Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Part 2 im Test | Seite 2
Der Zauber hat ein Ende
Keinerlei Abwechslung
Auch wenn man häufig zu dritt unterwegs ist, mal im Harry-Ron-Hermine-Verbund oder als Seamus-Ginny-Neville-Trupp, sind die KI-gesteuerten Mitstreiter nutzlos. Zugegeben: Ohne die Zauberfähigkeiten von Hermine bliebe so manche Tür verschlossen, im Kampf gegen die Todesser ist sie aber nicht hilfreich. Die KI-Kumpanen beschränken sich zumeist auf dumme Kommentare oder erschweren durch schlechte Wegfindung den Fortschritt im Spiel.
Auch beim Missionsdesign haben die Entwickler geschlampt: Nur selten sorgen Explosionen oder kurze Schleichpassagen für Abwechslung. Auch die Herausforderungen, in denen Harry etwa in möglichst kurzer Zeit eine bestimmte Anzahl Gegner erledigen muss, heben kaum die Stimmung. Der Wiederspielwert ist gleich null. Die Missionen reihen sich unstrukturiert aneinander und lassen den Spieler oft fragend zurück. Angst, dass man den Film nicht mehr genießen kann, wenn man vorher die Spielumsetzung durchlitten hat, muss man also nicht haben.
In Hogwarts trifft Harry die verbliebenen Schüler: hier Ginni Weasly.
Wo Schatten, da auch Licht?
Die Grafik als gut zu bezeichnen, wäre reichlich gewagt, aber immerhin sehen die Charaktere den Schauspielern sehr ähnlich, und die Zwischensequenzen sind gut inszeniert. Blöderweise aber schlecht platziert. Sie tauchen plötzlich auf und hinterlassen beim Spieler ein großes Fragezeichen, weil oft der Bezug zur vorherigen Handlung fehlt.
Die bekannten Schauplätze wie die Kammer des Schreckens oder Hogwarts entsprechen der Filmvorlage. Ein Pluspunkt, der aber durch die matschigen Texturen und tristen, grau-braunen Umgebungen sofort wieder zunichte gemacht wird. Gleiches gilt für den Sound. Hier leisten die professionellen Sprecher zwar recht gute Arbeit, die ständigen Wiederholungen und die schwache Soundkulisse erzeugen aber keinerlei Atmosphäre.