hoch hinaus

Apropos »besonders«: Während unseres Ausflugs mit Tyrias Kleinsten haben wir auch erstmals die neuen »Hoch hinaus«-Aufgaben ausprobieren können. ArenaNet hat seit der letzten offenen Beta ein neues Element in die Karten eingebaut, die so genannten Vistas. Dahinter verbergen sich Aussichtspunkte, deren Herausforderung darin besteht, sie durch gekonnte Hüpfeinlagen zu erreichen. Und das ist zuweilen gar nicht so einfach. Und zuweilen schrecklich einfach, wenn man nur die Gucker richtig aufmacht – und die gut versteckte Treppe zum Vista entdeckt.

Dieb
Dem Assassinen aus Guild Wars: Factions nicht unähnlich setzt der Dieb auf schnelle Angriffe. Per Schattenschritt kann er sich zum Gegner teleportieren, zuschlagen und flott wieder verschwinden. Getarnt wird er von Feinden nicht wahrgenommen. Um seinem Namen gerecht zu werden, kann er anderen Klassen kurzzeitig Fertigkeiten stehlen. Für den Angriff benötigt der Dieb Initiativpunkte, die er selbst aufladen kann. So bleibt er, stellt man es geschickt an, stets ein gefährlicher Gegner -- der auf Schwerter, Dolche, Pistolen und Kurzbögen zurückgreifen kann.

Die Vistas stellen allerdings nicht nur eine sportliche Beschäftigung für erkundungsfreudige Spieler dar, sie addieren sich auch zur Gruppe der Aufgaben und Orte, die man erledigt beziehungsweise besucht haben muss, um eine Karte zu komplettieren. Wer das nämlich tut, dem winkt eine prall gefüllte Belohnungskiste mit Rüstungsteilen, Waffen oder Crafting-Material. Und dafür kann man schon ein paar Sprungeinlagen erledigen. Noch dazu, wenn sie so viel Spaß machen wie die Vistas in Guild Wars 2.