Zum Thema » Videos zu Hearthstone Trailer, Gameplay, Angespielt-Videos Mit schwitzigen Händen sitzen wir an der Maus. In unserer Hand befinden sich drei Karten und wir gehen jede Kombination durch. Keine Chance, wir habe verloren. Geknickt spiele wir unseren letzten Zug aus und Thrall erkennt die Überlegenheit seines Gegners mit einem »Well played« an.

Verlieren gehört zu Kartenspielen genauso dazu wie gewinnen. Auch Hearthstone: Heroes of Warcraft - Blizzards digitales Kartenspiel im Warcraft-Universum - ist da keine Ausnahme. Wir duellieren uns nach Kräften mit anderen Spielern (bislang tatsächlich nur in 1vs1-Matches), denn nur der Sieg zählt. Und das ist nicht übertrieben, denn wer verliert, bekommt weder Gold für neue Karten, noch kann er Daily Quests abschließen. Von wegen »dabei sein ist alles«.

Zu Verlieren und nichts dafür zu bekommen, ist in der aktuellen Generation von Spielen ungewohnt. Von vorne bis hinten wurden wir weich gepämpert und trocken gelegt, damit wenn was schief geht, wir trotzdem etwas davon haben. Hearthstone holt uns auf den Boden zurück und erfüllt dafür auch die nötigen Voraussetzungen.

Hearthstone: Goblins gegen Gnome
Der Schrottbot zählt zu unseren Lieblingskarten der Erweiterung. Auf den ersten Blick unscheinbar und überteuert, aber in Kombination mit anderen Mechs ein brandgefährlicher Spätzünder.

Bevor es so richtig losgeht, müssen wir erst einmal die neun Charaktere freispielen. Denn in Hearthstone verköpert jeder Duellant mit seinem Deck eine von neun bekannten Persönlichkeiten aus World of Warcraft und diese Persönlichkeiten wiederum repräsentieren eine Klasse. Die neun Klassen sind Magier, Schurke, Druide, Krieger, Hexenmeister, Jäger, Paladin, Priester und Schamane. Kein Todesritter, kein Mönch - die jüngsten Addon-Klassen fehlen bislang.

Mama! Der verhaut mich, der auch und der auch!

Jede der Klassen bietet euch Zugriff auf andere der insgesamt rund 300 Karten (Ein Deck besteht aus 30 Karten) und eine andere Spezialfertigkeit. Haben wir die einzelnen Charaktere freigespielt (das geht ziemlich zügig), können wir im Practice-Modus ganz ohne Stress mit der KI üben und bis Level 10 die Basiskarten unserer Lieblingsklasse freispielen. Richtig gehört, Level 10, denn jede Klasse hat zusätzlich noch einmal ein eigenes Level, das anzeigt, wie viel wir mit der Klasse gespielt haben.

Übrigens sind die Computergegner schon nicht ohne und verhauen uns genauso gerne den Hosenboden, wie die richtigen Spieler. Aber egal ob wir verlieren oder gewinnen, Erfahrung für unseren Level bekommt ihr in beiden Fällen. So gnädig ist Hearthstone dann doch.

Von Anfang an können wir mit einem eigenen Deck spielen, so richtig sinnvoll ist das aber erst, wenn zumindest alle Basiskarten zur Verfügung stehen. Damit können wir gegen richtige Gegner spielen oder in den Experten-Übungen weiter gegen die KI angehen.

Selbst wenn wir zu Beginn nur wenige Karten zur Verfügung haben, ist es erfahreneren Kartenspielern ohne Probleme möglich tolle Decks zusammenzustellen. Die von Blizzard vorgegebenen Basiskarten sind völlig ausreichend, um gegen andere Spieler zu gewinnen, was vor allem am guten Matchmaking liegen dürfte. Sobald wir uns ein wenig eingelebt haben, bleiben die Duelle nicht selten bis zum letzten Zug spannend. Und wir haben immer noch keine neuen Kartensets gekauft.